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          <resp>Transcribed with</resp>
          <name>Tesseract</name>
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        <p>To the best of our knowledge this work is free of known copyrights or related property rights (public domain).</p>
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          <title>Der Beobachter, 1844</title>
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        <line lrx="2247" lry="1239" ulx="1135" uly="1082">Ein Volks-Blatt</line>
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        <line lrx="2217" lry="1647" ulx="1540" uly="1410">Vro. AEE</line>
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        <line lrx="2178" lry="1523" ulx="2094" uly="1505">4 56*</line>
        <line lrx="2255" lry="1556" ulx="2092" uly="1540">e „ 1 1*</line>
        <line lrx="2282" lry="1600" ulx="2095" uly="1564">O“èͦðͦñůͦꝗñůͤᷓ</line>
        <line lrx="2191" lry="1661" ulx="2098" uly="1642">—</line>
        <line lrx="2539" lry="1680" ulx="2074" uly="1665">— 4</line>
        <line lrx="2570" lry="1706" ulx="2090" uly="1672">. — =</line>
        <line lrx="2347" lry="1723" ulx="2173" uly="1705">=</line>
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        <line lrx="3233" lry="1914" ulx="1342" uly="1752">Mittwoch den 25. Dezember 1844.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4295" lry="2206" type="textblock" ulx="466" uly="1942">
        <line lrx="4295" lry="2082" ulx="466" uly="1942">Der Beobachter erſcheint täglich. Preis: vierteljährig 45 kr., halbjährig 1 fl. 30 kr., jährlich 3 fl. — Einrückungsgebühr die Zeile 2 kr.</line>
        <line lrx="3713" lry="2122" ulx="1841" uly="2038">Vom neuen Jahr 1845 an 3 fl. 48 kr.</line>
        <line lrx="4087" lry="2206" ulx="683" uly="2090">Man abonnirt in Stuttgart bei Carl Liebenanu, Wundarzt, Ilgenſtraße Nro. 11, Auswärtige bei ihren Poſtämtern.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4303" lry="2230" type="textblock" ulx="3420" uly="2168">
        <line lrx="4303" lry="2204" ulx="3484" uly="2168">—— 0iyu—3—ꝓ  —Kà––bl.almd -——</line>
        <line lrx="4225" lry="2224" ulx="3420" uly="2181">EE ̃ ,</line>
        <line lrx="4302" lry="2230" ulx="3561" uly="2208">— ſ . ⏑dBö</line>
      </zone>
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        <line lrx="2568" lry="2260" ulx="2387" uly="2244">——=</line>
      </zone>
      <zone lrx="4499" lry="5654" type="textblock" ulx="364" uly="2292">
        <line lrx="4350" lry="2400" ulx="2098" uly="2292">H nicht ſo leicht zu entdecken iſt, da der Eid gewöhnlich nur</line>
        <line lrx="4362" lry="2487" ulx="937" uly="2379">Ueber den Eid.“ in Fällen zur Anwendung kommt, in denen keine Zeugen</line>
        <line lrx="4350" lry="2623" ulx="495" uly="2465">DW Eine Belehrung für meine Landsleute. ſich finden und der Beſchuldigte die Beſchuldigung durch</line>
        <line lrx="4354" lry="2703" ulx="549" uly="2554">Die Anwendung des Eides war in keiner Zeit häufiger, ſein eigenes Zeugniß, den Eid, von ſich abzuwenden hat,</line>
        <line lrx="4358" lry="2784" ulx="419" uly="2640">als in der unſrigen. Wenigſtens bezeugen dies die alten ſo läßt ſich ermeſſen, daß jährlich eine gute Zahl Meineide</line>
        <line lrx="4357" lry="2890" ulx="364" uly="2734">Landleute, die ſagen: vor Alters habe man mehr Anſtand geſchworen wird. Man könnte nun freilich ſagen: wer</line>
        <line lrx="4362" lry="2971" ulx="419" uly="2814">und Umſtand gemacht, zu ſchwören, jetzt komme der Eid ſolche auf dem Gewiſſen haben will, der ſoll ſie eben darauf</line>
        <line lrx="4368" lry="3056" ulx="420" uly="2900">jeden Augenblick vor. Es läßt ſich denken: je häufiger der behalten. Damit iſt aber die Sache nicht abgemacht. Ohne⸗</line>
        <line lrx="4358" lry="3147" ulx="423" uly="2987">Eid gebraucht wird, deſto häufiger wird er auch mißbraucht. dies trägt der, der das Verbrechen des Meineids begeht,</line>
        <line lrx="4363" lry="3224" ulx="420" uly="3077">Die häufige und leicht genommene Anwendung ſeiner oft daſſelbe leichter auf ſeinem Gewiſſen, als andere ehrliche</line>
        <line lrx="4361" lry="3327" ulx="395" uly="3164">ſehr unſicheren, obwohl bequemen Aushülfe ſetzt ſein An⸗ Leute meinen. Wenigſtens ſind die, die den Meineid aus</line>
        <line lrx="4379" lry="3403" ulx="426" uly="3244">ſehen bei dem gemeinen Mann, bei dem er immer noch die freien Stücken oder Gewiſſensangſt bekennen, ſelten. Allein</line>
        <line lrx="4365" lry="3493" ulx="387" uly="3336">meiſte Achtung genoß, herunter. Man hört auch die Klagen die Hauptſache oder Perſon, um die es ſich hier handelt,</line>
        <line lrx="4375" lry="3571" ulx="415" uly="3417">der Geiſtlichen an den Zuchthäuſern, und hat ſie von ſol⸗ find nicht die Schwörenden, ſondern die durch den Meineid</line>
        <line lrx="4369" lry="3662" ulx="435" uly="3510">chen am Ludwigsburger Zuchthaus vor Jahren ſchon ge⸗ Anderer Beeinträchtigten, um Gut und Ehre Gebrachten,</line>
        <line lrx="4372" lry="3748" ulx="426" uly="3600">druckt geleſen: daß Sträflinge wegen Meineids jetzt weit um die Ehre nicht immer, denn den Meineidigen und den</line>
        <line lrx="4374" lry="3832" ulx="432" uly="3688">häufiger ſeyen, als ſonſt. Bedenkt man, daß der Meineid rechtlichen Mann weiß das Publikum ſchon ungefähr her⸗</line>
        <line lrx="4370" lry="3923" ulx="662" uly="3776">. auuszufühlen, aber um ſein Gut iſt der Rechtliche häufig un⸗</line>
        <line lrx="4376" lry="4118" ulx="437" uly="3952">gerichtlicher Fall, bei welchem ein Käaufer durch den Eid Wahr und Unwahr, Recht und Unrecht anheimgeſtellt wird.</line>
        <line lrx="4372" lry="4196" ulx="437" uly="4036">des Verkäufers genöthigt wurde, einige (nicht ſieben ſondern Die Theologen ſagen nun freilich: das Uebel wird ſich</line>
        <line lrx="4377" lry="4314" ulx="438" uly="4122">ien Morgen Ackers Aneiee zu bezaͤhlen, als er erhalten ſchon wieder ausgleichen; laſſet nur den Meineidigen in die</line>
        <line lrx="4377" lry="4407" ulx="440" uly="4199">adet we ganze Gem emde und der Vgelvorſteher vie ſiit⸗ andere Welt kommen, da wird ihm ſchon wieder gemeſſen</line>
        <line lrx="4377" lry="4477" ulx="441" uly="4300">liche Ueberzeugung hatten und gerichtlich auszuſprechen ſich und vergolten werden mit dem Maaß, damit er gemeſſen</line>
        <line lrx="4379" lry="4545" ulx="441" uly="4392">bereit erklärten, daß der Käufer der Uebervortheilte und hat. Obgleich ſelbſt Theologe will ich dieſe Anſicht hier</line>
        <line lrx="4375" lry="4674" ulx="444" uly="4480">er Verkäufer in Nückſicht ſeines ſittlichen Praͤdika's, ob⸗ nicht beſtreiten. Es könnte angeführt werden, daß die Theo⸗</line>
        <line lrx="4377" lry="4747" ulx="447" uly="4548">Der ir öffen jaer Verhecen Ainfages i ernfabig ſier logen ſelbſt über die zukünftigen Strafen ſehr Verſchiedenes</line>
        <line lrx="4390" lry="4810" ulx="444" uly="4655">unten nennen wird), hatte als Grund eines ſolchen Uebels gelehrt haben. Manche, und nicht die ſchlechteſten, haben</line>
        <line lrx="4379" lry="4898" ulx="446" uly="4740">und Unrechts, das die Zulaſſung zum Eide je zuweilen an⸗ ſie, wenigſtens als ewige, verworfen, Manche feſtgehalten.</line>
        <line lrx="4382" lry="4997" ulx="415" uly="4829">zurichten im Stande ſey, und hier nach der Ueberzeugung Ohnedies, ſagten Biele, lehre die heilige Schrift ſolche Stra⸗</line>
        <line lrx="4383" lry="5183" ulx="432" uly="5003">dies in einem ziemlich ſtrengen Urtheil uͤber dieſe that, ſo Meſſias, alſo in mehr hiſtoriſch jüdiſchem Bezuge. Manche</line>
        <line lrx="4383" lry="5296" ulx="438" uly="5089">Borde die betreffende Aeußerung nicht zum Drucke zugelaſſen. chriſtliche Theologen haben dieſe Strafen mehr in die Zu⸗</line>
        <line lrx="4385" lry="5445" ulx="455" uly="5263">ſen doch nicht wiederholen; nimmt aber, um den Sinn und da a ennge Steaſen gewiß keine körperlichen ſind, ſie mehr</line>
        <line lrx="4389" lry="5521" ulx="457" uly="5351">Zweck ſeiner früheren Mittheilung wieder herzuſtellen, von in die innere Strafe des Gewiſſens verwandelt und die</line>
        <line lrx="4499" lry="5606" ulx="459" uly="5442">dem Falle Veranlaſſung zu gegenwaͤrtiger wohlgemeinter Ewigkeit nicht nach der Dimenſion der Zeit, eines vor und</line>
        <line lrx="4394" lry="5654" ulx="456" uly="5529">Belehrung des Publikums über den Eid. nach beſtimmt, ſondern in der Tiefe des menſchlichen Gei⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="3834" lry="5765" type="textblock" ulx="1034" uly="5621">
        <line lrx="3834" lry="5765" ulx="1034" uly="5621">Wegen des Chriſtfeſtes erſcheint am Donnerſtag kein Blatt.</line>
      </zone>
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        <line lrx="1342" lry="179" ulx="1338" uly="171">1</line>
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      <zone lrx="2227" lry="692" type="textblock" ulx="298" uly="488">
        <line lrx="2227" lry="618" ulx="301" uly="488">der Gelehrteſte zu ſeyn, und gebe in Bezug auf den gemei⸗</line>
        <line lrx="2224" lry="692" ulx="298" uly="579">nen Mann ſelbſt zu, daß er auf die Höhe des Standpunktes,</line>
      </zone>
      <zone lrx="2233" lry="776" type="textblock" ulx="297" uly="663">
        <line lrx="2233" lry="776" ulx="297" uly="663">ewige oder zukünftige Strafen nur als geiſtig innerliche mit</line>
      </zone>
      <zone lrx="2221" lry="1210" type="textblock" ulx="219" uly="755">
        <line lrx="2221" lry="861" ulx="290" uly="755">zartem Gewiſſen zu faſſen, nicht ſogleich zu ſtellen ſey. Es</line>
        <line lrx="2221" lry="953" ulx="290" uly="831">kann nicht von ihm gefordert werden, und wäre ſogleich ge⸗</line>
        <line lrx="2221" lry="1047" ulx="219" uly="924">fordert nicht gut. Was nun aber die Juriſten anbelangt,</line>
        <line lrx="2217" lry="1128" ulx="220" uly="1001">ſo bin ich anderer Meinung. Sie ſind keine Theologen:</line>
        <line lrx="2213" lry="1210" ulx="283" uly="1092">ſie ſollen die Leute nicht mit zukünftigen oder ewigen Stra⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2247" lry="1393" type="textblock" ulx="280" uly="1185">
        <line lrx="2237" lry="1297" ulx="280" uly="1185">fen bedrohen oder belegen, ſondern ihre Aufgabe iſt, hier</line>
        <line lrx="2247" lry="1393" ulx="283" uly="1274">Strafe zu verhängen; auch haben ſie den Beeinträchtigten</line>
      </zone>
      <zone lrx="2212" lry="1912" type="textblock" ulx="231" uly="1361">
        <line lrx="2212" lry="1478" ulx="277" uly="1361">nicht mit dem Lohne im Himmel zu beruhigen, ſondern ſie</line>
        <line lrx="2206" lry="1564" ulx="274" uly="1450">ſollen ihm zu ſeinen zeitlichen Gütern und Ehren verhelfen.</line>
