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        <title>GkII73-1867_HG-China-2</title>
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          <resp>Provided by</resp>
          <name>University Library of Tübingen</name>
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          <resp>Transcribed with</resp>
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          <title>Die englisch-presbyterianische Mission in China [2] (Schluß), Bd. 11, S. 159-176</title>
          <author>Gundert, Hermann</author>
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        <line lrx="1319" lry="2538" ulx="639" uly="2474">N12327804554 021</line>
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        <line lrx="1646" lry="2725" ulx="634" uly="2570">UUMIIIIMNNII.L.—E. ve</line>
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      <zone lrx="1876" lry="2336" type="textblock" ulx="344" uly="476">
        <line lrx="1861" lry="509" ulx="1798" uly="476">159</line>
        <line lrx="1860" lry="607" ulx="345" uly="551">über etwas Genaues zu wiſſen, denn viele Fluͤchtlinge ſind noch im⸗</line>
        <line lrx="1864" lry="673" ulx="346" uly="618">mer nicht zurückgekehrt. Wir ſchlugen unſere Zelte vor der Stadt</line>
        <line lrx="1864" lry="740" ulx="348" uly="685">auf, um den Sonntag da zuzubringen. Die Hitze abgerechnet, waren</line>
        <line lrx="1865" lry="803" ulx="347" uly="750">es köſtliche Stunden, die wir da verlebten. Nach einer Woche voll</line>
        <line lrx="1865" lry="872" ulx="348" uly="815">Mühen und Anſtrengungen that die Ruhe gar wohl; die Natur rings⸗</line>
        <line lrx="1750" lry="937" ulx="350" uly="883">umher war von wunderbarer Lieblichkeit, und Urumia ſo nahe!“</line>
        <line lrx="1865" lry="1009" ulx="455" uly="950">Kaum läßt ſich die Wonne der Miſſionskarawane ſchildern, als</line>
        <line lrx="1866" lry="1068" ulx="345" uly="1016">ſie endlich dem Urumia⸗See vom Norden her ſich nahten und das</line>
        <line lrx="1869" lry="1136" ulx="344" uly="1082">Ziel ihrer Reiſe vor ſich ſahen. In dem Dorfe Gawalan, der</line>
        <line lrx="1868" lry="1202" ulx="345" uly="1149">letzten Station vor Urumia, von den Eltern Mar Johanans, welch</line>
        <line lrx="1867" lry="1269" ulx="345" uly="1215">letzterer zur Begrüßung der Seinen vorausgeeilt war, mit Jubel em⸗</line>
        <line lrx="1870" lry="1335" ulx="346" uly="1281">pfangen, ſchlugen ſie in deſſen Garten ihre Zelte auf. Da ſtrömten</line>
        <line lrx="1873" lry="1401" ulx="348" uly="1347">dann die Eingebornen herbei, ſie willkommen zu heißen; auch die</line>
        <line lrx="1874" lry="1467" ulx="349" uly="1413">Brüder aus Urumia fanden ſich ein. Am andern Morgen brach die</line>
        <line lrx="1874" lry="1534" ulx="348" uly="1479">Reiſegeſellſchaft zum letzten Male auf, jetzt ein ſtattlicher Zug, der</line>
        <line lrx="1868" lry="1603" ulx="347" uly="1545">vom Volke überall mit einer Wärme begrüßt wurde, als gälte es die</line>
        <line lrx="1871" lry="1666" ulx="346" uly="1613">Heimkehr ſeiner Befreier zu feiern. Frau Stoddard war ſo über⸗</line>
        <line lrx="1874" lry="1734" ulx="352" uly="1679">wältigt von dem Gefühl, nach ſo langer Wanderſchaft endlich wieder</line>
        <line lrx="1872" lry="1802" ulx="349" uly="1744">eine Heimat erreicht zu haben, daß ſie bald lachte, bald weinte.</line>
        <line lrx="1872" lry="1869" ulx="350" uly="1811">Im Haus von Miſſ. Jones wurde ein Dankgebet gehalten und ein</line>
        <line lrx="1871" lry="1938" ulx="348" uly="1880">vereintes Loblied angeſtimmt; nach dem Thee theilten ſich ſodann die</line>
        <line lrx="1873" lry="2003" ulx="348" uly="1946">verſchiedenen Miſſionsgeſchwiſter in ihre Gäſte. Schon am übernäch⸗</line>
        <line lrx="1874" lry="2070" ulx="348" uly="2011">ſten Tag begaben ſich dieſe indeß nach Seir, um nicht gleich die</line>
        <line lrx="1876" lry="2136" ulx="349" uly="2078">Zeit der größten Hitze im ungeſunden Urumia zuzubringen, ſondern</line>
        <line lrx="1870" lry="2203" ulx="350" uly="2144">an einem kühleren Platze mit der Erlernung der Sprache zu beginnen.</line>
        <line lrx="1875" lry="2268" ulx="458" uly="2212">Im nächſten Heft werden wir in der Kürze Stoddards Berichte</line>
        <line lrx="1665" lry="2336" ulx="349" uly="2278">über die erſte Zeit ſeines dortigen Aufenthalts folgen laſſen.</line>
      </zone>
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        <line lrx="1256" lry="2499" ulx="974" uly="2471">— hG</line>
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      <zone lrx="1837" lry="2760" type="textblock" ulx="381" uly="2666">
        <line lrx="1837" lry="2760" ulx="381" uly="2666">Bie engliſch-presbyterianiſche Mliſſion in China.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1868" lry="3052" type="textblock" ulx="358" uly="2923">
        <line lrx="1867" lry="2985" ulx="464" uly="2923">Wir kehren zu jener Miſſionsreiſe Burns (im J. 1854) zurück,</line>
        <line lrx="1868" lry="3052" ulx="358" uly="2990">auf der er den guten Samen ausſtreute, aus welchem ſo liebliche</line>
      </zone>
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        <line lrx="470" lry="473" ulx="406" uly="439">160</line>
        <line lrx="1932" lry="569" ulx="407" uly="512">Früchte erwuchſen. Nach zweimonatlichem Aufenthalt in Petſchuia</line>
        <line lrx="1933" lry="637" ulx="406" uly="579">übergab er die angefaßten Seelen der Pflege zweier Nationalgehilfen</line>
        <line lrx="1930" lry="704" ulx="409" uly="645">und zog mit ſeinen zwei eingebornen Begleitern weiter nach Süden.</line>
        <line lrx="1930" lry="770" ulx="407" uly="713">Aus der Ebene gieng es nun hinein in die rauhen Bergregionen, in</line>
        <line lrx="1926" lry="835" ulx="407" uly="778">denen jedoch jedes anbaufähige Plätzlein mit Weizen, Gerſte oder</line>
        <line lrx="1929" lry="902" ulx="408" uly="845">Reis bepflanzt iſt, und im Frühling die Thäler im Schmuck der</line>
        <line lrx="1925" lry="969" ulx="414" uly="911">reichen Pfirſichblüthe prangen. Nach wenigen Stunden kamen ſie in</line>
        <line lrx="1925" lry="1033" ulx="409" uly="977">den Marktflecken Bay⸗pay, wohin ſie von mehreren Perſonen ein⸗</line>
        <line lrx="1929" lry="1105" ulx="409" uly="1044">geladen waren Freundlich aufgenommen und bewirthet, blieben ſie</line>
        <line lrx="1931" lry="1170" ulx="410" uly="1110">da elf Tage und verkündigten das Evangelium dreißig bis vierzig</line>
        <line lrx="1935" lry="1235" ulx="411" uly="1176">Dörfern der Umgegend. Es fand hier keine Erweckung ſtatt wie in</line>
        <line lrx="1937" lry="1303" ulx="411" uly="1243">Petſchuia, doch zeigte ſich in der Folge, daß einige Herzen ſich der</line>