        <line lrx="2207" lry="1657" ulx="274" uly="1535">Will dann der Gott der Theologen den Böſen noch. extra</line>
        <line lrx="2205" lry="1746" ulx="231" uly="1625">beſtrafen, den Guten noch über ſeinen innerlich ihn be⸗</line>
        <line lrx="2201" lry="1819" ulx="273" uly="1706">glückenden Gewiſſenszuſtand mit einem beſſeren Lohne be⸗</line>
        <line lrx="2203" lry="1912" ulx="240" uly="1799">denken, ſo mag er das. Zu dem aber, daß der Juriſt mit</line>
      </zone>
      <zone lrx="2222" lry="1990" type="textblock" ulx="269" uly="1884">
        <line lrx="2222" lry="1990" ulx="269" uly="1884">dem Eide nicht ganz auf ſeinem Standpunkt und bei ſeiner</line>
      </zone>
      <zone lrx="2196" lry="2078" type="textblock" ulx="258" uly="1972">
        <line lrx="2196" lry="2078" ulx="258" uly="1972">Pflicht bleibt, treten auch in Betreff des gemeinen Mannes</line>
      </zone>
      <zone lrx="2236" lry="2171" type="textblock" ulx="264" uly="2059">
        <line lrx="2236" lry="2171" ulx="264" uly="2059">und ſeines Gewiſſens, wie es einmal beſchaffen iſt, noch ei⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2196" lry="2429" type="textblock" ulx="260" uly="2142">
        <line lrx="2194" lry="2264" ulx="263" uly="2142">nige Bedenken ein. Der gemeine Mann hat das nämliche</line>
        <line lrx="2196" lry="2345" ulx="265" uly="2235">Gewiſſen, wie andere Leute; nur iſt es hier und da etwas</line>
        <line lrx="2195" lry="2429" ulx="260" uly="2321">gröber, wie der Mann ſelbſt und ſeine Lage, ſein Brod</line>
      </zone>
      <zone lrx="2207" lry="2518" type="textblock" ulx="259" uly="2412">
        <line lrx="2207" lry="2518" ulx="259" uly="2412">und Geſchäft, hie und da freilich auch etwas friſcher, geſün⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2192" lry="2777" type="textblock" ulx="256" uly="2500">
        <line lrx="2192" lry="2611" ulx="257" uly="2500">der und urſprünglicher als das Gewiſſen des feineren,</line>
        <line lrx="2191" lry="2703" ulx="256" uly="2591">ſcheinbar gebildeteren Menſchen. Wie dem aber auch ſey,</line>
        <line lrx="2190" lry="2777" ulx="263" uly="2679">immer wird der Eid ungefähr ſo ausfallen, wie das Ge⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2199" lry="2873" type="textblock" ulx="251" uly="2765">
        <line lrx="2199" lry="2873" ulx="251" uly="2765">wiſſen eines Menſchen beſchaffen iſt. Dem Eide des Unzu⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2185" lry="3391" type="textblock" ulx="231" uly="2851">
        <line lrx="2185" lry="2962" ulx="252" uly="2851">verläſſigen und Gewiſſenloſen wird immer offenbar weniger</line>
        <line lrx="2182" lry="3048" ulx="250" uly="2937">zu trauen ſeyn als dem Eide des Zuverläſſigen und Gewiſ⸗</line>
        <line lrx="2175" lry="3128" ulx="245" uly="3027">ſenhaften. Und wir ſehen ſchon hier, daß der Eid in Hin⸗</line>
        <line lrx="2181" lry="3225" ulx="245" uly="3108">ſicht auf innere Natur und Zuverläſſigkeit der gewöhnlichen</line>
        <line lrx="2173" lry="3300" ulx="243" uly="3190">Berufung auf Pflicht und Gewiſſen nicht ſo unähnlich iſt, und</line>
        <line lrx="2174" lry="3391" ulx="231" uly="3283">daß man Unrecht thut, dem Gewiſſenloſen, Unredlichen, Lügner</line>
      </zone>
      <zone lrx="2209" lry="3476" type="textblock" ulx="242" uly="3374">
        <line lrx="2209" lry="3476" ulx="242" uly="3374">u. ſ. f. nur ſo gleich einen Eid zuzuſchieben. Auf dieſe Conſtitu⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2175" lry="5657" type="textblock" ulx="136" uly="3457">
        <line lrx="2175" lry="3564" ulx="241" uly="3457">tion des inneren Menſchen nimmt aber das Geſetz wenig Rück⸗</line>
        <line lrx="2168" lry="3664" ulx="238" uly="3536">ſicht; ſo lang einer nicht Verbrecher ex confesso iſt, darf er</line>
        <line lrx="2164" lry="3742" ulx="239" uly="3630">ſchwören. Nun durch den Eid wird er vielleicht erſt zum Ver⸗</line>
        <line lrx="2165" lry="3828" ulx="221" uly="3717">brecher. Dazu kommt, daß der gemeine Mann ſo gut, als der</line>
        <line lrx="2165" lry="3915" ulx="238" uly="3800">Gebildete, von überſinnlichen Dingen eine gewiſſe Ahnung oder</line>
        <line lrx="2158" lry="3999" ulx="235" uly="3890">ahnend richtige Vorſtellung hat, und ſich zu ihnen, wenn</line>
        <line lrx="2157" lry="4085" ulx="198" uly="3975">auch in gröberer Weiſe, doch ungeſähr eben ſo verhält, wie</line>
        <line lrx="2158" lry="4174" ulx="180" uly="4051">Jener. Der menſchliche Geiſt iſt dialektiſcher Natur, wer das</line>
        <line lrx="2156" lry="4257" ulx="174" uly="4145">verſteht, d. h. er iſt ein Zweifler, was Jeder aus ſich weiß, und</line>
        <line lrx="2155" lry="4341" ulx="167" uly="4238">wer es nicht weiß, der hat entweder auf ſeinen Verſtand niemals</line>
        <line lrx="2152" lry="4430" ulx="229" uly="4325">aufmerkſam gehört, oder er leugnet nur, daß ſein Verſtand dies</line>
        <line lrx="2151" lry="4514" ulx="225" uly="4410">und das an höheren Dingen nicht, aber an der Form, in der</line>
        <line lrx="2146" lry="4606" ulx="223" uly="4496">ſie ſich eine frühere Zeit dachte, ſchon bezweifelt habe; dann</line>
        <line lrx="2146" lry="4697" ulx="220" uly="4584">iſt er kein Zweifler, aber nicht ganz wahr, oder vielmehr</line>
        <line lrx="2142" lry="4780" ulx="220" uly="4672">beides. Auch der gemeine Mann, der durch ſeine Verhält⸗</line>
        <line lrx="2131" lry="4876" ulx="153" uly="4760">niſſe, die ſeinem Leben eigenthümliche größere Unordnung</line>
        <line lrx="2148" lry="4953" ulx="218" uly="4847">am häufigſten zu ſchwören veranlaßt iſt, iſt ein Menſch, alſo</line>
        <line lrx="2142" lry="5041" ulx="141" uly="4924">ein Zweifler. Die zukünftigen Strafen, die ihm der Geiſtliche</line>
        <line lrx="2138" lry="5127" ulx="137" uly="5023">bei der Vorbereitung auf den Eid fur den Fall, daß er</line>
        <line lrx="2137" lry="5212" ulx="196" uly="5108">falſch ſchwöre, vorher verkündigt, glaubt er nicht immer</line>
        <line lrx="2136" lry="5306" ulx="213" uly="5200">gleich feſt. Wenigſtens ſtehen ſie vor ſeinem Auge nicht</line>
        <line lrx="2127" lry="5380" ulx="211" uly="5283">immer mit der Klarheit und Sicherheit, in der ein Gewinn</line>
        <line lrx="2130" lry="5479" ulx="174" uly="5375">oder Verluſt vor ihm ſteht, die ein vollzogener Meineid ihm</line>
        <line lrx="2126" lry="5567" ulx="136" uly="5441">zu⸗ oder abwenden kann. Die religiöſe Anſchauung iſt auch</line>
        <line lrx="2130" lry="5657" ulx="142" uly="5547">bei dem gemeinen Mann, zumal dem Proteſtanten, nicht</line>
      </zone>
      <zone lrx="4145" lry="5809" type="textblock" ulx="207" uly="5627">
        <line lrx="4145" lry="5809" ulx="207" uly="5627">mehr ſo ſtockhaft und ſolid, wie ehedem, und dieſe Zweifel Aber auch der dichteſte Glaube, ſelbſt der kraſſeſte Aber⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2307" lry="5809" type="textblock" ulx="2181" uly="5773">
        <line lrx="2307" lry="5809" ulx="2181" uly="5773">ð</line>
      </zone>
      <zone lrx="2266" lry="525" type="textblock" ulx="300" uly="298">
        <line lrx="2266" lry="440" ulx="303" uly="298">ſtes ſelbſt, und zwar hier in dieſem Leben ſchon das Ewige</line>
        <line lrx="2265" lry="525" ulx="300" uly="401">geſucht, dem ſey wie es wolle, ich verzichte darauf, hierin</line>
      </zone>
      <zone lrx="4253" lry="675" type="textblock" ulx="2325" uly="367">
        <line lrx="4244" lry="503" ulx="2325" uly="367">an einer ſinnlichen Realiſirung ewiger oder zukünftiger</line>
        <line lrx="4253" lry="582" ulx="2326" uly="455">Strafen, wie ſie die Religion bisher vorgehalten und das</line>
        <line lrx="4245" lry="675" ulx="2330" uly="543">Gewiſſen ſo lange auch unterſtützt hat, mögen allerdings</line>
      </zone>
      <zone lrx="4244" lry="857" type="textblock" ulx="2320" uly="629">
        <line lrx="4241" lry="753" ulx="2324" uly="629">bei dem, in dem ſich zu jenen Zweifeln eine überwiegende</line>
        <line lrx="4244" lry="857" ulx="2320" uly="714">Neigung zum Böſen geſellt, eine nicht ſeltene Veranlaſſung</line>
      </zone>
      <zone lrx="4243" lry="925" type="textblock" ulx="2316" uly="809">
        <line lrx="4243" lry="925" ulx="2316" uly="809">zum Meineid werden. Nun kann man ſagen: dieſem Ver⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4242" lry="1103" type="textblock" ulx="2279" uly="889">
        <line lrx="4242" lry="1011" ulx="2279" uly="889">brechen und ſchon Zweifel iſt nur vorzubeugen durch eine</line>
        <line lrx="4235" lry="1103" ulx="2289" uly="977">gründliche Belehrung in Sachen der Religion überhaupt</line>
      </zone>
      <zone lrx="4232" lry="1182" type="textblock" ulx="2306" uly="1064">
        <line lrx="4232" lry="1182" ulx="2306" uly="1064">und durch eine tüchtige Vorbereitung auf den Eid. Was</line>
      </zone>
      <zone lrx="4289" lry="1365" type="textblock" ulx="2287" uly="1150">
        <line lrx="4289" lry="1278" ulx="2311" uly="1150">letztere betrifft, ſo iſt ihr Erfolg nie hoch anzuſchlagen. Hat</line>
        <line lrx="4263" lry="1365" ulx="2287" uly="1239">der Geiſtliche einen verdächtigen, im Böſen ſeit Jahrzehnten</line>
      </zone>
      <zone lrx="4231" lry="1533" type="textblock" ulx="2298" uly="1324">
        <line lrx="4231" lry="1445" ulx="2305" uly="1324">ſicheren Menſchen vor ſich, ſo wird ſein Muth und ſein</line>
        <line lrx="4218" lry="1533" ulx="2298" uly="1416">Glaube an die Eidesvorbereitung ſchon von vorne herein</line>
      </zone>
      <zone lrx="4230" lry="1717" type="textblock" ulx="2266" uly="1502">
        <line lrx="4230" lry="1614" ulx="2274" uly="1502">bei einem ſolchen Menſchen ſchwach ſeyn, einem ſoliden und</line>
        <line lrx="4226" lry="1717" ulx="2266" uly="1590">zuverläſſigen Manne aber wird er bei dieſer Verhandlung</line>
      </zone>
      <zone lrx="4222" lry="1804" type="textblock" ulx="2299" uly="1677">
        <line lrx="4222" lry="1804" ulx="2299" uly="1677">weniger zuzuſprechen für nöthig und für ſchicklich achten.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4246" lry="1966" type="textblock" ulx="2287" uly="1762">
        <line lrx="4241" lry="1885" ulx="2299" uly="1762">Wir ſind alſo auch hier auf das Vertrauen zurückgewieſen,</line>
        <line lrx="4246" lry="1966" ulx="2287" uly="1845">das der Redliche ohnedies, der Unredliche niemals verdient,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4229" lry="2229" type="textblock" ulx="2294" uly="1936">
        <line lrx="4217" lry="2056" ulx="2296" uly="1936">ſie mögen ſchwören oder nicht. In Betreff eines gründli⸗</line>