        <line lrx="1937" lry="1368" ulx="411" uly="1310">Wahrheit geöffnet hatten. Die Chriſten in Petſchuia nahmen von</line>
        <line lrx="1929" lry="1431" ulx="413" uly="1377">da an das nur 600 Einwohner zählende Dörflein in ihre Pflege und</line>
        <line lrx="1933" lry="1502" ulx="418" uly="1443">nach zwei Jahren war ein Häuflein von dreißig hungrigen Seelen</line>
        <line lrx="1932" lry="1570" ulx="420" uly="1510">geſammelt, die in einem von ihnen ſelbſt gemietheten Hauſe zu ihrer</line>
        <line lrx="1936" lry="1635" ulx="419" uly="1575">Erbauung zuſammenkamen, und von denen elf bereits die h. Taufe</line>
        <line lrx="1936" lry="1701" ulx="420" uly="1642">empfangen hatten. In der Nähe wurde auch (1856) eine Frau ent⸗</line>
        <line lrx="1934" lry="1764" ulx="421" uly="1709">deckt, die bei Burns erſtem Beſuche zu einiger Erkenntniß gekommen</line>
        <line lrx="1939" lry="1829" ulx="415" uly="1774">war. Sie hatte damals mit keinem der Miſſionare geſprochen, aber</line>
        <line lrx="1942" lry="1899" ulx="417" uly="1841">ohne zu ahnen, daß noch andere gleichgeſinnte Seelen in der Nähe</line>
        <line lrx="1943" lry="1967" ulx="415" uly="1907">ſeien, aufgehört, zu ihren Götzen zu beten, und dafür täglich ihre Kniee</line>
        <line lrx="1942" lry="2034" ulx="420" uly="1974">vor dem lebendigen Gott gebeugt. Ihre Verwandten ſchalten ſie aus</line>
        <line lrx="1944" lry="2100" ulx="418" uly="2040">über ihr ſonderbares Betragen und drohten ihr: „Warte nur, wenn</line>
        <line lrx="1943" lry="2169" ulx="418" uly="2107">du geſtorben biſt, werden wir dir keine Kleider und Speiſe zum</line>
        <line lrx="1940" lry="2234" ulx="419" uly="2173">Opfer bringen, daß du als ein armer, kalter und hungernder Geiſt</line>
        <line lrx="1942" lry="2299" ulx="419" uly="2239">darben mußt.“ Sie aber erwiederte getroſt: „Nein, Gott wird mich</line>
        <line lrx="1946" lry="2366" ulx="423" uly="2305">in den Himmel aufnehmen, und da brauche ich eure Speiſeopfer</line>
        <line lrx="1946" lry="2432" ulx="422" uly="2371">nicht.“ Groß war ihr freudiges Erſtaunen, als ſie vernahm, daß</line>
        <line lrx="1946" lry="2502" ulx="424" uly="2437">ganz in der Nähe ein Häuflein Chriſten ſich zu gemeinſamer Er⸗</line>
        <line lrx="1947" lry="2568" ulx="423" uly="2504">bauung zu verſammeln pflegte; natürlich zögerte ſie nicht, ſich ihnen</line>
        <line lrx="1947" lry="2633" ulx="426" uly="2572">anzuſchließen, und mit großem Eifer ſuchte ſie auch andere Frauen</line>
        <line lrx="1947" lry="2699" ulx="426" uly="2637">herbeizuziehen. Kurz darauf wurden ſie und mehrere andere getauft.</line>
        <line lrx="1948" lry="2765" ulx="427" uly="2703">In den folgenden Jahren mehrte ſich die Zahl der Taufbewerber ſo,</line>
        <line lrx="1949" lry="2831" ulx="428" uly="2769">daß der Miſſionar, der das Dörflein von Zeit zu Zeit beſuchte, ein⸗</line>
        <line lrx="1947" lry="2892" ulx="431" uly="2837">mal mit 21 und ein anderes Mal mit 31 Perſonen auf einmal ſich</line>
        <line lrx="1947" lry="2964" ulx="431" uly="2904">zu beſprechen hatte. Es brachen zwar auch hier, wie überall, wo</line>
        <line lrx="1948" lry="3029" ulx="432" uly="2971">das Wort Gottes Wurzel faßt, Verfolgungen aus. Weil die Ohriſten</line>
      </zone>
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        <line lrx="1847" lry="496" ulx="1786" uly="462">161</line>
      </zone>
      <zone lrx="1864" lry="2974" type="textblock" ulx="335" uly="536">
        <line lrx="1850" lry="591" ulx="336" uly="536">ſich weigerten, noch ferner zu den Götzenfeſten beizuſteuern, wurden</line>
        <line lrx="1850" lry="658" ulx="336" uly="603">ihre Reisfelder und ihre ſonſtige Habe ausgeplündert, und mehrere</line>
        <line lrx="1849" lry="724" ulx="336" uly="670">Frauen von ihren Angehörigen geſchlagen. Aber in der Trübſal wuchs</line>
        <line lrx="1851" lry="792" ulx="336" uly="735">nur der Glaube der Bekehrten, und ihre Feſtigkeit und Sanftmuth</line>
        <line lrx="1852" lry="858" ulx="336" uly="803">brachte endlich nicht nur die Gegner zum Schweigen, ſondern wurde</line>
        <line lrx="1849" lry="924" ulx="335" uly="868">ſogar das Mittel, einige derſelben für das Evangelium zu gewinnen.</line>
        <line lrx="1854" lry="987" ulx="338" uly="934">Im Jahr 1862 wurden aus der Zahl der Bekehrten drei Gemeinde⸗</line>
        <line lrx="1855" lry="1056" ulx="342" uly="999">älteſte und zwei Diakone gewählt, bei deren Ordination dreißig Per⸗</line>
        <line lrx="1855" lry="1121" ulx="342" uly="1066">ſonen das h. Abendmahl mitfeierten; zwei Jahre ſpäter war ein</line>
        <line lrx="1855" lry="1187" ulx="340" uly="1132">Kirchlein erbaut, in dem nach orientaliſcher Sitte ſich auf einer Seite</line>
        <line lrx="1856" lry="1253" ulx="341" uly="1198">ein abgeſonderter Raum für die Frauen beſindet, und 50 Perſonen</line>
        <line lrx="1856" lry="1319" ulx="343" uly="1265">nahmen am h. Abendmahl Theil. Im Jahr 1865 waren es 70</line>
        <line lrx="901" lry="1386" ulx="342" uly="1331">Kommunikanten geworden.</line>
        <line lrx="1854" lry="1451" ulx="451" uly="1395">Gleich nach der erſten Ausſaat in Petſchuia und Baypay im</line>
        <line lrx="1858" lry="1518" ulx="343" uly="1461">Frühling 1854 hatte Burns geſundheitshalber mit dem noch viel lei⸗</line>
        <line lrx="1856" lry="1584" ulx="343" uly="1528">denderen Dr. Young (der bald darauf ſtarb) eine Reiſe in die Hei⸗</line>
        <line lrx="1854" lry="1652" ulx="343" uly="1597">mat antreten und die Pflege des hoffnungsvollen Arbeitsfeldes Miſſ.</line>
        <line lrx="1858" lry="1717" ulx="341" uly="1662">Johnſton überlaſſen müſſen, der damals noch ſehr unvollkommen</line>
        <line lrx="1858" lry="1785" ulx="345" uly="1729">mit der Sprache vertraut war und kurz darauf ſelbſt wegen Krankheit</line>
        <line lrx="1857" lry="1851" ulx="347" uly="1794">aus der Miſſion ſcheiden mußte. Eine Zeitlang aber konnte er noch</line>
        <line lrx="1857" lry="1917" ulx="347" uly="1861">vom Bette aus die Arbeiten der eingebornen Evangeliſten leiten und</line>
        <line lrx="1859" lry="1982" ulx="346" uly="1926">durfte dabei wunderbare Stärkung von Oben erfahren. Um mit den</line>
        <line lrx="1861" lry="2046" ulx="347" uly="1993">verſchiedenen Stationen, ſo weit ſeine Geſundheit es erlaubte, un⸗</line>
        <line lrx="1860" lry="2112" ulx="347" uly="2060">gehinderten Verkehr zu haben, hielt er ſich ein Boot mit einer kleinen</line>
        <line lrx="1859" lry="2179" ulx="346" uly="2125">Kajüte, in der er bei Tag ſtudieren und bei Nacht ſchlafen konnte.</line>
        <line lrx="1859" lry="2248" ulx="347" uly="2192">Er bemannte es mit eingebornen Chriſten, welche über die Furcht vor</line>