        <line lrx="4229" lry="2141" ulx="2298" uly="2021">chen Religionsunterrichtes aber fragt es ſich, ob er nicht</line>
        <line lrx="4214" lry="2229" ulx="2294" uly="2110">in dem Grade, in dem er das Gewiſſen ſchärfe und veredle,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4213" lry="2306" type="textblock" ulx="2293" uly="2196">
        <line lrx="4213" lry="2306" ulx="2293" uly="2196">den Glauben an eine ſinnliche Beſtrafung des Böſen und</line>
      </zone>
      <zone lrx="4204" lry="2401" type="textblock" ulx="2288" uly="2287">
        <line lrx="4204" lry="2401" ulx="2288" uly="2287">ſomit auch des Meineids in einer anderen Welt ſchwäche,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4212" lry="2566" type="textblock" ulx="2268" uly="2373">
        <line lrx="4212" lry="2489" ulx="2268" uly="2373">und ſomit jene Zweifel nur noch mehre. Denn je beſſer</line>
        <line lrx="4202" lry="2566" ulx="2268" uly="2457">der Menſch iſt, je mehr er zunimmt in Reinheit des Wil⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4211" lry="2655" type="textblock" ulx="2293" uly="2545">
        <line lrx="4211" lry="2655" ulx="2293" uly="2545">lens und der Geſinnung, deſto mehr nehmen äußere und</line>
      </zone>
      <zone lrx="4203" lry="2744" type="textblock" ulx="2263" uly="2632">
        <line lrx="4203" lry="2744" ulx="2263" uly="2632">zukünftige Strafen an Werth und Bedeutung für ihn ab.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4214" lry="3177" type="textblock" ulx="2274" uly="2719">
        <line lrx="4206" lry="2831" ulx="2275" uly="2719">Sein Gewiſſen wird ihm jetzt das Wichtigſte, Lohn und</line>
        <line lrx="4203" lry="2921" ulx="2284" uly="2806">Strafe ſucht er hier, und weiterer Lohn und Strafe gibt es</line>
        <line lrx="4214" lry="3004" ulx="2279" uly="2892">nicht mehr für ihn. Hat er nun einmal zu ſchwören, ſo</line>
        <line lrx="4205" lry="3085" ulx="2277" uly="2980">wird er aller dings die Wahrheit reden, die hätte er aber</line>
        <line lrx="4202" lry="3177" ulx="2274" uly="3068">ohnedies geſagt, da ſie ihm über Alles theuer iſt. Der</line>
      </zone>
      <zone lrx="4193" lry="3267" type="textblock" ulx="2241" uly="3150">
        <line lrx="4193" lry="3267" ulx="2241" uly="3150">Schlimme aber wird unter allen Umſtänden, von Zweifeln</line>
      </zone>
      <zone lrx="4195" lry="3345" type="textblock" ulx="2271" uly="3241">
        <line lrx="4195" lry="3345" ulx="2271" uly="3241">da die unſinnliche Natur religiöſer Dinge auch in das Be⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4189" lry="3436" type="textblock" ulx="2255" uly="3327">
        <line lrx="4189" lry="3436" ulx="2255" uly="3327">wußtſein des Unwiſſendſten und Roheſten hereinſchimmert,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4190" lry="3699" type="textblock" ulx="2253" uly="3417">
        <line lrx="4187" lry="3511" ulx="2268" uly="3417">ohnedies nicht frei, darnach ſchwören, ob das Gute oder</line>
        <line lrx="4190" lry="3607" ulx="2266" uly="3501">das Böſe in ihm die überwiegende Neigung iſt, denn ihn</line>
        <line lrx="4187" lry="3699" ulx="2253" uly="3589">hat der Unterricht ja doch nicht zu beſſern vermocht, (ich glaube</line>
      </zone>
      <zone lrx="4181" lry="3777" type="textblock" ulx="2227" uly="3676">
        <line lrx="4181" lry="3777" ulx="2227" uly="3676">indeß an die unbedingt beſſernde Kraft eines guten Un⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4183" lry="4130" type="textblock" ulx="2255" uly="3764">
        <line lrx="4183" lry="3871" ulx="2259" uly="3764">terrichts bei der Jugend, und daß das ſo ſey, das bezeugt</line>
        <line lrx="4180" lry="3949" ulx="2259" uly="3850">die jetzt zunehmende Zahl der Meineidigen. Hie und da</line>
        <line lrx="4178" lry="4037" ulx="2259" uly="3934">mag noch Einer aus religiöſer Furcht einen wahren Eid</line>
        <line lrx="4176" lry="4130" ulx="2255" uly="4023">zu ſchwören getrieben werden, aber auch bei ihm fragt es</line>
      </zone>
      <zone lrx="4177" lry="4216" type="textblock" ulx="2238" uly="4110">
        <line lrx="4177" lry="4216" ulx="2238" uly="4110">ſich, ob dieſe Furcht nicht in letzter Beziehung Ehrfurcht</line>
      </zone>
      <zone lrx="4188" lry="4743" type="textblock" ulx="2242" uly="4200">
        <line lrx="4176" lry="4309" ulx="2256" uly="4200">vor dem Guten iſt, und ob ſich derſelbe nicht eben ſo ge⸗</line>
        <line lrx="4176" lry="4389" ulx="2251" uly="4286">ſcheut hätte, eine erkannt und ausgeſprochen ſchlechte Hand⸗</line>
        <line lrx="4175" lry="4483" ulx="2249" uly="4371">lung auch ohne Eid auf ſein Gewiſſen zu nehmen. Dagegen</line>
        <line lrx="4188" lry="4567" ulx="2246" uly="4447">dem Schlechten der Eid immer ein willkommenes Mittel ſeyn</line>
        <line lrx="4172" lry="4668" ulx="2245" uly="4546">wird, wo ihm kein anderes mehr bleibt, ſeine ſchlechten Zwecke</line>
        <line lrx="4167" lry="4743" ulx="2242" uly="4634">durchzuführen, die doch die allem Recht und Gericht entgegen⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4205" lry="4821" type="textblock" ulx="2243" uly="4725">
        <line lrx="4205" lry="4821" ulx="2243" uly="4725">geſetzten ſind. Denn jeder ſchwört ſo hoch und tief, als er</line>
      </zone>
      <zone lrx="4170" lry="5263" type="textblock" ulx="2236" uly="4807">
        <line lrx="4164" lry="4913" ulx="2239" uly="4807">ſelber iſt, und noch keiner hat über ſich hinaus geſchworen.</line>
        <line lrx="4165" lry="4999" ulx="2242" uly="4893">Sey ſein Gott und ſeine Vorſtellung von ihm, wer ſie</line>
        <line lrx="4170" lry="5086" ulx="2249" uly="4982">wollen, ſie gleichen ihm immer nur ſelbſt; wie er ſchwört,</line>
        <line lrx="4159" lry="5171" ulx="2236" uly="5067">ſo wird er handeln, und wie er handelt, ſchwören. Denn er</line>
        <line lrx="4117" lry="5263" ulx="2236" uly="5151">ſchwört bei keinem anderen Gott, als der ſein eigener iſt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4219" lry="5442" type="textblock" ulx="2197" uly="5243">
        <line lrx="4209" lry="5347" ulx="2374" uly="5243">Zugegeben kann endlich noch werden, daß nicht an Al⸗</line>
        <line lrx="4219" lry="5442" ulx="2197" uly="5325">len, ſelbſt nicht an Vielen die dialektiſche Seite des Geiſtes,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4160" lry="5699" type="textblock" ulx="2225" uly="5415">
        <line lrx="4160" lry="5537" ulx="2233" uly="5415">oder die Vernunft, ſo weit ausgebildet iſt, daß ihnen der</line>
        <line lrx="4148" lry="5610" ulx="2226" uly="5501">Blick in die rein überſinnliche und zeitloſe Beſchaffenheit</line>
        <line lrx="4149" lry="5699" ulx="2225" uly="5589">religiöſer Objekte und Wahrheiten immer ganz leicht wäre.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4509" lry="3446" type="textblock" ulx="4462" uly="3368">
        <line lrx="4509" lry="3446" ulx="4462" uly="3368">4</line>
      </zone>
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        <line lrx="4480" lry="5164" ulx="4421" uly="5093">A</line>
      </zone>
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      <zone lrx="87" lry="5432" type="textblock" ulx="0" uly="4380">
        <line lrx="65" lry="4445" ulx="0" uly="4380">and⸗</line>
        <line lrx="69" lry="4552" ulx="0" uly="4483">egen</line>
        <line lrx="72" lry="4629" ulx="14" uly="4568">ſeyn</line>
        <line lrx="75" lry="4712" ulx="0" uly="4646">wecke</line>
        <line lrx="75" lry="4816" ulx="4" uly="4753">egen⸗</line>
        <line lrx="76" lry="4894" ulx="0" uly="4834">1 er</line>
        <line lrx="69" lry="4984" ulx="0" uly="4928">oren.</line>
        <line lrx="66" lry="5072" ulx="1" uly="4999"> ſ</line>
        <line lrx="63" lry="5163" ulx="0" uly="5086">bott,</line>
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      </zone>
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      </zone>
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        <line lrx="154" lry="5887" ulx="1" uly="5810">Hu</line>
      </zone>
      <zone lrx="2313" lry="589" type="textblock" ulx="363" uly="391">
        <line lrx="2313" lry="519" ulx="363" uly="391">glaube, bewahren, wo Haß, Rache, Gewinnſucht u. dergl.</line>
        <line lrx="2302" lry="589" ulx="372" uly="506">mit im Spiele ſind, nicht vor dem Meineide, wie ja be⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2343" lry="681" type="textblock" ulx="371" uly="588">
        <line lrx="2343" lry="681" ulx="371" uly="588">kanntlich jetzt noch Manche eines gehofften Gewinnes wegen</line>
      </zone>
      <zone lrx="2316" lry="1462" type="textblock" ulx="370" uly="679">
        <line lrx="2300" lry="775" ulx="370" uly="679">ſogar in einen Bund mit dem Teufel zu treten ſuchen, in⸗</line>
        <line lrx="2306" lry="854" ulx="376" uly="768">dem ſie ihn beſchwören, da ſie ihn doch ihrer Anſicht und</line>
        <line lrx="2309" lry="943" ulx="385" uly="853">Standpunkt zu Folge zu fürchten und zu meiden hätten.</line>
        <line lrx="2309" lry="1029" ulx="386" uly="938">Iſt aber die poſitive Provokation des Teufels bei unſerem</line>
        <line lrx="2310" lry="1110" ulx="373" uly="1029">Volke nichts Unerhörtes, ſo iſt die Anrufung Gottes als</line>
        <line lrx="2309" lry="1207" ulx="382" uly="1117">Zeugen der Wahrheit, wo dieſe nicht zu treffen iſt, etwas,</line>
        <line lrx="2316" lry="1286" ulx="382" uly="1205">das bei verfinſterten Menſchen noch viel häufiger vorkom⸗</line>
        <line lrx="2316" lry="1377" ulx="385" uly="1287">men muß, und nur in geringerem Grade bei ihrem Schwö⸗</line>
        <line lrx="2167" lry="1462" ulx="388" uly="1370">ren und Fluchen alle Tage unzählige Male vorkommt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2375" lry="1727" type="textblock" ulx="388" uly="1462">
        <line lrx="2335" lry="1547" ulx="526" uly="1462">Wir ſehen, auf welch unſicherem Boden wir mit dem</line>
        <line lrx="2374" lry="1642" ulx="390" uly="1552">Eide ſtehen, nicht bloß in Betracht der Anſicht, die die⸗</line>
        <line lrx="2375" lry="1727" ulx="388" uly="1639">ſer oder Jener von demſelben haben mag, ſondern in Be⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2315" lry="1901" type="textblock" ulx="390" uly="1719">
        <line lrx="2314" lry="1822" ulx="390" uly="1719">tracht der inneren Natur des Eides und der Leute, die ihn</line>
        <line lrx="2315" lry="1901" ulx="390" uly="1811">ſchwören, ſelbſt. Nimmt man nun hinzu, daß ſo Viele</line>
      </zone>
      <zone lrx="2374" lry="2080" type="textblock" ulx="385" uly="1900">