        <line lrx="1861" lry="2315" ulx="346" uly="2257">den ſich auf dieſen Gewäſſern herumtreibenden Dieben hinaus waren,</line>
        <line lrx="1861" lry="2379" ulx="343" uly="2323">und fuhr von Amoy aus in viele Städte und Dörfer der Inſeln und</line>
        <line lrx="1861" lry="2444" ulx="345" uly="2389">Buchten. Das „Evangeliumsboot“ erhielt von verſchiedenen Orten</line>
        <line lrx="1863" lry="2512" ulx="346" uly="2455">Einladungen zu Beſuchen, und dem einſam zurückgebliebenen ſiechen</line>
        <line lrx="1862" lry="2579" ulx="347" uly="2520">Miſſionar war es eine große Ermuthigung, daraus ſehen zu dürfen,</line>
        <line lrx="1862" lry="2644" ulx="346" uly="2589">daß der Herr ſich noch immer zu dem Werk bekannte, und ihn neuer</line>
        <line lrx="1861" lry="2713" ulx="347" uly="2656">Zeichen Seiner Macht und Seiner gnadenreichen Nähe würdigte. Als</line>
        <line lrx="1862" lry="2778" ulx="346" uly="2720">ſeine gebrochene Geſundheit 1855 auch ihn zur Heimkehr nöthigte,</line>
        <line lrx="1864" lry="2845" ulx="347" uly="2786">fieng er mit großem Eifer an, in Schottland Beiträge zu ſammeln</line>
        <line lrx="1864" lry="2911" ulx="347" uly="2855">zur Herſtellung der nothwendig gewordenen Miſſionsgebäude auf den</line>
        <line lrx="1864" lry="2974" ulx="352" uly="2919">verſchiedenen Stationen. Da die Aerzte ihm ſelbſt nicht mehr er⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1864" lry="3087" type="textblock" ulx="351" uly="2987">
        <line lrx="1864" lry="3042" ulx="351" uly="2987">laubten, auf die geliebte Stätte ſeiner Wirkſamkeit zurückzukehren, war</line>
        <line lrx="1589" lry="3087" ulx="410" uly="3051">Miſſ. Mag. XI. 11</line>
      </zone>
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      <zone lrx="1982" lry="3077" type="textblock" ulx="453" uly="485">
        <line lrx="516" lry="519" ulx="454" uly="485">162</line>
        <line lrx="1975" lry="614" ulx="456" uly="552">es ihm wohlthuend, dem im März in Begleitung eines neuen Mit⸗</line>
        <line lrx="1976" lry="680" ulx="456" uly="621">arbeiters wieder dorthin abgegangenen Burns wenigſtens eine Summe</line>
        <line lrx="1973" lry="748" ulx="454" uly="689">von 36,000 fl. zu dem oben erwähnten Zweck nachſenden zu können.</line>
        <line lrx="1977" lry="811" ulx="565" uly="754">Wie freute ſich Burns, als er nach längeren Reiſen im Norden</line>
        <line lrx="1976" lry="878" ulx="456" uly="820">alle die von der erſten Erweckung her bekannten Geſichter in Petſchuia</line>
        <line lrx="1977" lry="944" ulx="454" uly="887">wieder ſah! Doch blieb dieſe Freude nicht lange ungetrübt; es</line>
        <line lrx="1977" lry="1009" ulx="453" uly="954">trat bald eine fühlbare Abnahme der erſten Liebe, des erſten</line>
        <line lrx="1978" lry="1078" ulx="455" uly="1020">Feuers und Ernſtes zu Tag. Ein Gemeindeglied mußte wegen</line>
        <line lrx="1978" lry="1152" ulx="457" uly="1086">Opiumrauchens, ein anderes wegen Mitmachens heidniſcher Ge⸗</line>
        <line lrx="1977" lry="1218" ulx="454" uly="1152">bräuche ausgeſchloſſen werden, während ein drittes gleichfalls des</line>
        <line lrx="1980" lry="1284" ulx="455" uly="1218">Abfalls ſchuldig ſchien. Daraufhin kehrte der Herr mit Krankheit</line>
        <line lrx="1978" lry="1345" ulx="454" uly="1283">und Tod ein. Im Laufe weniger Monate ſtarben fünf Perſonen,</line>
        <line lrx="1979" lry="1415" ulx="454" uly="1351">und nicht weniger als neun flohen vor den wieder ausbrechenden Ver⸗</line>
        <line lrx="1979" lry="1484" ulx="455" uly="1411">folgungen in eine andere Gegend. Neue Taufbewerber meldeten ſich</line>
        <line lrx="1981" lry="1548" ulx="456" uly="1482">nur ſpärlich, ſo daß die einſt ſo hoffnungsvolle geſichtete Gemeinde</line>
        <line lrx="1980" lry="1616" ulx="455" uly="1550">ſehr ſchwach und klein daſtand. Recht von Herzen lernte da Miſſ. Doug⸗</line>
        <line lrx="1981" lry="1683" ulx="455" uly="1616">las, dem Burns die Pflege dieſer Gemeinden übergeben hatte, wäh⸗</line>
        <line lrx="1982" lry="1745" ulx="458" uly="1682">rend er ſelbſt ein neues Arbeitsfeld betrat, in die Klagen der Propheten</line>
        <line lrx="1982" lry="1809" ulx="458" uly="1746">über die Zerſtörung im Weinberg des Herrn einſtimmen. Tief</line>
        <line lrx="1981" lry="1881" ulx="458" uly="1816">empfand er dabei auch, daß die Miſſionsgemeinde zu Hauſe mit an⸗</line>
        <line lrx="1980" lry="1949" ulx="459" uly="1882">ſtehen müſſe, dieſe ſchwere Laſt zu tragen und in Beugung und ernſt⸗</line>
        <line lrx="1978" lry="2014" ulx="458" uly="1949">lichem Gebet das Heilmittel dagegen zu ſuchen. In dieſem Gefühl</line>
        <line lrx="1981" lry="2083" ulx="458" uly="2016">hielt er es für ſeine Pflicht, u. A. darauf hinzudeuten, daß in den</line>
        <line lrx="1978" lry="2150" ulx="460" uly="2083">heimiſchen Berichten über unbedeutende Dinge in einzelnen Fällen zu</line>
        <line lrx="1980" lry="2213" ulx="460" uly="2148">viel Aufhebens gemacht worden ſei, eine Ermahnung zur Vorſicht,</line>
        <line lrx="1977" lry="2283" ulx="460" uly="2214">die gewiß aller Beachtung werth iſt. — In Petſchuia ſelbſt gieng die</line>
        <line lrx="1980" lry="2339" ulx="465" uly="2282">Gemeinde mit Wärme auf den Vorſchlag eines ihrer Aelteſten ein,</line>
        <line lrx="1982" lry="2414" ulx="462" uly="2349">eine Faſten⸗ und Gebetszeit zu feiern. Als dieſer vor einer zahlreichen</line>
        <line lrx="1982" lry="2480" ulx="467" uly="2414">Verſammlung zu beten begann, war er ſo bewegt, daß ihm die</line>
        <line lrx="1982" lry="2546" ulx="464" uly="2482">Stimme verſagte; der Prediger Tau ſchluchzte laut; in ſämmtlichen</line>
        <line lrx="1979" lry="2614" ulx="463" uly="2548">Zuſammenkünften war das Wehen des Geiſtes Gottes fühlbar.</line>
        <line lrx="1982" lry="2680" ulx="465" uly="2614">Miſſ. Burns kam nun zu Douglas Unterſtützung herbei, und einige</line>
        <line lrx="1982" lry="2743" ulx="466" uly="2681">Monate hindurch ruhte ein ſichtbarer Segen auf den Bemühungen,</line>
        <line lrx="1981" lry="2814" ulx="467" uly="2748">jeden noch verborgenen Bann zu entfernen. Es kamen Dinge ans</line>
        <line lrx="1982" lry="2880" ulx="466" uly="2815">Licht, die unentdeckt noch lange dem Wachsthum der Kirche hätten</line>
        <line lrx="1980" lry="2947" ulx="465" uly="2881">ſchaden können, dann aber gieng die kleine Gemeinde wie geläutertes</line>
        <line lrx="1346" lry="3009" ulx="470" uly="2956">Gold aus dem Feuer hervor. .</line>
        <line lrx="1980" lry="3077" ulx="579" uly="3013">Von den Proben, die in jener Zeit innerer und äußerer Be⸗</line>
      </zone>
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        <line lrx="1835" lry="519" ulx="1773" uly="486">163</line>
        <line lrx="1835" lry="616" ulx="325" uly="550">drängniß die Gläubigen zu beſtehen hatten, nur Ein Beiſpiel.</line>
        <line lrx="1837" lry="681" ulx="325" uly="617">Wat, ein Glied der Baypay⸗Gemeinde, wurde von ſeinen heidniſchen</line>
        <line lrx="1835" lry="747" ulx="325" uly="683">Nachbarn aufgefordert, wie früher ſeinen Beitrag zu den Götzenfeſten</line>
        <line lrx="1838" lry="814" ulx="325" uly="751">zu geben. Er weigerte ſich. Nun verbot man ihm, am Ortsbrunnen</line>
        <line lrx="1838" lry="882" ulx="325" uly="815">Waſſer zu holen und ſchlug ſeinen Sohn, als dieſer es dennoch thun</line>
        <line lrx="1839" lry="948" ulx="325" uly="883">wollte; man fällte einen Theil der Fichtenbäume, die ſeinen Haupt⸗</line>
        <line lrx="1838" lry="1013" ulx="327" uly="948">beſitz bildeten, und als man ſah, daß er bei der Ortsbehörde keinen</line>
        <line lrx="1839" lry="1077" ulx="326" uly="1015">Beiſtand fand, gieng es in gleicher Weiſe an ſeine Obſtbäume. Erſt</line>
        <line lrx="1641" lry="1146" ulx="329" uly="1083">nach dieſer Rache hörten die Plackereien für einige Zeit auf.</line>
        <line lrx="1838" lry="1213" ulx="440" uly="1150">Einer wunderbaren Durchhilfe ſei aber hier auch erwähnt. In</line>
        <line lrx="1838" lry="1281" ulx="332" uly="1215">Petſchuia traten eines Tages Polizeidiener in die Wohnung jenes</line>
        <line lrx="1840" lry="1344" ulx="328" uly="1281">Tuchhändlers ein, der mit ſeiner ganzen Familie zu den erſten Be⸗</line>
        <line lrx="1839" lry="1413" ulx="332" uly="1349">kehrten gehörte. Sie wollten ſein Haus plündern, vielleicht auch ihn</line>
        <line lrx="1839" lry="1481" ulx="302" uly="1414">gefangen nehmen. Da er übelhörig war, verſtand er ihre Forderung</line>
        <line lrx="1835" lry="1545" ulx="327" uly="1481">nur halb, erwiederte aber gleich: „O ja, ich weiß, warum ihr kommet,“</line>
        <line lrx="1839" lry="1611" ulx="324" uly="1545">und einen Theil ſeiner Waaren herabnehmend: „Nehmet dieß, nehmet</line>
        <line lrx="1839" lry="1677" ulx="328" uly="1611">Alles, ich will ſelbſt auch mit euch gehen, doch bin ich ſehr alt und</line>
        <line lrx="1832" lry="1748" ulx="326" uly="1677">faſt taub; nehmet auch meine Knaben und mein kleines Mädchen</line>
        <line lrx="1839" lry="1812" ulx="327" uly="1743">dort, wir ſind Alle Chriſten, wir fürchten uns nicht, wir wollen gerne</line>
        <line lrx="1839" lry="1878" ulx="332" uly="1810">mit euch kommen.“ In ihrer Ueberraſchung über dieſen Empfang</line>
        <line lrx="1419" lry="1937" ulx="331" uly="1875">giengen die Leute unverrichteter Sache wieder fort.</line>
        <line lrx="1838" lry="2007" ulx="435" uly="1938">Sobald Burns in Petſchuia wieder entbehrlich war, kehrte er</line>
        <line lrx="1838" lry="2071" ulx="331" uly="2007">nach Swatau zurück, wo ſich ihm, nebſt Miſſ. Taylor, ſeit 1856</line>
        <line lrx="1840" lry="2136" ulx="334" uly="2074">ein neues Arbeitsfeld eröffnet hatte. Es iſt dieß eine 50 Stunden</line>
        <line lrx="1839" lry="2201" ulx="335" uly="2142">von Amoy gelegene volkreiche Handelsſtadt, in der Leute aus allen</line>
        <line lrx="1839" lry="2271" ulx="335" uly="2206">Provinzen des chineſiſchen Reichs zuſammenſtrömen, früher ein Haupt⸗</line>
        <line lrx="1840" lry="2336" ulx="333" uly="2271">ſchmuggelplatz für den Opiumhandel. In der Stadt ſelbſt wie in</line>
        <line lrx="1839" lry="2402" ulx="327" uly="2338">der ganzen Umgegend fand Burns die Leute viel roher und tiefer in</line>
        <line lrx="1839" lry="2467" ulx="331" uly="2403">finſtern Götzendienſt verſunken, als irgendwo ſonſt in China. Boots⸗</line>
        <line lrx="1838" lry="2536" ulx="329" uly="2471">leute und Feldarbeiter giengen faſt nackt einher; ja es wurden ihm</line>
        <line lrx="1838" lry="2606" ulx="333" uly="2536">mehrere Fälle erzählt, in denen ſiegreiche Feinde ihre Gefangenen</line>
        <line lrx="1838" lry="2665" ulx="18" uly="2601">ſchlachteten und deren Herz kochten und verſchlangen. Burns aber</line>
        <line lrx="1838" lry="2733" ulx="79" uly="2654">lernte getroſt ihre Sprache, nun ſchon den fünften Dialekt, deſſen er</line>
        <line lrx="1838" lry="2796" ulx="331" uly="2731">ſich zu bemächtigen hatte. Einmal brachen um Mitternacht Diebe</line>
        <line lrx="1837" lry="2870" ulx="334" uly="2797">in das Haus, worin er ſich auf einer Predigtreiſe einquartiert hatte,</line>
        <line lrx="1837" lry="2933" ulx="331" uly="2864">und plünderten ihn bis auf die Kleider, die er auf dem Leibe trug,</line>
        <line lrx="1839" lry="2996" ulx="329" uly="2931">rein aus. Dennoch ſetzte er mit einem ſeiner Nationalgehilfen die</line>
        <line lrx="1837" lry="3059" ulx="330" uly="2997">Reiſe fort, während die andern umkehrten, um in Swatau einen</line>
      </zone>
      <zone lrx="1928" lry="3167" type="textblock" ulx="1731" uly="3157">
        <line lrx="1928" lry="3167" ulx="1731" uly="3157">—,—.———</line>
      </zone>
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        <line lrx="516" lry="519" ulx="453" uly="487">164</line>
        <line lrx="1969" lry="614" ulx="458" uly="547">neuen Vorrath von Büchern und Geld zu holen. Gott ließ Seine</line>
        <line lrx="1971" lry="680" ulx="458" uly="615">Boten nicht darben. Die Leute, denen ſie Bücher anboten, ſteuerten</line>
        <line lrx="1969" lry="747" ulx="457" uly="679">ſo fröhlich zu ihrem Unterhalt bei, daß ſie am erſten Tag ſchon auch</line>
        <line lrx="1970" lry="813" ulx="457" uly="745">für den kommenden verſorgt waren; ein Landmann aber, der des</line>
        <line lrx="1970" lry="882" ulx="454" uly="811">gleichen Weges gieng, nahm ihnen den für ſeine Schultern leichten,</line>
        <line lrx="1970" lry="945" ulx="455" uly="878">für die ihren jedoch ſchweren Bücherſack vom Rücken und ſagte, er</line>
        <line lrx="1970" lry="1013" ulx="455" uly="944">verlange kein Geld zum Lohn, wenn er für ſeine Mühe nur ein</line>
        <line lrx="736" lry="1078" ulx="455" uly="1026">Buch erhalte.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1974" lry="3067" type="textblock" ulx="454" uly="1143">
        <line lrx="1970" lry="1211" ulx="567" uly="1143">Einige Zeit nach dieſem Ereigniß beſuchte Burns Tſchau⸗ tſchau⸗fu,</line>
        <line lrx="1970" lry="1277" ulx="459" uly="1211">eine ziemlich bedeutende Nachbarſtadt, in der ſeine Ankunſt die Be⸗</line>
        <line lrx="1972" lry="1345" ulx="454" uly="1276">hörden in große Unruhe und Aufregung verſetzte. Er wurde mit</line>
        <line lrx="1972" lry="1411" ulx="463" uly="1343">ſeinen beiden Gefährten feſtgenommen und gefangen geſetzt, und ob⸗</line>