        <line lrx="2338" lry="1985" ulx="388" uly="1900">nicht wiſſen, was ſie ſchwören, daß ſie ſich bald ihrer Aus⸗</line>
        <line lrx="2374" lry="2080" ulx="385" uly="1988">ſagen nicht mehr recht erinnern, bald dieſe und ihre Verſpre⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2318" lry="2246" type="textblock" ulx="388" uly="2071">
        <line lrx="2318" lry="2164" ulx="393" uly="2071">chungen, wie beim gemeinen Manne häufig, ſo unklar und</line>
        <line lrx="2317" lry="2246" ulx="388" uly="2157">unſicher waren, und die Frage im Verlauf des Streits ſo</line>
      </zone>
      <zone lrx="2376" lry="2332" type="textblock" ulx="388" uly="2243">
        <line lrx="2376" lry="2332" ulx="388" uly="2243">tauſendfach modifizirt und bedingt wird, daß der gemeine</line>
      </zone>
      <zone lrx="2321" lry="2767" type="textblock" ulx="390" uly="2333">
        <line lrx="2319" lry="2415" ulx="393" uly="2333">Mann, wie er iſt, allen dieſen Diſtinktionen nicht mehr</line>
        <line lrx="2317" lry="2503" ulx="391" uly="2417">nachkommen kann, und für ihn nur zu behaupten übrig</line>
        <line lrx="2317" lry="2592" ulx="391" uly="2508">bleibt: ich habe Recht oder Unrecht, ſo wird die Unzuver⸗</line>
        <line lrx="2321" lry="2687" ulx="390" uly="2596">läſſigkeit, die mit dem Eid an ſich ſchon verbunden iſt, nur</line>
        <line lrx="2321" lry="2767" ulx="392" uly="2669">noch erhöht, und die Gefahr, durch den Eid mehr Schaden</line>
      </zone>
      <zone lrx="2321" lry="2946" type="textblock" ulx="362" uly="2767">
        <line lrx="2321" lry="2856" ulx="370" uly="2767">und Unrecht zu ſtiften, als Nutzen und Recht, um ſo viel</line>
        <line lrx="2320" lry="2946" ulx="362" uly="2855">größer, und unter allen Umſtänden muß eine Anzahl ſittlich</line>
      </zone>
      <zone lrx="2324" lry="3031" type="textblock" ulx="392" uly="2944">
        <line lrx="2324" lry="3031" ulx="392" uly="2944">tüchtiger Leute und ihre Erwägung aus äußeren Zeugniſſen</line>
      </zone>
      <zone lrx="2395" lry="3117" type="textblock" ulx="394" uly="3030">
        <line lrx="2395" lry="3117" ulx="394" uly="3030">und innerer Ueberzeugung, möge man nun einen ſolchen</line>
      </zone>
      <zone lrx="2328" lry="3375" type="textblock" ulx="391" uly="3117">
        <line lrx="2325" lry="3202" ulx="396" uly="3117">Verband ein Schwurgericht heißen, oder wie man will, als</line>
        <line lrx="2328" lry="3287" ulx="394" uly="3206">ein ſichereres Mittel zur Ergründung der Wahrheit und des</line>
        <line lrx="2326" lry="3375" ulx="391" uly="3291">Rechtes erſcheinen, als jeder Eid, den man unter unklaren</line>
      </zone>
      <zone lrx="2325" lry="3461" type="textblock" ulx="321" uly="3367">
        <line lrx="2325" lry="3461" ulx="321" uly="3367">Verhältniſſen, die einmal im Leben nicht ausbleiben können,</line>
      </zone>
      <zone lrx="2332" lry="3634" type="textblock" ulx="396" uly="3463">
        <line lrx="2327" lry="3552" ulx="396" uly="3463">an gut oder ſchlecht prädizirte Leute überläßt. Möchte das</line>
        <line lrx="2332" lry="3634" ulx="398" uly="3551">unſere Zeit wohl bedenken, da ſie verſteht, was hier geſagt</line>
      </zone>
      <zone lrx="2361" lry="3811" type="textblock" ulx="336" uly="3639">
        <line lrx="2330" lry="3722" ulx="336" uly="3639">iſt. Ich aber habe meine Landsleute über das Weſen des</line>
        <line lrx="2361" lry="3811" ulx="388" uly="3719">Eides belehrt, welcher Belehrung Viele nicht bedürfen; die</line>
      </zone>
      <zone lrx="2330" lry="4075" type="textblock" ulx="395" uly="3807">
        <line lrx="2325" lry="3897" ulx="395" uly="3807">Anderen mögen mich mit der Ueberzeugung entſchuldigen,</line>
        <line lrx="2330" lry="3984" ulx="398" uly="3899">daß es ja Aufgabe des Pfarrers iſt, nach beſten Kräften</line>
        <line lrx="2191" lry="4075" ulx="399" uly="3989">über den Eid zu belehren. Pfarrer Rapp.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2346" lry="4868" type="textblock" ulx="406" uly="4140">
        <line lrx="1627" lry="4231" ulx="1108" uly="4140">Wegweiſer.</line>
        <line lrx="2100" lry="4345" ulx="685" uly="4242">Die Denunziation und die Wahrheit.</line>
        <line lrx="2332" lry="4431" ulx="542" uly="4344">Die Rede, die ich zum Antritte des Ordinariats gehal⸗</line>
        <line lrx="2346" lry="4518" ulx="406" uly="4430">ten, iſt zuerſt in einem Artikel des Schwäb. Merkurs ſchief</line>
        <line lrx="2340" lry="4601" ulx="410" uly="4519">dargeſtellt worden. Ich habe darauf in demſelben Blatte</line>
        <line lrx="2337" lry="4691" ulx="414" uly="4601">geantwortet. Aber wenn in jenem Berichte eine Verwor⸗</line>
        <line lrx="2342" lry="4781" ulx="409" uly="4690">renheit herrſchte, von welcher man glauben kann, daß ſie</line>
        <line lrx="2343" lry="4868" ulx="411" uly="4777">ſich der einzelnen Schiefheiten und Mißdeutungen, die ſie</line>
      </zone>
      <zone lrx="2368" lry="4944" type="textblock" ulx="413" uly="4870">
        <line lrx="2368" lry="4944" ulx="413" uly="4870">ſich erlaubte, nicht mit übelwollender Abſicht bewußt war,</line>
      </zone>
      <zone lrx="2345" lry="5558" type="textblock" ulx="408" uly="4956">
        <line lrx="2344" lry="5039" ulx="413" uly="4956">ſo hat nun in einem Artikel der A. Allg. Zeit. v. 18. Dezbr. der</line>
        <line lrx="2344" lry="5127" ulx="411" uly="5042">Fanatismus den Gegenſtand ergriffen, mir mit frecher Lüge</line>
        <line lrx="2342" lry="5215" ulx="408" uly="5132">Aeußerungen über die Religion angedichtet, die ich nicht ge⸗</line>
        <line lrx="2343" lry="5301" ulx="414" uly="5218">than habe, und im ächten Geiſte der Denunziation Kräfte</line>
        <line lrx="2343" lry="5397" ulx="416" uly="5309">gegen mich herauszufordern geſucht, welche nur da in Be⸗</line>
        <line lrx="2345" lry="5475" ulx="416" uly="5394">wegung geſetzt werden, wo Bürgerpflicht und öffentliche</line>
        <line lrx="2345" lry="5558" ulx="416" uly="5479">Ordnung verletzt wird. Blöde Fabeln über Verkehrtheiten,</line>
      </zone>
      <zone lrx="2347" lry="5737" type="textblock" ulx="352" uly="5566">
        <line lrx="2344" lry="5653" ulx="352" uly="5566">die ich geſagt haben ſoll, gehen von Mund zu Mund. Im</line>
        <line lrx="2347" lry="5737" ulx="401" uly="5657">Beobachter hat eine ungeſchickte Hand Auftritte erzählen zu</line>
      </zone>
      <zone lrx="4391" lry="5827" type="textblock" ulx="413" uly="5721">
        <line lrx="4391" lry="5827" ulx="413" uly="5721">müſſen geglaubt, welche die irre Zunge des Gerüchtes bald Honig von Möttlingen eintragen. Deſto fleißiger werden</line>
      </zone>
      <zone lrx="2700" lry="298" type="textblock" ulx="2005" uly="159">
        <line lrx="2700" lry="298" ulx="2005" uly="159">— 1067 —</line>
      </zone>
      <zone lrx="2380" lry="2729" type="textblock" ulx="2373" uly="2698">
        <line lrx="2380" lry="2729" ulx="2373" uly="2698">—</line>
      </zone>
      <zone lrx="4508" lry="840" type="textblock" ulx="2366" uly="684">
        <line lrx="4430" lry="762" ulx="2366" uly="684">ſchreiben.</line>
        <line lrx="4508" lry="840" ulx="2543" uly="754">Ich erkläre, daß ich ruhig abwarten werde, bis dieſe</line>
      </zone>
      <zone lrx="4413" lry="668" type="textblock" ulx="2401" uly="388">
        <line lrx="4413" lry="504" ulx="2401" uly="388">in einen Zuſammenhang von Urſache und Wirkung ſtellen</line>
        <line lrx="4404" lry="595" ulx="2402" uly="496">wird, in den ſie nicht gehören, die Bosheit wird den IJrr⸗.</line>
        <line lrx="4405" lry="668" ulx="2402" uly="587">thum benützen und dieſe Auftritte auf meine Rechnung</line>
      </zone>
      <zone lrx="4346" lry="935" type="textblock" ulx="2404" uly="849">
        <line lrx="4346" lry="935" ulx="2404" uly="849">Literatur der Mißdeutung, der Lüge und der Taktlo⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4387" lry="1019" type="textblock" ulx="2374" uly="933">
        <line lrx="4387" lry="1019" ulx="2374" uly="933">ſigkeit, die ſich vorausſichtlich noch vermehrt, zu einer</line>
      </zone>
      <zone lrx="4426" lry="1364" type="textblock" ulx="2409" uly="1023">
        <line lrx="4344" lry="1106" ulx="2409" uly="1023">Maſſe angeſchwollen ſeyn wird, welche mir das ermü⸗</line>
        <line lrx="4347" lry="1192" ulx="2411" uly="1110">dende Geſchäft erſpart, die Erdichtungen im Einzelnen</line>
        <line lrx="4426" lry="1285" ulx="2410" uly="1185">zu widerlegen, und es mir möglich macht, das Ge⸗</line>
        <line lrx="4349" lry="1364" ulx="2409" uly="1286">webe der Unwahrheit im Ganzen zu entlarven. Dann</line>
      </zone>
      <zone lrx="4348" lry="1464" type="textblock" ulx="2385" uly="1357">
        <line lrx="4348" lry="1464" ulx="2385" uly="1357">werde ich hervortreten und zeigen, daß ich eine Rede gehalten</line>
      </zone>
      <zone lrx="4392" lry="2760" type="textblock" ulx="2407" uly="1457">
        <line lrx="4350" lry="1542" ulx="2410" uly="1457">habe, deren kurzer Sinn war: daß Freund und Feind</line>
        <line lrx="4350" lry="1624" ulx="2412" uly="1545">wiſſen ſollen, wie ſie mit mir daran ſind, und</line>
        <line lrx="4352" lry="1714" ulx="2407" uly="1631">daß ich niemals intriguiren werde;; ich werde</line>
        <line lrx="4390" lry="1807" ulx="2411" uly="1715">zeigen, daß nicht ich, auch nicht mit einem Worte, der</line>
        <line lrx="4359" lry="1892" ulx="2414" uly="1804">Pflicht der Beſonnenheit entgegengehandelt habe, mit wel⸗</line>
        <line lrx="4358" lry="1974" ulx="2415" uly="1884">cher der Diener eines wohlgeordneten Ganzen für den Fort⸗</line>
        <line lrx="4363" lry="2066" ulx="2413" uly="1975">ſchritt wirken ſoll, wohl aber, daß meine Widerſacher mit</line>
        <line lrx="4356" lry="2150" ulx="2413" uly="2069">finſterer Böswilligkeit die Gewiſſen verſtören, den Grund⸗</line>
        <line lrx="4361" lry="2240" ulx="2414" uly="2140">pfeiler aller öffentlichen Ordnung, die Wahrheit, entheili⸗</line>
        <line lrx="4382" lry="2328" ulx="2416" uly="2239">gen und den Staat um die Kräfte betrügen möchten, die</line>
        <line lrx="4355" lry="2416" ulx="2416" uly="2330">ihm ehrlich und redlich dienen. Inzwiſchen mögen ſie ſich</line>
        <line lrx="4353" lry="2498" ulx="2415" uly="2415">des Sprichworts erfreuen: Calumniare audacter; semper</line>
        <line lrx="3764" lry="2587" ulx="2415" uly="2520">aliquid haeret. ́”MMVvd</line>
        <line lrx="3533" lry="2685" ulx="2556" uly="2602">Tübingen, den 22. Dec. 1844.</line>
        <line lrx="4392" lry="2760" ulx="3796" uly="2680">Fr. Viſcher.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4422" lry="3716" type="textblock" ulx="2420" uly="2817">