        <line lrx="1972" lry="1478" ulx="459" uly="1410">gleich ſich im Verhör durchaus kein Grund zum Verdacht gegen ihn</line>
        <line lrx="1972" lry="1544" ulx="464" uly="1475">ergab, in einem Flußboot nach Kanton hinab transportirt, um dort</line>
        <line lrx="1971" lry="1608" ulx="463" uly="1542">dem engliſchen Konſul überliefert zu werden. Die Reiſe dauerte einen</line>
        <line lrx="1973" lry="1672" ulx="458" uly="1607">vollen Monat, während deſſen Burns ſo fieberkrank war, daß er die</line>
        <line lrx="1972" lry="1741" ulx="458" uly="1676">Gelegenheit, ſeinen Begleitern die Wahrheit nahe zu bringen, nur</line>
        <line lrx="1970" lry="1807" ulx="456" uly="1741">wenig benützen konnte. Es war eine gnädige Führung, daß er gerade</line>
        <line lrx="1972" lry="1872" ulx="456" uly="1809">noch dem engliſchen Konſul übergeben wurde, ehe zwiſchen dem blut⸗</line>
        <line lrx="1972" lry="1940" ulx="460" uly="1875">dürſtigen Gouverneur von Kanton und der engliſchen Regierung Krieg</line>
        <line lrx="1973" lry="2004" ulx="459" uly="1942">ausbrach. Burns Gefährten waren nicht mit ihm nach Kanton ab⸗</line>
        <line lrx="1973" lry="2074" ulx="457" uly="2004">geführt, ſondern an Ort und Stelle von den chineſiſchen Behörden</line>
        <line lrx="1973" lry="2139" ulx="457" uly="2075">in Verwahrſam gehalten worden. Ihr freimüthiges Bekenntniß von</line>
        <line lrx="1974" lry="2204" ulx="456" uly="2142">der Wahrheit und Vortrefflichkeit des Evangeliums trug ihnen eine</line>
        <line lrx="1973" lry="2272" ulx="456" uly="2209">ſehr ſchmerzhafte chineſiſche Strafe ein — 40 Backenſtreiche, mit einem</line>
        <line lrx="1974" lry="2337" ulx="458" uly="2275">einer Schuhſohle ähnlichen Schlägel ertheilt. Dafür aber konnten ſie</line>
        <line lrx="1974" lry="2405" ulx="465" uly="2342">täglich ihren Mitgefangenen das Evangelium verkünden, und zu</line>
        <line lrx="1974" lry="2470" ulx="458" uly="2410">ihrer großen Freude fieng einer derſelben, der in der Folge zum</line>
        <line lrx="1973" lry="2535" ulx="463" uly="2475">Glauben kam, an, im Worte Gottes zu forſchen. Trotz der Gefahr,</line>
        <line lrx="1973" lry="2602" ulx="462" uly="2531">der er ſich ſelbſt dadurch aufs neue ausſetzte, begab ſich nun Burns</line>
        <line lrx="1972" lry="2668" ulx="460" uly="2608">gleich nach ſeiner Rückkehr von Kanton wieder nach Tſchau⸗tſchau⸗fu,</line>
        <line lrx="1973" lry="2735" ulx="459" uly="2674">in der Hoffnung, für die Befreiung der dort noch immer gefangenen</line>
        <line lrx="1973" lry="2799" ulx="460" uly="2740">Brüder etwas thun zu können. Nach viermonatlicher Haft wurden</line>
        <line lrx="1973" lry="2868" ulx="461" uly="2805">ſie endlich entlaſſen, und rüſtig nahm man nun die gemeinſame</line>
        <line lrx="1973" lry="2927" ulx="462" uly="2874">Arbeit in Swatau wieder auf. Manches ließe ſich erzählen von</line>
        <line lrx="1973" lry="2999" ulx="464" uly="2940">Kämpfen und Anfechtungen, aber auch von ſüßen Gnadenerfahrungen</line>
        <line lrx="1973" lry="3067" ulx="461" uly="3006">auf dieſem noch ungebrochenen Felde, von deſſen Wichtigkeit Burns</line>
      </zone>
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      </zone>
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        <line lrx="1831" lry="479" ulx="1769" uly="444">165</line>
      </zone>
      <zone lrx="1848" lry="3038" type="textblock" ulx="316" uly="524">
        <line lrx="1829" lry="594" ulx="316" uly="524">ſo überzeugt war, daß auf ſeinen Rath Miſſ. Smith von Amoy kam,</line>
        <line lrx="1651" lry="651" ulx="320" uly="590">um 1858 eine bleibende Miſſionsſtation daſelbſt zu gründen.</line>
        <line lrx="1830" lry="722" ulx="430" uly="656">Eine beſonders fröhliche Erfahrung wurde in Tathaupo, einer</line>
        <line lrx="1829" lry="788" ulx="321" uly="721">Stadt von 50,000 Einwohnern nahe bei Swatau, gemacht. Nach⸗</line>
        <line lrx="1833" lry="849" ulx="317" uly="789">dem die Brüder um einen offenen Eingang gebetet hatten, machten</line>
        <line lrx="1829" lry="925" ulx="320" uly="855">eingeborne Chriſten den erſten Predigtverſuch. Sie kamen aber am</line>
        <line lrx="1832" lry="989" ulx="318" uly="915">nächſten Tag mit der Nachricht zurück, eine donnernde Proklamation</line>
        <line lrx="1832" lry="1054" ulx="320" uly="987">warne männiglich vor jedem Verkehr mit Fremden, und riethen darum</line>
        <line lrx="1823" lry="1121" ulx="321" uly="1052">entſchieden von weiteren Beſuchen daſelbſt ab. Doch Burns fühlet,</line>
        <line lrx="1832" lry="1188" ulx="320" uly="1117">daß er es mit dem HErrn wagen ſolle; er begab ſich hin, ſtellte ſich</line>
        <line lrx="1831" lry="1252" ulx="329" uly="1185">in der Straße auf und predigte faſt den ganzen Tag in der ſchauer⸗</line>
        <line lrx="1835" lry="1320" ulx="325" uly="1252">lichſten Sonnenhitze. Als er heim gehen wollte, lud ihn ein angeſehener</line>
        <line lrx="1834" lry="1386" ulx="324" uly="1317">Mann zum Eſſen und Logiren ein und bewirthete ihn aufs Beſte.</line>
        <line lrx="1831" lry="1450" ulx="326" uly="1384">So wurde die Predigt in den nächſten Tagen ohne Anſtand fortge⸗</line>
        <line lrx="1337" lry="1519" ulx="322" uly="1458">ſetzt, und Viele hörten den Fremden mit Luſt.</line>
        <line lrx="1832" lry="1583" ulx="432" uly="1519">Burns, deſſen innerſter Drang es war, den Schall des Evange⸗</line>
        <line lrx="1835" lry="1648" ulx="328" uly="1584">liums in immer neue Gegenden zu tragen, hatte ſich gleich bei ſeiner</line>
        <line lrx="1840" lry="1718" ulx="325" uly="1650">Ausſendung die Erlaubniß erbeten, ohne ſich auf die Pflege einer</line>
        <line lrx="1828" lry="1783" ulx="328" uly="1715">einzelnen neugeſammelten Gemeinde beſchränken zu müſſen, predigend</line>
        <line lrx="1831" lry="1846" ulx="330" uly="1783">das Land durchziehen zu dürfen, und ergriff jetzt abermals den Wander⸗</line>
        <line lrx="1830" lry="1911" ulx="328" uly="1849">ſtab. Im Jahr 1861 konnte von Swatau aus in dem etwa acht</line>
        <line lrx="1834" lry="1978" ulx="334" uly="1915">Stunden nördlicher gelegenen Küſtenſtädtchen Bam⸗tſau eine Zweig⸗</line>
        <line lrx="1838" lry="2043" ulx="333" uly="1984">ſtation errichtet werden. Einige Jahre zuvor hatte dort der treue</line>
        <line lrx="1842" lry="2110" ulx="330" uly="2048">Basler Miſſionar Lechler unter viel Trübſal gearbeitet und den</line>
        <line lrx="1842" lry="2178" ulx="330" uly="2113">Platz endlich doch aufgeben müſſen. Aber vergeblich hatte er nicht</line>
        <line lrx="1842" lry="2246" ulx="332" uly="2178">gewirkt und gelitten; ein durch ſeinen Dienſt bekehrter Mann, der in</line>