        <line lrx="3643" lry="2907" ulx="3126" uly="2817">Feierabend.</line>
        <line lrx="3911" lry="3014" ulx="3089" uly="2924">Missionsdrang.</line>
        <line lrx="4353" lry="3108" ulx="2561" uly="3020">Der alte Paulus von Heidelberg erzählt in ſeinem</line>
        <line lrx="4351" lry="3197" ulx="2420" uly="3103">Sophronizon aus dem römiſchen Brevier folgendes: Ein</line>
        <line lrx="4348" lry="3285" ulx="2421" uly="3191">gewiſſer Heiliger Philippus Neri, heftig angegriffen von der</line>
        <line lrx="4348" lry="3376" ulx="2422" uly="3277">Liebe zu Gott, kränkelte beſtändig, und ſein Herz wal⸗</line>
        <line lrx="4359" lry="3455" ulx="2424" uly="3364">lete von ſolcher Hize, daß es in ſeinem Gehäuſe nicht blei⸗</line>
        <line lrx="4422" lry="3536" ulx="2424" uly="3444">ben konnte. Daher hat ihm der Herr zwei Rippen zerbro⸗</line>
        <line lrx="4369" lry="3627" ulx="2428" uly="3536">chen und auf dieſe Weiſe wunderbarlich ſeine Bruſt erwei⸗</line>
        <line lrx="4366" lry="3716" ulx="2427" uly="3624">tert. Dieſe ſeltſame Geſchichte iſt mir kürzlich wieder ein⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4363" lry="3979" type="textblock" ulx="2392" uly="3713">
        <line lrx="4357" lry="3812" ulx="2420" uly="3713">gefallen, als ich im evang. Kirchenblatt Nr. 34 d. J. den</line>
        <line lrx="4363" lry="3889" ulx="2415" uly="3797">Artikel von einem gewiſſen Vikar Schnaufer in Wild⸗</line>
        <line lrx="4362" lry="3979" ulx="2392" uly="3887">berg las: „Eine Stimme gegen unchriſtliche</line>
      </zone>
      <zone lrx="4391" lry="4064" type="textblock" ulx="2431" uly="3969">
        <line lrx="4391" lry="4064" ulx="2431" uly="3969">Angriffe auf ein kirchliches Wirken, nebſt</line>
      </zone>
      <zone lrx="4387" lry="4152" type="textblock" ulx="2402" uly="4060">
        <line lrx="4387" lry="4152" ulx="2402" uly="4060">einigen Winken zu Hebung des Miſſionsſin⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4376" lry="4850" type="textblock" ulx="2431" uly="4150">
        <line lrx="4360" lry="4237" ulx="2431" uly="4150">nes.“ Man erlaube mir, für diejenigen Leſer des Beobach⸗</line>
        <line lrx="4376" lry="4319" ulx="2431" uly="4240">ters, welche das Kirchenblatt nicht bei der Hand haben, eine</line>
        <line lrx="4361" lry="4419" ulx="2433" uly="4328">kurze Ueberſicht über den fraglichen Aufſatz voranzu⸗</line>
        <line lrx="3670" lry="4503" ulx="2431" uly="4431">ſchicken:</line>
        <line lrx="4367" lry="4583" ulx="2569" uly="4494">Allenthalben entſtehen in unſerer Zeit Vereine. Da aber</line>
        <line lrx="4362" lry="4670" ulx="2431" uly="4583">viele derſelben mit faſt unbändiger Wuth materielle Intereſſen</line>
        <line lrx="4363" lry="4764" ulx="2435" uly="4669">verfolgen, ſo müſſen die Nachfolger Jeſu Chriſti mit heiligem</line>
        <line lrx="4360" lry="4850" ulx="2439" uly="4755">Eiſer auf das Eine Nothwendige hinweiſen. Hier fehlt es aber</line>
      </zone>
      <zone lrx="4368" lry="4935" type="textblock" ulx="2428" uly="4843">
        <line lrx="4368" lry="4935" ulx="2428" uly="4843">noch an der gehörigen Uebereinſtimmung. Das geht aus der</line>
      </zone>
      <zone lrx="4379" lry="5728" type="textblock" ulx="2437" uly="4930">
        <line lrx="4375" lry="5023" ulx="2437" uly="4930">Mißbilligung hervor, welche neueſtens ein vom heiligen Geiſt be⸗</line>
        <line lrx="4376" lry="5105" ulx="2438" uly="5017">ſeelter Diener unſerer Kirche, Pfarrer Blumhardt in Mött⸗</line>
        <line lrx="4372" lry="5200" ulx="2439" uly="5107">lingen, durch das Volksblatt, den Beobachter hat</line>
        <line lrx="4374" lry="5283" ulx="2441" uly="5190">erfahren müſſen. Nur ſolche Geiſtliche, welche befürchten,</line>
        <line lrx="4374" lry="5370" ulx="2441" uly="5278">daß ihre Beichtkinder merken, wie kalt ihre Moral und Ver⸗</line>
        <line lrx="4379" lry="5459" ulx="2440" uly="5371">ſtandespredigten ſeyen, wie ſie ihre kirchlichen Funktionen</line>
        <line lrx="4375" lry="5546" ulx="2441" uly="5458">nur handwerksmäßig betreiben, ärgern ſich über das Weg⸗</line>
        <line lrx="4376" lry="5643" ulx="2443" uly="5548">laufen ihrer Leute nach Möttlingen; gewiſſenhafte Seelſor⸗</line>
        <line lrx="4377" lry="5728" ulx="2444" uly="5629">ger hingegen freuen ſich darüber, wenn ihre Pfarrkinder</line>
      </zone>
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      <zone lrx="2221" lry="500" type="textblock" ulx="297" uly="421">
        <line lrx="2221" lry="500" ulx="297" uly="421">ſie nachher ihre eigene Kirche beſuchen, indem die Zuhörer</line>
      </zone>
      <zone lrx="2286" lry="677" type="textblock" ulx="290" uly="500">
        <line lrx="2237" lry="603" ulx="294" uly="500">leicht unterſcheiden können, ob das dargebotene Waſſer aus</line>
        <line lrx="2286" lry="677" ulx="290" uly="596">dem Brunnen des Lebens geſchöpft ſey, oder aus der ſtin⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2216" lry="937" type="textblock" ulx="288" uly="686">
        <line lrx="2216" lry="771" ulx="289" uly="686">kenden Pfütze verdorbener Schulweisheit. Unter den Geiſt⸗</line>
        <line lrx="2215" lry="851" ulx="288" uly="772">lichen ſollte daher ein chriſtlicher Bruderbund auf Leben und</line>
        <line lrx="2215" lry="937" ulx="291" uly="856">Tod gegen die feindlichen Angriffe auf unſern allerheiligſten</line>
      </zone>
      <zone lrx="2248" lry="1112" type="textblock" ulx="243" uly="948">
        <line lrx="2242" lry="1026" ulx="243" uly="948">Glauben geſchloſſen werden. Dieſen Bund vermißt man im⸗</line>
        <line lrx="2248" lry="1112" ulx="292" uly="1035">mer noch in Hinſicht ihrer amtlichen Wirkſamkeit, und wenn</line>
      </zone>
      <zone lrx="2208" lry="1204" type="textblock" ulx="286" uly="1122">
        <line lrx="2208" lry="1204" ulx="286" uly="1122">alſo einige Amtsbrüder damit den Anfang machen würden,</line>
      </zone>
      <zone lrx="2289" lry="1390" type="textblock" ulx="281" uly="1201">
        <line lrx="2289" lry="1294" ulx="281" uly="1201">ſo müßte allmählig ein größerer Kreis ſich bilden, deſſen</line>
        <line lrx="2268" lry="1390" ulx="1012" uly="1294">der Miſſionsthätigkeit ſich entfalten</line>
      </zone>
      <zone lrx="948" lry="1458" type="textblock" ulx="281" uly="1288">
        <line lrx="948" lry="1366" ulx="282" uly="1288">Kraft namentlich in</line>
        <line lrx="935" lry="1458" ulx="281" uly="1379">würde.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2388" lry="1723" type="textblock" ulx="274" uly="1436">
        <line lrx="2267" lry="1561" ulx="303" uly="1436">In der Miſſionsſache alſo muß noch mehr gethan wer⸗</line>
        <line lrx="2388" lry="1638" ulx="278" uly="1556">den. Die bisherigen Miſſionsſtunden ſind nicht genug — es</line>
        <line lrx="2365" lry="1723" ulx="274" uly="1645">ſollten immer 2 bis 3 benachbarte Geiſtliche ſich vereinigen,.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2205" lry="1815" type="textblock" ulx="280" uly="1732">
        <line lrx="2205" lry="1815" ulx="280" uly="1732">um dieſe Gottesdienſte feierlicher zu machen, ſo daß in jeder</line>
      </zone>
      <zone lrx="2284" lry="2074" type="textblock" ulx="234" uly="1820">
        <line lrx="2264" lry="1906" ulx="278" uly="1820">der 3 Gemeinden jährlich 2 Miſſionsfeſte gehalten würden.</line>
        <line lrx="2284" lry="1993" ulx="278" uly="1907">Schließlich entſchuldigt der Verfaſſer ſein öffentliches Auf⸗</line>
        <line lrx="2239" lry="2074" ulx="234" uly="1995">treten mit dem Ernſt und der Liebe, womit er ſeinem heili⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1023" lry="2170" type="textblock" ulx="280" uly="2076">
        <line lrx="1023" lry="2170" ulx="280" uly="2076">gen Berufe ergeben iſt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2233" lry="2265" type="textblock" ulx="413" uly="2173">
        <line lrx="2233" lry="2265" ulx="413" uly="2173">Wenn nun ein Mann, der im Kirchendienſte ergraut</line>
      </zone>
      <zone lrx="2199" lry="2349" type="textblock" ulx="274" uly="2267">
        <line lrx="2199" lry="2349" ulx="274" uly="2267">iſt, und bei vieljähriger amtlicher Wirkſamkeit ſich reiche</line>
      </zone>
      <zone lrx="2235" lry="2440" type="textblock" ulx="113" uly="2333">
        <line lrx="2235" lry="2440" ulx="113" uly="2333">Erfahrungen geſammelt hat, eine ſolche Sprache führte, und</line>
      </zone>
      <zone lrx="2216" lry="2523" type="textblock" ulx="273" uly="2444">
        <line lrx="2216" lry="2523" ulx="273" uly="2444">mit kirchlichen Organiſations⸗Planen hervorträte, ſo möchte</line>
      </zone>
      <zone lrx="2224" lry="2614" type="textblock" ulx="274" uly="2527">
        <line lrx="2224" lry="2614" ulx="274" uly="2527">es noch hingehen. Wenn aber ein Jüngling, der erſt</line>
      </zone>
      <zone lrx="2203" lry="2787" type="textblock" ulx="267" uly="2611">
        <line lrx="2202" lry="2708" ulx="274" uly="2611">letzten Frühling die Univerſitätsprüfung gemacht, und ſeit</line>
        <line lrx="2203" lry="2787" ulx="267" uly="2710">einem halben Jahre die Stelle eines Pfarrgehülfen bekleidet</line>
      </zone>
      <zone lrx="2236" lry="2963" type="textblock" ulx="252" uly="2785">
        <line lrx="2236" lry="2882" ulx="252" uly="2785">hat, wie der Vikar Schnaufer in Wildberg, ſolch einen</line>
        <line lrx="2201" lry="2963" ulx="264" uly="2881">Trieb empfindet, ſich vorzudrängen, und in dieſer Weiſe</line>
      </zone>
      <zone lrx="2202" lry="3316" type="textblock" ulx="231" uly="2967">
        <line lrx="2200" lry="3050" ulx="254" uly="2967">ſich vernehmen läßt, ſo verdient er gewiß öffentlich zurecht⸗</line>
        <line lrx="2202" lry="3137" ulx="266" uly="3051">gewieſen zu werden. Was ſind doch das für unberufene</line>
        <line lrx="2202" lry="3225" ulx="231" uly="3142">und unreife Klagen über die Verſunkenheit der argen Welt</line>
        <line lrx="2200" lry="3316" ulx="261" uly="3231">in materielle Intereſſen! Meint denn der Herr Vikar, das</line>
      </zone>
      <zone lrx="2232" lry="3664" type="textblock" ulx="134" uly="3317">
        <line lrx="2232" lry="3400" ulx="263" uly="3317">Eine, was Noth thut, ſey dieſes, daß man ſeine Predigten</line>
        <line lrx="2224" lry="3486" ulx="207" uly="3403">höre? Soll man es ihm glauben, daß die berüchtigte Teu⸗</line>
        <line lrx="2215" lry="3575" ulx="257" uly="3493">fel⸗Austreibung des Pfarrers Blumhardt von Möttlingen</line>
        <line lrx="2226" lry="3664" ulx="134" uly="3582">unnd ſein fanatiſcher Eifer ein kirchliches Wirken, und</line>
      </zone>
      <zone lrx="2198" lry="3748" type="textblock" ulx="250" uly="3662">
        <line lrx="2198" lry="3748" ulx="250" uly="3662">jener Artikel im Beobachter ein unchriſtlicher Angriff auf</line>
      </zone>
      <zone lrx="2209" lry="3838" type="textblock" ulx="253" uly="3747">
        <line lrx="2209" lry="3838" ulx="253" uly="3747">einen vom heiligen Geiſt beſeelten Diener der Kirche ſey?</line>
      </zone>
      <zone lrx="2187" lry="3919" type="textblock" ulx="199" uly="3837">
        <line lrx="2187" lry="3919" ulx="199" uly="3837">Weiß er denn nicht, daß Leute, welche er nicht belehren</line>
      </zone>
      <zone lrx="2261" lry="4094" type="textblock" ulx="239" uly="3929">
        <line lrx="2215" lry="4016" ulx="239" uly="3929">kann, dem Beobachter dankbar für die freimüthige Rüge</line>
        <line lrx="2261" lry="4094" ulx="246" uly="4017">eines finſtern mittelalterlichen Treibens geweſen ſind? Wie</line>
      </zone>
      <zone lrx="2200" lry="5230" type="textblock" ulx="168" uly="4096">
        <line lrx="2180" lry="4177" ulx="217" uly="4096">übel ſteht es ihm ferner an, wenn er, ein unerfahrener jun⸗</line>
        <line lrx="2200" lry="4266" ulx="250" uly="4180">ger Menſch, den ſogenannten Moral⸗ und Verſtandespre⸗</line>
        <line lrx="2181" lry="4349" ulx="251" uly="4269">digern den Leviten verliest und ſich erlaubt, von handwerks⸗</line>
        <line lrx="2182" lry="4442" ulx="253" uly="4354">mäßigen Funktionen der Paſtoren zu ſprechen! Und was</line>
        <line lrx="2178" lry="4524" ulx="250" uly="4442">endlich ſeinen unglaublichen Miſſionsdrang betrifft, ſo möchte</line>
        <line lrx="2175" lry="4608" ulx="230" uly="4518">ich ihm ſagen, daß wir bereits nicht zu wenige, ſondern zu</line>
        <line lrx="2182" lry="4698" ulx="249" uly="4604">viele Miſſionsfeſte haben, und überhaupt in dieſen das Heil</line>
        <line lrx="2174" lry="4781" ulx="247" uly="4696">unſeres Volkes nicht zu ſuchen iſt. Mag der Herr Vikar</line>
        <line lrx="2172" lry="4871" ulx="245" uly="4787">auch Arges von mir denken, dennoch will ich ihm beiläufig</line>
        <line lrx="2172" lry="4963" ulx="244" uly="4873">geſtehen, daß ich während einer vieljährigen Amtsfüh⸗</line>
        <line lrx="2171" lry="5046" ulx="168" uly="4959">rung noch nie eine förmliche Miſſionsſtunde gehalten</line>
        <line lrx="2169" lry="5230" ulx="384" uly="5151">So ſehr es nun im Uebrigen anzuerkennen iſt, wenn</line>
      </zone>
      <zone lrx="2196" lry="5324" type="textblock" ulx="246" uly="5240">
        <line lrx="2196" lry="5324" ulx="246" uly="5240">junge Leute einen gebührenden Eifer für ihren Beruf an</line>
      </zone>
      <zone lrx="2164" lry="5664" type="textblock" ulx="228" uly="5327">
        <line lrx="2164" lry="5415" ulx="239" uly="5327">den Tag legen, ſo müſſen wir doch im Intereſſe der guten</line>
        <line lrx="2162" lry="5510" ulx="240" uly="5414">Sache wünſchen, daß dem Herrn Schnaufer ſein pochendes</line>
        <line lrx="2163" lry="5587" ulx="228" uly="5496">Herz nicht, wie dem heiligen Philippus, einige Rippen zer⸗</line>
        <line lrx="2105" lry="5664" ulx="239" uly="5591">brechen möge.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2854" lry="347" type="textblock" ulx="1918" uly="179">
        <line lrx="2854" lry="347" ulx="1918" uly="179">— 1066 — “</line>
      </zone>
      <zone lrx="3293" lry="2195" type="textblock" ulx="2346" uly="2092">
        <line lrx="3293" lry="2195" ulx="2346" uly="2092">Ich bitte um gütigen Zuſpruch.</line>
      </zone>
      <zone lrx="3975" lry="851" type="textblock" ulx="2549" uly="383">
        <line lrx="3673" lry="534" ulx="2549" uly="383">MW A n z eig en.</line>
        <line lrx="3721" lry="633" ulx="2654" uly="533">Diie Tuchhandlung</line>
        <line lrx="3975" lry="851" ulx="2645" uly="714">Carl Mercy</line>
      </zone>
      <zone lrx="3932" lry="935" type="textblock" ulx="2571" uly="841">
        <line lrx="3932" lry="935" ulx="2571" uly="841">im grünen Haus in Stuttgart</line>
      </zone>
      <zone lrx="3177" lry="987" type="textblock" ulx="2285" uly="901">
        <line lrx="3177" lry="987" ulx="2285" uly="901">bietet eine reiche Auswahl in</line>
      </zone>
      <zone lrx="4232" lry="2117" type="textblock" ulx="2422" uly="984">
        <line lrx="3372" lry="1058" ulx="2518" uly="984">Tuch und Halbtch,</line>
        <line lrx="3360" lry="1130" ulx="2514" uly="1054">Rock⸗ und Paletot⸗Stoffen,</line>
        <line lrx="3218" lry="1200" ulx="2516" uly="1125">Buckskin, Jagdtuch ꝛc.,</line>
        <line lrx="3125" lry="1262" ulx="2518" uly="1193">Caſtorine, Biber ꝛc.,</line>
        <line lrx="3166" lry="1340" ulx="2515" uly="1263">Moulton und Flanell,</line>
        <line lrx="3221" lry="1402" ulx="2476" uly="1333">Weſtenſtoffen,</line>
        <line lrx="3175" lry="1480" ulx="2422" uly="1403">Herren⸗Halsbinden,</line>
        <line lrx="3215" lry="1547" ulx="2478" uly="1473">Filz⸗ und Seidenhüten,</line>
        <line lrx="3122" lry="1614" ulx="2501" uly="1541">Schlafröcken,</line>
        <line lrx="3243" lry="1688" ulx="2499" uly="1613">Sammt und Mancheſter.</line>
        <line lrx="3403" lry="1764" ulx="2505" uly="1690">Ferner in</line>
        <line lrx="3163" lry="1894" ulx="2503" uly="1748">Leir waud, Serbloten,</line>
        <line lrx="3269" lry="1889" ulx="2526" uly="1832">Tiſch⸗ und Zwehlenzeug,</line>
        <line lrx="3538" lry="1965" ulx="2457" uly="1832">Taſchentüchern, H n</line>
        <line lrx="4119" lry="2043" ulx="2441" uly="1959">Henmden von Leinwand und Shirting,</line>
        <line lrx="4232" lry="2117" ulx="2507" uly="2029">Wollenen u. baumwollen Unterleibchen u. Beinkleidern ꝛc.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4245" lry="2554" type="textblock" ulx="2296" uly="2236">
        <line lrx="4238" lry="2330" ulx="2435" uly="2236">Heuberg. Im Verlage des Dr. Mauſchel iſt erſchienen:</line>
        <line lrx="4234" lry="2407" ulx="2367" uly="2323">„Rede an Nimrod'’'s Grabe. Gehalten von Dr. Reineke, einem</line>
        <line lrx="4245" lry="2484" ulx="2326" uly="2396">der Freunde des Verſtorbenen. Preis 6 kr.</line>
        <line lrx="4223" lry="2554" ulx="2296" uly="2461">NB. Der Ertrag iſt für das Jeſuiten⸗Collegium in Z. beſtimmt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4035" lry="2705" type="textblock" ulx="2412" uly="2558">
        <line lrx="4035" lry="2705" ulx="2412" uly="2558">Frankfurter deutſches Journal.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4231" lry="2789" type="textblock" ulx="2433" uly="2698">
        <line lrx="4231" lry="2789" ulx="2433" uly="2698">Auf das täglich erſcheinende „Frankfurter Jou rnal“</line>
      </zone>
      <zone lrx="4232" lry="2843" type="textblock" ulx="2258" uly="2774">
        <line lrx="4232" lry="2843" ulx="2258" uly="2774">und die ihm beigegebene „Didaskalia“ kann man für das</line>
      </zone>
      <zone lrx="4233" lry="3336" type="textblock" ulx="2299" uly="2839">
        <line lrx="4232" lry="2914" ulx="2299" uly="2839">mit dem 1. Januar 1845 beginnende neue Halbjahr bei jedem</line>
        <line lrx="4232" lry="2986" ulx="2299" uly="2912">verehrlichen Poſtamt Deutſchlands und der Schweiz abonniren.</line>
        <line lrx="4232" lry="3059" ulx="2299" uly="2981">Das rege Streben der Gegenwart nach einem vernunft⸗ und ge⸗</line>
        <line lrx="4230" lry="3127" ulx="2299" uly="3051">ſetzmäßigen Fortſchreiten zum Beſſeren ſtets unverrückt</line>
        <line lrx="4233" lry="3196" ulx="2302" uly="3122">im Auge behaltend, wird das Frankfurter Journal auch ferner</line>
        <line lrx="4232" lry="3267" ulx="2299" uly="3193">dem politiſchen, commerciellen und ſocialen Entwicklungsprozeß</line>
        <line lrx="4224" lry="3336" ulx="2300" uly="3261">aller Länder und Staaten, vorzüglich aber demjenigen des deut⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4273" lry="3400" type="textblock" ulx="2297" uly="3328">
        <line lrx="4273" lry="3400" ulx="2297" uly="3328">ſchen Vaterlandes, die gebührende Aufmerkſamkeit wiomen. Daß</line>
      </zone>
      <zone lrx="4218" lry="3895" type="textblock" ulx="2281" uly="3398">
        <line lrx="4218" lry="3474" ulx="2296" uly="3398">die unveränderlich ſich treu bleibende Tendenz dieſer Blätter bei</line>
        <line lrx="4212" lry="3540" ulx="2290" uly="3466">allen aufgeklärten Freunden des Vaterlandes ſich die vielſeitigſte</line>
        <line lrx="4205" lry="3608" ulx="2287" uly="3534">Anerkennung verſchafft hat, beweist die überaus ſtarke in fort⸗</line>
        <line lrx="4203" lry="3677" ulx="2281" uly="3603">währendem Zunehmen begriffene Verbreitung derſelben, durch die</line>
        <line lrx="4198" lry="3746" ulx="2283" uly="3671">auch allen Inſeraten eine nicht geringe Publicität gewaͤhrt wird.</line>
        <line lrx="4146" lry="3815" ulx="2313" uly="3738">Die Expedition des Franfurter Journals.</line>
        <line lrx="4218" lry="3895" ulx="2466" uly="3814">Stuttgart. .</line>
      </zone>
      <zone lrx="4211" lry="4005" type="textblock" ulx="2257" uly="3877">
        <line lrx="4211" lry="4005" ulx="2257" uly="3877">(Vorzügliche Gelegenheit zu Capital⸗Anlegun⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4206" lry="4148" type="textblock" ulx="2360" uly="3980">
        <line lrx="3874" lry="4062" ulx="2432" uly="3980">gen und Zieler⸗Erwerbungen.)</line>
        <line lrx="4206" lry="4148" ulx="2360" uly="4065">Obſchon hinlänglich bekannt ſeyn dürfte, daß bei untenge⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4203" lry="4209" type="textblock" ulx="2255" uly="4134">
        <line lrx="4203" lry="4209" ulx="2255" uly="4134">nannter Anſtalt ſtets ein Vorrath von Informativ⸗Pfandſcheinen</line>
      </zone>
      <zone lrx="4202" lry="4277" type="textblock" ulx="2277" uly="4205">
        <line lrx="4202" lry="4277" ulx="2277" uly="4205">und Zielerpapieren anzutreffen iſt, ſo glaubt ſie doch den Wün⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="4198" lry="4350" type="textblock" ulx="2248" uly="4273">
        <line lrx="4198" lry="4350" ulx="2248" uly="4273">ſchen mancher Capitaliſten zu entſprechen, indem ſie hiermit im</line>
      </zone>
      <zone lrx="4204" lry="5041" type="textblock" ulx="2273" uly="4344">
        <line lrx="4201" lry="4420" ulx="2275" uly="4344">Allgemeinen bekannt macht, daß jener ordentliche Vorrath im</line>
        <line lrx="4204" lry="4493" ulx="2274" uly="4410">Verlaufe der jüngſten 8 Tage außerordentlich ſtark, namentlich</line>
        <line lrx="4198" lry="4558" ulx="2275" uly="4482">durch vortreffliche Papiere von größerm Belange vermehrt wor⸗</line>
        <line lrx="4198" lry="4632" ulx="2279" uly="4552">den ſey, im Beſondern aber veröffentlicht, daß ſehr bald zu er⸗</line>