        <line lrx="1838" lry="2311" ulx="330" uly="2245">der Folge Smith's Mitarbeiter wurde, lud die Swatau⸗Miſſionare</line>
        <line lrx="1842" lry="2374" ulx="332" uly="2311">auf das verlaſſene Arbeitsfeld ein, die nun die reifenden Früchte</line>
        <line lrx="1845" lry="2441" ulx="334" uly="2377">ſammeln durften. Beſondere Freude machten hier die Kinder, die</line>
        <line lrx="1845" lry="2510" ulx="336" uly="2440">gar nicht müde wurden, die von Burns herausgegebenen geiſtlichen</line>
        <line lrx="1844" lry="2573" ulx="338" uly="2510">Lieder zu ſingen, und theilweiſe auch fleißig den Abendgottesdienſt</line>
        <line lrx="1842" lry="2639" ulx="334" uly="2576">beſuchten. Der weitere Fortſchritt des Werks wurde zwar ſehr auf⸗</line>
        <line lrx="1843" lry="2708" ulx="339" uly="2641">gehalten durch eine Stammfehde, in die Yam-tſau ſchon ſeit</line>
        <line lrx="1841" lry="2773" ulx="335" uly="2708">längerer Zeit mit einer Nachbarſtadt verwickelt war, doch hatte Smith</line>
        <line lrx="1844" lry="2836" ulx="335" uly="2774">im Juni 1862 die Freude, 8 Perſonen, worunter 5 Frauen, in die</line>
        <line lrx="1841" lry="2903" ulx="336" uly="2840">Kirche Chriſti aufzunehmen. Eine der Letzteren, eine ältliche Wittwe,</line>
        <line lrx="1848" lry="2970" ulx="337" uly="2906">die zu Anfang des Jahrs 1861 zum Glauben kam, hatte als Heidin</line>
        <line lrx="1847" lry="3038" ulx="338" uly="2973">lange Zeit nur von Pflanzenkoſt gelebt, um ſich dadurch eigene Verdienſte</line>
      </zone>
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      <zone lrx="1958" lry="3037" type="textblock" ulx="435" uly="517">
        <line lrx="1956" lry="577" ulx="440" uly="517">zu erwerben. Jetzt freute ſie ſich ſo innig des Verdienſtes Jeſu, daß</line>
        <line lrx="1958" lry="644" ulx="443" uly="582">ſie nicht ſatt wurde, auch Andern von dem Heiland zu erzählen, den</line>
        <line lrx="1946" lry="708" ulx="439" uly="649">ſie gefunden hatte. Sie gieng in die Nachbardörfer hinaus, um die</line>
        <line lrx="1954" lry="775" ulx="440" uly="714">frohe Botſchaft auch ihren dortigen Bekannten zu verkünden. Schon</line>
        <line lrx="1954" lry="842" ulx="440" uly="781">ein Jahr nachdem ſie ſelbſt die heilige Taufe empfangen hatte, ließen</line>
        <line lrx="1950" lry="909" ulx="440" uly="848">ſich drei weitere Frauen taufen, die durch ihren Dienſt gewonnen</line>
        <line lrx="1955" lry="975" ulx="439" uly="914">worden waren. Für die Kinder wurde nun eine Sonntagsſchule er⸗</line>
        <line lrx="1955" lry="1039" ulx="440" uly="981">öffnet, in der ſie liebliche Fortſchritte machten. Im Herbſt 1862</line>
        <line lrx="1954" lry="1106" ulx="438" uly="1048">zählte die kleine Gemeinde 22 Perſonen. Unter den zuletzt Getauften</line>
        <line lrx="1955" lry="1173" ulx="437" uly="1114">befanden ſich zwei Männer, die als Anführer in jener Stammfehde</line>
        <line lrx="1954" lry="1239" ulx="437" uly="1183">kurz zuvor noch in tödtlicher Feindſchaft lebten und um ein Haar</line>
        <line lrx="1948" lry="1304" ulx="438" uly="1246">einander erſchlagen hätten. Jetzt ſaßen beide zu den Füßen Jeſu und</line>
        <line lrx="1951" lry="1370" ulx="438" uly="1313">feierten miteinander Sein Abendmahl. Gegen das Ende des Jahrs</line>
        <line lrx="1954" lry="1439" ulx="439" uly="1377">wurde endlich Friede geſchloſſen und der veraltete Zwiſt beigelegt;</line>
        <line lrx="1954" lry="1500" ulx="437" uly="1444">die Chriſten ſtimmten nun miteinander in Lob und Dank ein für die</line>
        <line lrx="1951" lry="1570" ulx="439" uly="1511">Erhörung ihres Gebets um Frieden. Im Frühling 1863 wurden</line>
        <line lrx="1954" lry="1636" ulx="439" uly="1577">aufs neue ſieben Seelen zu der Gemeinde hinzugethan, unter ihnen</line>
        <line lrx="1948" lry="1704" ulx="439" uly="1644">auch ein Mann, der ſich lange nicht entſchließen konnte, ſeine gute</line>
        <line lrx="1948" lry="1769" ulx="438" uly="1709">Stellung in der Welt aufzugeben, um die Schmach Chriſti auf ſich</line>
        <line lrx="1949" lry="1838" ulx="436" uly="1777">zu nehmen. Erſt einige Wochen vor ſeiner Taufe entſagte er allen</line>
        <line lrx="1947" lry="1900" ulx="435" uly="1840">ſündhaften Gebräuchen und ſtellte ſich furchtlos dem Tadel und den</line>
        <line lrx="1952" lry="1968" ulx="437" uly="1907">Verfolgungen ſeiner früheren Freunde bloß. Er hatte die Koſten</line>
        <line lrx="1951" lry="2037" ulx="437" uly="1973">überſchlagen und war jetzt ein fröhlicher, demüthiger Jünger. Sein</line>
        <line lrx="1952" lry="2104" ulx="437" uly="2042">Name wurde aus dem im Ahnentempel aufbewahrten Familienregiſter</line>
        <line lrx="1949" lry="2167" ulx="437" uly="2109">geſtrichen, er aber freute ſich, daß ſein Name im Buch des Lebens</line>
        <line lrx="1949" lry="2234" ulx="438" uly="2174">angeſchrieben ſei. Vorher hatte er wohl auch zu beten verſucht, aber</line>
        <line lrx="1952" lry="2303" ulx="436" uly="2241">keine Worte finden können; jetzt war ſeine Zunge gelöst und ſein</line>
        <line lrx="1953" lry="2369" ulx="437" uly="2308">Herz ſo voll und weit, daß es eine wahre Erquickung war mit ihm</line>
        <line lrx="1952" lry="2432" ulx="436" uly="2374">zuſammenzuſein. Seither war er Verwalter der für die Verſtorbenen</line>
        <line lrx="1949" lry="2500" ulx="437" uly="2442">dargebrachten Opfergaben geweſen, jetzt wollte er mit dieſem Sünden⸗</line>
        <line lrx="1952" lry="2564" ulx="438" uly="2510">dienſt nichts mehr zu thun haben und wurde Verwalter der beim</line>
        <line lrx="1953" lry="2634" ulx="437" uly="2577">heiligen Abendmahl für Gemeindezwecke niedergelegten Spenden. —</line>
        <line lrx="1952" lry="2700" ulx="438" uly="2642">Eine weitere Freude wurde den Miſſionaren 1863 durch die Einweihung</line>
        <line lrx="1953" lry="2766" ulx="438" uly="2710">eines Verſammlungsſaales in einem Nachbardörflein zu Theil. Bei</line>
        <line lrx="1952" lry="2833" ulx="437" uly="2776">dieſer Gelegenheit fanden ſich nicht weniger als ſieben Frauen aus</line>
        <line lrx="1950" lry="2900" ulx="437" uly="2842">Yam⸗tſau ein, um ihre Schweſtern zu ermuthigen, der Volksſitte</line>
        <line lrx="1948" lry="2967" ulx="437" uly="2909">und allem Gerede der Leute zum Trotz doch auch die jetzt gebotene</line>
        <line lrx="1948" lry="3037" ulx="442" uly="2974">Gelegenheit zu benützen, das Wort Gottes zu hören. Es war das</line>
      </zone>
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      <zone lrx="1834" lry="3013" type="textblock" ulx="309" uly="431">
        <line lrx="1823" lry="463" ulx="1761" uly="431">167</line>