        <line lrx="3559" lry="4690" ulx="2273" uly="4623">halten geſucht werden: B</line>
        <line lrx="3895" lry="4770" ulx="2340" uly="4687">a) Von Gaſthofsbeſitzer in der Nähe von Stuttgart,</line>
        <line lrx="3636" lry="4831" ulx="2738" uly="4761">zu 4 ½ Procent 23,000 fl.</line>
        <line lrx="3685" lry="4970" ulx="2339" uly="4900">b) Auf eine Apotheke, erkauft um 21,000 fl.</line>
        <line lrx="3995" lry="5041" ulx="2731" uly="4971">zu 4 ½ Procent 6200 fl.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4239" lry="5118" type="textblock" ulx="2267" uly="5038">
        <line lrx="4239" lry="5118" ulx="2267" uly="5038">Sodann daß man 3300 fl., auf hieſigen Gebäuden ruhende, mit</line>
      </zone>
      <zone lrx="4196" lry="5677" type="textblock" ulx="2262" uly="5109">
        <line lrx="3775" lry="5185" ulx="2267" uly="5109">4 ½ Procent verzinsliche Zieler zu verkaufen ſuche.</line>
        <line lrx="4051" lry="5253" ulx="3080" uly="5182">Dibold's öffentliches Bureaux</line>
        <line lrx="3708" lry="5317" ulx="3304" uly="5254">der Vorſtand:</line>
        <line lrx="4063" lry="5405" ulx="3197" uly="5325">Kammerreviſor Dibold.</line>
        <line lrx="4196" lry="5506" ulx="2506" uly="5411"> Von der ſo viel Aufſehen erregenden</line>
        <line lrx="4195" lry="5590" ulx="2263" uly="5493">Darſtellung des Prozeſſes der Giftmiſcherin Ruthard im</line>
        <line lrx="4194" lry="5677" ulx="2262" uly="5581">Beobachter ſind Exemplare à 6 kr. zu haben bei der</line>
      </zone>
      <zone lrx="4193" lry="5779" type="textblock" ulx="2226" uly="5666">
        <line lrx="4193" lry="5779" ulx="2226" uly="5666">Expedition und in der Wachendorf'ſchen Buch⸗.</line>
      </zone>
      <zone lrx="4636" lry="2080" type="textblock" ulx="4479" uly="2024">
        <line lrx="4636" lry="2080" ulx="4479" uly="2024">Der Beob</line>
      </zone>
      <zone lrx="4636" lry="2308" type="textblock" ulx="4458" uly="2172">
        <line lrx="4636" lry="2308" ulx="4458" uly="2260">—</line>
      </zone>
      <zone lrx="4636" lry="3859" type="textblock" ulx="4367" uly="2623">
        <line lrx="4636" lry="2689" ulx="4522" uly="2623">Der</line>
        <line lrx="4631" lry="2788" ulx="4439" uly="2704">hält anen</line>
        <line lrx="4616" lry="2874" ulx="4439" uly="2793">Wird, daß</line>
        <line lrx="4636" lry="2970" ulx="4443" uly="2881">Ravensbure</line>
        <line lrx="4636" lry="3044" ulx="4446" uly="2968">laube⸗Verw</line>
        <line lrx="4598" lry="3142" ulx="4448" uly="3054">Qüͤbingen</line>
        <line lrx="4634" lry="3238" ulx="4438" uly="3152">gewählt zu</line>
        <line lrx="4623" lry="3320" ulx="4367" uly="3234">dirke auch</line>
        <line lrx="4635" lry="3416" ulx="4420" uly="3325">aus Stuttg</line>
        <line lrx="4633" lry="3496" ulx="4412" uly="3404">dwer ger</line>
        <line lrx="4610" lry="3573" ulx="4413" uly="3499">nſſchiedene</line>
        <line lrx="4628" lry="3683" ulx="4415" uly="3579">ſler Wohlge</line>
        <line lrx="4636" lry="3756" ulx="4417" uly="3666">da odel der</line>
        <line lrx="4630" lry="3859" ulx="4414" uly="3756">ſ erjenige</line>
      </zone>
      <zone lrx="4636" lry="3939" type="textblock" ulx="4410" uly="3840">
        <line lrx="4636" lry="3939" ulx="4410" uly="3840">e lten land</line>
      </zone>
      <zone lrx="4635" lry="4029" type="textblock" ulx="4410" uly="3927">
        <line lrx="4635" lry="4029" ulx="4410" uly="3927">lſcbeſüir Leuttit</line>
      </zone>
      <zone lrx="4636" lry="4555" type="textblock" ulx="4399" uly="4029">
        <line lrx="4636" lry="4119" ulx="4415" uly="4029">linr Beye</line>
        <line lrx="4636" lry="4209" ulx="4419" uly="4102">Rlde ſenn f</line>
        <line lrx="4626" lry="4297" ulx="4408" uly="4191">ſin auh ah</line>
        <line lrx="4636" lry="4390" ulx="4399" uly="4278">hrſpitſcher</line>
        <line lrx="4635" lry="4493" ulx="4412" uly="4377">hſtter nterf</line>
        <line lrx="4577" lry="4555" ulx="4406" uly="4491">zderger</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="40" lry="4087" ulx="0" uly="4040">er</line>
        <line lrx="49" lry="4174" ulx="0" uly="4117">dde</line>
        <line lrx="54" lry="4264" ulx="0" uly="4204">lte</line>
        <line lrx="57" lry="4353" ulx="0" uly="4304">war</line>
        <line lrx="57" lry="4444" ulx="0" uly="4377">dli⸗</line>
        <line lrx="61" lry="4629" ulx="0" uly="4563">lhre⸗</line>
        <line lrx="64" lry="4710" ulx="0" uly="4642">iſſeß</line>
      </zone>
      <zone lrx="65" lry="4812" type="textblock" ulx="0" uly="4744">
        <line lrx="65" lry="4812" ulx="0" uly="4744">gel⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="64" lry="4971" type="textblock" ulx="15" uly="4918">
        <line lrx="64" lry="4971" ulx="15" uly="4918">wa!</line>
      </zone>
      <zone lrx="62" lry="5702" type="textblock" ulx="0" uly="5623">
        <line lrx="62" lry="5702" ulx="0" uly="5623">un</line>
      </zone>
      <zone lrx="2310" lry="449" type="textblock" ulx="356" uly="325">
        <line lrx="2310" lry="449" ulx="356" uly="325">Frucht ſeiner Erholungsſtunden iſt, welche er über 1 Jahr</line>
      </zone>
      <zone lrx="936" lry="2594" type="textblock" ulx="359" uly="2525">
        <line lrx="936" lry="2594" ulx="359" uly="2525">vor fort.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2375" lry="3725" type="textblock" ulx="373" uly="3627">
        <line lrx="2375" lry="3725" ulx="373" uly="3627">die Gemeinde (Alzenberg) abzuliefern, veranlaßt, derſelben</line>
      </zone>
      <zone lrx="2384" lry="4060" type="textblock" ulx="395" uly="3970">
        <line lrx="2384" lry="4060" ulx="395" uly="3970">vor mir erſchien, und deßwegen auch vor mir ablieferte,</line>
      </zone>
      <zone lrx="4535" lry="274" type="textblock" ulx="925" uly="125">
        <line lrx="4465" lry="211" ulx="925" uly="125">DUD — 1 0 3 — H „</line>
        <line lrx="4182" lry="211" ulx="2495" uly="184">-</line>
        <line lrx="4535" lry="263" ulx="4527" uly="249">D</line>
      </zone>
      <zone lrx="2359" lry="1133" type="textblock" ulx="367" uly="425">
        <line lrx="2359" lry="534" ulx="367" uly="425">lang zum Opfer brachte, iſt ſo deutlich daraus genug zu er⸗</line>
        <line lrx="2322" lry="608" ulx="375" uly="506">kennen wie ſehr es ihm darum zu thun war, ſeiner Familie</line>
        <line lrx="2359" lry="702" ulx="377" uly="605">ein ſorgenfreies Leben zu bereiten.</line>
        <line lrx="2314" lry="775" ulx="516" uly="675">Es wäre in der That zu beklagen, wenn dieſes Werk,</line>
        <line lrx="2325" lry="868" ulx="378" uly="761">wie es ſchon der Fall war, dem Gewicht nach verkauft</line>
        <line lrx="2329" lry="950" ulx="390" uly="849">werden, und nicht in die Hände eines Sachverſtändigen ge⸗</line>
        <line lrx="2330" lry="1043" ulx="392" uly="933">rathen würde, der etwa das dabei Fehlende ergänzen und</line>
        <line lrx="1876" lry="1133" ulx="401" uly="1032">das Ganze paſſend anwenden könnnte.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2355" lry="1628" type="textblock" ulx="400" uly="1262">
        <line lrx="2102" lry="1377" ulx="784" uly="1262">Wegweiſer.</line>
        <line lrx="2355" lry="1465" ulx="400" uly="1363">Ueber die Art des Mellens der Früchte von Seiten</line>
        <line lrx="2165" lry="1551" ulx="452" uly="1455">der Kaſtenknechte und anderer aufgeltellten</line>
        <line lrx="1604" lry="1628" ulx="1139" uly="1552">Fruchtmeller</line>
      </zone>
      <zone lrx="1553" lry="1204" type="textblock" ulx="1453" uly="1195">
        <line lrx="1553" lry="1204" ulx="1453" uly="1195">—</line>
      </zone>
      <zone lrx="2383" lry="1754" type="textblock" ulx="406" uly="1604">
        <line lrx="2383" lry="1754" ulx="406" uly="1604">iſt in dieſem Blatte und auch im Schwäb. Merkur ſchon</line>
      </zone>
      <zone lrx="2357" lry="2507" type="textblock" ulx="386" uly="1721">
        <line lrx="2348" lry="1821" ulx="400" uly="1721">mancher Aufſatz beſchwerenden Inhalts erſchienen, und hat</line>
        <line lrx="2347" lry="1910" ulx="404" uly="1801">es hierauf auch nicht ſelten an Erinnerung an die dießfalls</line>
        <line lrx="2346" lry="1998" ulx="386" uly="1890">beſtehenden Geſetze und an Wiederholung derſelben in öffent⸗</line>
        <line lrx="2349" lry="2082" ulx="394" uly="1973">lichen Blättern von Seiten des⸗ Königl. Finanzminiſteriums</line>
        <line lrx="2344" lry="2174" ulx="397" uly="2064">gefehlt, auch hat die Königl. Regierung des Neckarkreiſes</line>
        <line lrx="2350" lry="2256" ulx="398" uly="2146">im Dezember v. J. die Vorſchrift, wie gemeſſen werden ſolle,</line>
        <line lrx="2351" lry="2336" ulx="402" uly="2237">aufs Neue bekannt gemacht, deſſen ungeachtet aber beſtehen</line>
        <line lrx="2355" lry="2426" ulx="404" uly="2324">die Uebertretungen des Geſetzes, und dadurch die theilweiſen</line>
        <line lrx="2357" lry="2507" ulx="403" uly="2409">Uebervortheilungen der Lieferanten und Verkäufer nach wie</line>
      </zone>
      <zone lrx="2359" lry="2775" type="textblock" ulx="407" uly="2582">
        <line lrx="2359" lry="2692" ulx="516" uly="2582">Vor eilf Jahren trat ich im hieſigen Kameralbezirk in</line>
        <line lrx="2358" lry="2775" ulx="407" uly="2672">den Kampf gegen dieſen Unfug, wodurch ich es dahin ge⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2395" lry="2868" type="textblock" ulx="408" uly="2759">
        <line lrx="2395" lry="2868" ulx="408" uly="2759">bracht habe, daß in dem Falle der Vorſchrift gemäß gemeſ⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="2389" lry="3377" type="textblock" ulx="412" uly="2847">
        <line lrx="2363" lry="2948" ulx="413" uly="2847">ſen wird, wenn ich als Träger eines Lehenguts die auf den</line>
        <line lrx="2389" lry="3022" ulx="412" uly="2923">Kameralamtskaſten zu liefernde Frucht ſelbſt abliefere.</line>
        <line lrx="2369" lry="3115" ulx="414" uly="3013">Aber nur an mir allein, und etwa auch an denen, die mit</line>
        <line lrx="2368" lry="3205" ulx="417" uly="3105">mir zugleich ablieferten, wurde bis jetzt die Vorſchrift im</line>
        <line lrx="2371" lry="3288" ulx="422" uly="3195">Meſſen, jedoch in der Regel auch nicht ohne Erinnerung</line>
        <line lrx="2370" lry="3377" ulx="458" uly="3274">n dieſelbe eingehalten, in neueſter Zeit aber habe auch ich</line>
      </zone>
      <zone lrx="1658" lry="3474" type="textblock" ulx="421" uly="3356">
        <line lrx="1658" lry="3474" ulx="421" uly="3356">den Kampf wieder aufnehmen müſſen.</line>
      </zone>
      <zone lrx="2378" lry="3626" type="textblock" ulx="428" uly="3451">
        <line lrx="2378" lry="3541" ulx="565" uly="3451">Die Anſtellung eines neuen Kaſtenknechts hat mich, an</line>
        <line lrx="2375" lry="3626" ulx="428" uly="3537">dem in dieſem Jahre die Reihe nicht war, den Zeh nten für</line>
      </zone>
      <zone lrx="2377" lry="3968" type="textblock" ulx="427" uly="3713">
        <line lrx="2377" lry="3807" ulx="427" uly="3713">den Antrag zur Ablieferung durch mich zu machen, was</line>
        <line lrx="2147" lry="3907" ulx="430" uly="3808">gerne angenommen worden iſt.</line>
        <line lrx="1002" lry="3968" ulx="469" uly="3900">Als nun eine</line>
      </zone>
      <zone lrx="2385" lry="4151" type="textblock" ulx="433" uly="4051">
        <line lrx="2385" lry="4151" ulx="433" uly="4051">das Meß auf eine Weiſe, die ich mir nie gefallen laſſen</line>
      </zone>
      <zone lrx="2425" lry="4241" type="textblock" ulx="436" uly="4141">
        <line lrx="2425" lry="4241" ulx="436" uly="4141">würde, abgenommen wurde, und das Ausleeren der Säcke</line>
      </zone>
      <zone lrx="2403" lry="5617" type="textblock" ulx="435" uly="4228">
        <line lrx="2383" lry="4322" ulx="435" uly="4228">an mich kam, ſagte ich ſogleich dem Kaſtenknecht, daß ich</line>
        <line lrx="2230" lry="4416" ulx="444" uly="4318">ſo nicht meſſen laſſe, wie ſo eben gemeſſen worden ſey.</line>
        <line lrx="2388" lry="4499" ulx="547" uly="4395">Hierauf erwiederte derſelbe, daß er nicht anders meſſen</line>
        <line lrx="2391" lry="4583" ulx="445" uly="4487">könne, ohne Verluſt zu haben, daß er aber beim Buchhal⸗</line>
        <line lrx="2283" lry="4665" ulx="454" uly="4579">ter des Kameralamts anfragen wolle, was zu thun ſey.</line>
        <line lrx="2392" lry="4753" ulx="536" uly="4663">Nachdem er von dieſem die augenblickliche Weiſung</line>
        <line lrx="2394" lry="4841" ulx="449" uly="4749">brachte, daß er zu meſſen habe, wie bis daher auch gemeſſen</line>
        <line lrx="2394" lry="4929" ulx="452" uly="4834">worden ſey, begab ich mich ſelbſt zu dem Kameralverwalter,</line>
        <line lrx="2397" lry="5020" ulx="453" uly="4920">beklagte mich bei dieſem über das Meß, wie es ſo eben</line>
        <line lrx="2397" lry="5098" ulx="456" uly="5007">einem Zehent⸗Lieferanten abgenommen worden ſey, und er⸗</line>
        <line lrx="1857" lry="5192" ulx="468" uly="5104">ſuchte ihn, ſelbſt dem Meſſen anzuwohnen.</line>
        <line lrx="2397" lry="5269" ulx="597" uly="5178">Al1s er dieſes abzulehnen ſuchen wollte, zeigte ich ihm</line>
        <line lrx="2399" lry="5365" ulx="459" uly="5263">einen Miniſterial⸗Erlaß vom Jahr 1835 vor, nach welchem</line>
        <line lrx="2399" lry="5454" ulx="456" uly="5345">ihm zur Pflicht gemacht iſt, das Meſſen häufig zu beauf⸗</line>
        <line lrx="2169" lry="5540" ulx="459" uly="5438">ſichtigen, worauf er meinem Geſuch entſprochen hat.</line>
        <line lrx="2403" lry="5617" ulx="598" uly="5526">Auf dem Kaſten angekommen „zog ich einen im J. 1833</line>
      </zone>
      <zone lrx="3793" lry="996" type="textblock" ulx="2392" uly="913">
        <line lrx="3793" lry="996" ulx="2392" uly="913">Genaueſte, ob beim Abſtreichen nicht .</line>
      </zone>
      <zone lrx="3761" lry="2893" type="textblock" ulx="2420" uly="2803">
        <line lrx="3761" lry="2893" ulx="2420" uly="2803">zu meſſen iſt, durch mein Abtreten den</line>
      </zone>
      <zone lrx="2383" lry="3970" type="textblock" ulx="947" uly="3867">
        <line lrx="2383" lry="3970" ulx="947" uly="3867">nem Abgeordneten eines anderen Orts, der</line>
      </zone>
      <zone lrx="4432" lry="902" type="textblock" ulx="2412" uly="297">
        <line lrx="4370" lry="399" ulx="2412" uly="297">ſchrift wie zu meſſen iſt, und den Erlaß der Königl. RNe⸗</line>
        <line lrx="4432" lry="490" ulx="2417" uly="386">gierung des Neckarkreiſes vom 15. Dez. 1843 aus der</line>
        <line lrx="4369" lry="565" ulx="2417" uly="445">Taſche, las Punkte aus beiden vor, faßte ſelbſt 1 Sri. Frucht</line>
        <line lrx="4364" lry="653" ulx="2421" uly="553">ein und ſtrich es ab, und ſagte, daß ich ſo, wie ich ſo eben</line>
        <line lrx="4369" lry="751" ulx="2423" uly="649">ganz der Vorſchrift gemäß gemeſſen habe, gemeſſen haben</line>
        <line lrx="4422" lry="815" ulx="2423" uly="733">wolle. J</line>
        <line lrx="4398" lry="902" ulx="2566" uly="823">Der Kameralverwalter unterſuchte nun das Meß aufs</line>
      </zone>
      <zone lrx="3797" lry="2160" type="textblock" ulx="2432" uly="1002">
        <line lrx="3794" lry="1090" ulx="2432" uly="1002">ausgeriſſen worden ſey, und als er gl.</line>
        <line lrx="3794" lry="1168" ulx="2433" uly="1077">dort noch ein Kern hingehöre, ſo äußert</line>
        <line lrx="3674" lry="1258" ulx="2436" uly="1171">ſicht, daß man ſo nicht meſſen könne, u.</line>
        <line lrx="3778" lry="1350" ulx="2439" uly="1253">gemeſſen werden ſolle, der Königl. Fi 1</line>
        <line lrx="3797" lry="1427" ulx="2439" uly="1347">machen müſſe.</line>
        <line lrx="3755" lry="1544" ulx="2582" uly="1439">Ich erwiderte ihm, daß ich dagege</line>
        <line lrx="3794" lry="1627" ulx="2444" uly="1533">könne, daß ich jedoch nicht zu erwarten</line>
        <line lrx="3747" lry="1708" ulx="2446" uly="1626">eine Entſcheidung auf ſeine Anzeige e</line>
        <line lrx="3756" lry="1798" ulx="2445" uly="1713">nachdem ich nun einmal mit der Frucht</line>
        <line lrx="3797" lry="1887" ulx="2444" uly="1801">ſem Augenblicke noch beſtehende Geſetz in</line>
        <line lrx="3748" lry="1984" ulx="2552" uly="1893">Nachdem der Streit noch einige</line>
        <line lrx="3751" lry="2072" ulx="2446" uly="1987">fernte ſich der Kameralverwalter mit de</line>
        <line lrx="3752" lry="2160" ulx="2450" uly="2076">Kaſtenknecht, daß er meſſen ſolle, ohne</line>
      </zone>
      <zone lrx="4203" lry="1102" type="textblock" ulx="4147" uly="1053">
        <line lrx="4203" lry="1102" ulx="4147" uly="1053">—</line>
      </zone>
      <zone lrx="2618" lry="2164" type="textblock" ulx="2612" uly="2153">
        <line lrx="2618" lry="2164" ulx="2612" uly="2153">17</line>
      </zone>
      <zone lrx="3808" lry="2800" type="textblock" ulx="2450" uly="2162">
        <line lrx="3310" lry="2255" ulx="2450" uly="2162">wie derſelbe meſſen würde.</line>
        <line lrx="3599" lry="2351" ulx="2551" uly="2274">Er hat übrigens ſo gemeſſen,</line>
        <line lrx="3672" lry="2443" ulx="2453" uly="2357">zu machen mich nicht gerade gedrunge</line>
        <line lrx="3754" lry="2527" ulx="2456" uly="2441">mir gefolgten Lieferanten ſolle er jedo⸗</line>
        <line lrx="3431" lry="2612" ulx="2457" uly="2536">ders, als mir gemeſſen haben.</line>
        <line lrx="3760" lry="2714" ulx="2599" uly="2637">Es waren ſogenannte Bauern, die</line>
        <line lrx="3808" lry="2800" ulx="2460" uly="2724">meinem Streite anweſend waren, und—</line>
      </zone>
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        <line lrx="4766" lry="2227" ulx="4717" uly="1185">VierfarbSelector Standard* -Euroskala Offset</line>
      </zone>
      <zone lrx="3840" lry="5585" type="textblock" ulx="2454" uly="2897">
        <line lrx="3751" lry="2975" ulx="2465" uly="2897">chen, wo zu ſprechen iſt, und durch da</line>
        <line lrx="3756" lry="3056" ulx="2464" uly="2980">meralverwalters, den ich in dieſem Je</line>
        <line lrx="3754" lry="3146" ulx="2454" uly="3058">ausdrückliches Erſuchen, das erſtemal</line>
        <line lrx="3787" lry="3237" ulx="2466" uly="3141">die Hülfe verloren hatten.</line>
        <line lrx="3814" lry="3338" ulx="2608" uly="3253">Die Vorſchrift wie gemeſſen werden</line>
        <line lrx="3760" lry="3425" ulx="2460" uly="3342">men deutlich und gerecht, die Regierun</line>
        <line lrx="3823" lry="3510" ulx="2470" uly="3434">und fordert dieſe von allen ihren Beafs</line>
        <line lrx="3761" lry="3606" ulx="2473" uly="3520">bis zum Niedrigſten, es liegt dieſe Forde</line>
        <line lrx="3752" lry="3692" ulx="2475" uly="3604">die genaueſte Erfüllung ſeiner Dienſt</line>
        <line lrx="3721" lry="3777" ulx="2478" uly="3697">eines Jeden. Zur Dienſtpflicht des Ka</line>
        <line lrx="3766" lry="3861" ulx="2479" uly="3782">ſehr wahrſcheinlich auch des Stadtraths</line>
        <line lrx="3693" lry="3946" ulx="2483" uly="3867">Oberbeamten (wenigſtens hat dieſer de</line>
        <line lrx="3822" lry="4036" ulx="2483" uly="3949">aufſichtigen) gehört es, über die Beobach—</line>
        <line lrx="3769" lry="4123" ulx="2482" uly="4036">im Meſſen zu wachen, und doch ſehe</line>
        <line lrx="3722" lry="4198" ulx="2484" uly="4123">verwalter nie auf dem Kaſten, wenn ich</line>
        <line lrx="3770" lry="4293" ulx="2484" uly="4211">raths⸗Mitglied oder auch einen Oberb</line>
        <line lrx="3766" lry="4379" ulx="2486" uly="4289">Fruchtſchranne, wo leztere ſo nöthig ſin</line>
        <line lrx="3771" lry="4545" ulx="2626" uly="4472">Als ich vor allen Anweſenden un</line>
        <line lrx="3769" lry="4637" ulx="2488" uly="4546">Kaſtenknechte und andere Fruchtmeſſe</line>
        <line lrx="3767" lry="4727" ulx="2490" uly="4633">derung darüber ausdrückte, daß die</line>
        <line lrx="3767" lry="4819" ulx="2492" uly="4726">ungebührlich meſſen, offenbar gegen ihre</line>
        <line lrx="3762" lry="4898" ulx="2491" uly="4808">in der Lebhaftigkeit der Rede mich hier</line>
        <line lrx="3834" lry="4987" ulx="2494" uly="4902">ergriff den Kameralverwalter Entſetzen, =</line>
        <line lrx="3705" lry="5067" ulx="2455" uly="4986">daß er über den Werth des Eides</line>
        <line lrx="3763" lry="5154" ulx="2496" uly="5090">den ſey.</line>
        <line lrx="3769" lry="5239" ulx="2637" uly="5155">Daß, während im Falle des A</line>
        <line lrx="3763" lry="5327" ulx="2497" uly="5237">Dienſtpflicht der Fruchtmeſſer auf de</line>
        <line lrx="3840" lry="5417" ulx="2498" uly="5328">Beutel ſpickt, der Kaſtenknecht nothm.—</line>
        <line lrx="3758" lry="5497" ulx="2494" uly="5418">muß, wenn er allen Lieferanten das Y</line>
        <line lrx="3767" lry="5585" ulx="2501" uly="5500">ich ihn, wenn ich liefere, ſeit 11 Jahre</line>
      </zone>
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        <line lrx="2408" lry="5709" ulx="458" uly="5604">vom Königl. Kameralamt erhaltenen Auszug aus der Vor⸗</line>
      </zone>
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        <line lrx="4813" lry="5438" ulx="4755" uly="4135">Copyright 4/1999 VXVMaster Gmbäi WwW.yXyVmaster. com</line>
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        <line lrx="3766" lry="5673" ulx="2502" uly="5582">Zweifel unterworfen, wenn die Früch</line>
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