        <line lrx="1818" lry="564" ulx="311" uly="507">wirklich ein Stückchen chriſtlichen Heldenmuths, denn mit den künſtlich</line>
        <line lrx="1818" lry="633" ulx="311" uly="573">zuſammengepreßten Füßen über eine Stunde weit zu gehen und ſich</line>
        <line lrx="1818" lry="696" ulx="310" uly="639">dabei noch allerlei üblen Nachreden von Seiten ihrer heidniſchen</line>
        <line lrx="1821" lry="764" ulx="311" uly="706">Nachbarn auszuſetzen, war keine leichte Aufgabe. Auch in Yam⸗tſau</line>
        <line lrx="1814" lry="829" ulx="309" uly="772">blieben denen, die Chriſtum lieb hatten, Verfolgungen nicht erſpart.</line>
        <line lrx="1817" lry="895" ulx="312" uly="839">Einer armen Wittwe wurde Sonntags, während ſie in der Predigt</line>
        <line lrx="1822" lry="964" ulx="311" uly="904">war, ihre Wohnung ausgeplündert; einem andern Chriſten wurde</line>
        <line lrx="1821" lry="1030" ulx="311" uly="971">ſeine Zuckerpflanzung zerſtört, einem dritten ſein Geflügel geſtohlen;</line>
        <line lrx="1825" lry="1094" ulx="312" uly="1036">beinahe Alle waren unaufhörlich dem Spott und den Vorwürfen ihrer</line>
        <line lrx="1825" lry="1162" ulx="314" uly="1103">Mitbürger und der ungläubigen Glieder ihrer eigenen Familie aus⸗</line>
        <line lrx="1828" lry="1230" ulx="313" uly="1169">geſetzt; aber die Gnade Gottes ſtärkte die kleine Heerde ſo, daß ſie</line>
        <line lrx="1826" lry="1293" ulx="319" uly="1235">inmitten dieſer Trübſale und Ungerechtigkeiten nicht nur feſtſtand,</line>
        <line lrx="1248" lry="1363" ulx="315" uly="1303">ſondern auch ſich immer weiter ausbreitete.</line>
        <line lrx="1826" lry="1426" ulx="423" uly="1368">Aehnliche Erfahrungen ließen ſich noch aus verſchiedenen andern</line>
        <line lrx="1823" lry="1491" ulx="312" uly="1434">Ort en berichten, in die von Amoy und Petſchuia aus die Botſchaft</line>
        <line lrx="1827" lry="1556" ulx="318" uly="1500">von der Liebe Chriſti drang; doch wir müſſen uns auf einige verein⸗</line>
        <line lrx="1828" lry="1627" ulx="315" uly="1567">zelte Züge beſchränken. In Anhai, einer 60,000 Einwohner zäh⸗</line>
        <line lrx="1831" lry="1686" ulx="312" uly="1632">lenden und 15 Stunden von Amoy entfernten Stadt, die nur auf</line>
        <line lrx="1829" lry="1755" ulx="316" uly="1699">einem durch Stürme und Seeräuber gleich gefährlichen Waſſerweg zu</line>
        <line lrx="1824" lry="1825" ulx="314" uly="1765">erreichen iſt, fanden die Miſſionare im Jahr 1857 ungemein freund⸗</line>
        <line lrx="1824" lry="1892" ulx="316" uly="1832">liche Aufnahme, ſobald aber der Sauerteig des Evangeliums zu wirken</line>
        <line lrx="1826" lry="1960" ulx="315" uly="1897">begann, regte ſich auch der Geiſt des Widerſpruchs und der Feind⸗</line>
        <line lrx="1830" lry="2024" ulx="315" uly="1963">ſchaft. Als Miſſ. Douglas im Jahr 1860 das durch Nationalgehilfen</line>
        <line lrx="1831" lry="2087" ulx="320" uly="2029">bediente Häuflein der Gläubigen beſuchte, drang ein tobender Volks⸗</line>
        <line lrx="1829" lry="2156" ulx="317" uly="2095">haufe in das Haus, in dem er übernachtete, ſo daß er unter einem</line>
        <line lrx="1827" lry="2223" ulx="318" uly="2161">Regen von Steinen ſich in ſein Boot flüchten und auf die dringenden</line>
        <line lrx="1829" lry="2285" ulx="316" uly="2218">Bitten der Chriſten nach Amoy zurückkehren mußte. Vierzehn Tage</line>
        <line lrx="1830" lry="2352" ulx="316" uly="2293">nachher kam er wieder, um nach den Angefaßten zu ſehen, die er wie</line>
        <line lrx="1830" lry="2419" ulx="318" uly="2359">Schafe mitten unter den Wölfen zurückgelaſſen hatte. Zu ſeiner</line>
        <line lrx="1831" lry="2485" ulx="317" uly="2426">Freude waren die ſchon Entſchiedenen nur um ſo feſter, die noch</line>
        <line lrx="1831" lry="2549" ulx="319" uly="2493">Schwankenden ihrer Sache gewiſſer geworden; im folgenden Jahr</line>
        <line lrx="1833" lry="2617" ulx="318" uly="2560">ſandte die arme, nur 24 Seelen zählende Gemeinde auf eigene Koſten</line>
        <line lrx="1833" lry="2682" ulx="320" uly="2626">aus ihrer Mitte ſchon einen Evangeliſten in die benachbarten Dörfer</line>
        <line lrx="1831" lry="2749" ulx="320" uly="2691">aus. Es folgten neue Anfechtungen von Seiten der Heiden, und</line>
        <line lrx="1834" lry="2814" ulx="320" uly="2756">dießmal nicht, ohne vier der jungen Chriſten in ihrer Standhaftigkeit</line>
        <line lrx="1830" lry="2882" ulx="322" uly="2823">zu erſchüttern; dagegen legte auch eine 74jährige Frau ihr Haupt</line>
        <line lrx="1832" lry="2947" ulx="321" uly="2887">fröhlich zur Ruhe nieder mit den Worten: „Meine himmliſche Hei⸗</line>
        <line lrx="1833" lry="3013" ulx="322" uly="2954">mat iſt ſchön und herrlich, Jeſus hat mir eine Stätte bereitet. Song,</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="1844" lry="433" ulx="1382" uly="425">— — B ---—</line>
      </zone>
      <zone lrx="1964" lry="3048" type="textblock" ulx="439" uly="466">
        <line lrx="506" lry="499" ulx="441" uly="466">168</line>
        <line lrx="1952" lry="594" ulx="440" uly="542">mein Sohn, willſt du nicht mit mir in den Himmel kommen?“</line>
        <line lrx="1958" lry="662" ulx="439" uly="608">Und der Sohn erwiederte: „Mutter, wenn es Gottes Wille iſt, bin</line>
        <line lrx="1955" lry="728" ulx="444" uly="675">ich bereit mit dir zu gehen, aber mir iſt eher, er wolle mich noch</line>
        <line lrx="1958" lry="798" ulx="443" uly="717">ein paar Jahre länger hier laſſen, um das Evangelium zu verkünden,</line>
        <line lrx="1955" lry="859" ulx="440" uly="808">und wir werden zu der von Ihm beſtimmten Stunde einander wieder⸗</line>
        <line lrx="1958" lry="926" ulx="440" uly="873">ſehen.“ — Von Anhai verbreitet ſich nun das Chriſtenthum weiter</line>
        <line lrx="1959" lry="995" ulx="441" uly="941">nach der nahen Küſtenſtadt Tſchin⸗tſcheu, wo Douglas in einer</line>
        <line lrx="1098" lry="1063" ulx="442" uly="1008">alten Moſchee predigen durfte.</line>
        <line lrx="1956" lry="1131" ulx="552" uly="1075">In das etwa acht Stunden landeinwärts von Petſchuia gelegene</line>
        <line lrx="1959" lry="1196" ulx="442" uly="1141">Dörflein Khi⸗boey wurde das Evangelium im Jahr 1862 zuerſt</line>
        <line lrx="1956" lry="1261" ulx="442" uly="1207">durch einen Mann gebracht, der im Spital in Amoy leibliche und</line>
        <line lrx="1958" lry="1329" ulx="442" uly="1273">geiſtliche Pflege gefunden hatte. Als noch im Sommer des gleichen</line>
        <line lrx="1958" lry="1394" ulx="441" uly="1340">Jahrs Miſſ. Burns einen Beſuch dort machte, hatten ſchon 20 — 30</line>
        <line lrx="1959" lry="1462" ulx="442" uly="1406">Perſonen ihr Herz der Wahrheit geöffnet, und pflegten zu gemeinſamer</line>
        <line lrx="1961" lry="1526" ulx="445" uly="1473">Erbauung zuſammen zu kommen. Noch ehe im Jahr 1863 die zehn</line>
        <line lrx="1963" lry="1593" ulx="446" uly="1539">Erſtlinge getauft wurden, brachen auch hier ſchon ſo heftige Verfol⸗</line>
        <line lrx="1959" lry="1660" ulx="445" uly="1605">gungen aus, daß auf die Bitte der engliſchen Miſſionare der engliſche</line>
        <line lrx="1962" lry="1725" ulx="443" uly="1670">Konſul ſich darein legte und den chineſiſchen Behörden drohte, ſie in</line>
        <line lrx="1962" lry="1792" ulx="443" uly="1737">Peking zu verklagen, wenn ſie dem Wüthen der aufgeregten Volks⸗</line>
        <line lrx="1962" lry="1857" ulx="442" uly="1802">haufen nicht Einhalt thäten. Das wirkte; die Chriſten erhielten die</line>
        <line lrx="1958" lry="1922" ulx="444" uly="1867">weggetriebenen Schweine und Ochſen zurück und die Feinde waren</line>
        <line lrx="1960" lry="1992" ulx="445" uly="1934">am Ende noch froh und dankbar, an den Miſſionaren ihrer eigenen,</line>
        <line lrx="1962" lry="2101" ulx="444" uly="1969">in der augenblicklichen Furcht überſtrengen Obrigkeit gegenüber Für⸗</line>
        <line lrx="829" lry="2120" ulx="447" uly="2068">ſprecher zu finden.</line>
        <line lrx="1959" lry="2188" ulx="556" uly="2093">Unter den Chriſten ſelbſt trat in jener Zeit der Noth das Band</line>
        <line lrx="1961" lry="2257" ulx="445" uly="2201">brüderlicher Gemeinſchaft, das ſie verknüpfte, recht lieblich zu Tage.</line>
        <line lrx="1959" lry="2321" ulx="447" uly="2268">So weigerten ſich z. B. einmal die heidniſchen Nachbarn, einem alten,</line>
        <line lrx="1962" lry="2387" ulx="446" uly="2333">zum Glauben gekommenen Landmann, der zwei Stunden von Khi⸗</line>
        <line lrx="1961" lry="2453" ulx="446" uly="2399">boey wohnte, zur Zeit der Ernte irgendwelche Dienſte zu leiſten. Da</line>
        <line lrx="1964" lry="2518" ulx="446" uly="2464">ſahen ſie eines Abends zu ihrem Erſtaunen eine Geſellſchaft von</line>
        <line lrx="1962" lry="2585" ulx="449" uly="2531">Chriſten aus dem Dorfe dem bedrängten Bruder zu Hilfe kommen</line>
        <line lrx="1963" lry="2652" ulx="447" uly="2597">und am andern Tag ſo herzhaft arbeiten, daß bis zum Abend all</line>
        <line lrx="1963" lry="2718" ulx="447" uly="2663">ſein Reis eingeheimst war. Als ſodann im Oktober 1863 zur Er⸗</line>
        <line lrx="1964" lry="2783" ulx="447" uly="2729">bauung einer Kapelle geſchritten werden ſollte — bisher hatten die</line>
        <line lrx="1964" lry="2849" ulx="449" uly="2795">Verſammlungen aus Mangel an einem paſſenden Lokal immer im</line>
        <line lrx="1964" lry="2915" ulx="450" uly="2862">Schatten eines großen Baumes ſtattgefunden — fanden ſich lauter</line>
        <line lrx="1961" lry="2981" ulx="450" uly="2926">freiwillige Arbeiter ein, von denen die Einen Holz, die Andern Steine</line>
        <line lrx="1963" lry="3048" ulx="449" uly="2992">herbeibrachten, wieder Andere den Mörtel miſchten und noch Andere</line>
      </zone>
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        <line lrx="1866" lry="493" ulx="1804" uly="458">169</line>
      </zone>
      <zone lrx="1884" lry="3046" type="textblock" ulx="341" uly="548">
        <line lrx="1864" lry="606" ulx="355" uly="548">die Bewirthung übernahmen. Bei der Einweihung dieſes Saales</line>
        <line lrx="1865" lry="671" ulx="353" uly="614">aber zählte die Gemeinde ſchon 150 Glieder, und Haufen von Zu⸗</line>
        <line lrx="1425" lry="738" ulx="351" uly="681">hörern drängten ſich um die Fenſter und Thüren.</line>
        <line lrx="1868" lry="801" ulx="465" uly="745">Aus einem zwei Stunden von Baypay entfernten Dörflein</line>
        <line lrx="1868" lry="870" ulx="353" uly="810">Liongbunſi beſuchten etwa ein halbes Jahr lang vier Männer</line>
        <line lrx="1870" lry="935" ulx="354" uly="876">regelmäßig die dortigen Verſammlungen. Sie müſſen in dieſer Zeit</line>
        <line lrx="1871" lry="1001" ulx="355" uly="942">ihren Nachbarn viel von dem Gehörten erzählt haben, denn eines</line>
        <line lrx="1872" lry="1067" ulx="356" uly="1008">Sonntags brachten ſie auf einmal 15 andere, und gleich am folgen⸗</line>
        <line lrx="1871" lry="1127" ulx="356" uly="1074">den 29 Männer mit ſich, um den Miſſionar zu hören. Es kam nun</line>
        <line lrx="1867" lry="1199" ulx="355" uly="1140">heraus, daß beinahe das ganze Dörflein dem Götzendienſt entſagt und</line>
        <line lrx="1873" lry="1267" ulx="359" uly="1205">angefangen hatte den Sonntag zu feiern. Es war gerade Erntezeit,</line>
        <line lrx="1867" lry="1328" ulx="341" uly="1272">als im Jahr 1863 Miſſ. Swanſon ſeinen erſten Beſuch dort machte.</line>
        <line lrx="1867" lry="1396" ulx="359" uly="1338">Auf dem ganzen Wege ſah er Alles in der emſigſten Geſchäftigkeit,</line>
        <line lrx="1871" lry="1461" ulx="360" uly="1404">in der Nähe jenes Dörfleins aber herrſchte tiefe Sabbathſtille wie in</line>
        <line lrx="1869" lry="1529" ulx="358" uly="1471">ſeiner ſchottiſchen Heimat. Am Eingang deſſelben waren die Ochſen</line>
        <line lrx="1871" lry="1591" ulx="363" uly="1537">alle in einer Reihe angebunden und fraßen Stroh; die Bewohner</line>
        <line lrx="1871" lry="1663" ulx="362" uly="1601">hatten ſich ſchon zum Nachmittagsgottesdienſte verſammelt. Mit kaum</line>
        <line lrx="1875" lry="1729" ulx="360" uly="1668">zu beſchreibendem Jubel begrüßten ſie den Boten deſſen, nach deſſen</line>
        <line lrx="1876" lry="1789" ulx="367" uly="1729">vollerer Erkenntniß ihre Herzen ſich ſehnten. Von da an blieben zwei</line>
        <line lrx="1879" lry="1861" ulx="362" uly="1799">eingeborne Evangeliſten bei ihnen, und im Mai 1864 hatte der</line>
        <line lrx="1875" lry="1925" ulx="363" uly="1865">Miſſionar die Freude, die erſten neun Perſonen zu taufen, während</line>
        <line lrx="1877" lry="1986" ulx="364" uly="1931">30 Bewerber um dieſelbe noch für einige Zeit im Unterricht ſtanden,</line>
        <line lrx="1300" lry="2057" ulx="365" uly="2000">denen ſeither eine ſchöne Anzahl gefolgt iſt.</line>
        <line lrx="1881" lry="2122" ulx="482" uly="2063">Tſchang⸗tſchau iſt die Hauptſtadt des Bezirks, in welchem</line>
        <line lrx="1879" lry="2189" ulx="368" uly="2129">Amoy liegt, ſiebzehn Stunden entfernt und auf Booten erreichbar.</line>
        <line lrx="1880" lry="2254" ulx="368" uly="2196">Seine ſchönen Straßen, geziert mit Denkmälern geehrter Bürger (in</line>
        <line lrx="1879" lry="2321" ulx="368" uly="2262">der Form von Triumphbogen), erregen die Bewunderung des Beſuchers.</line>
        <line lrx="1875" lry="2386" ulx="368" uly="2329">Neun Tage lang predigte Burns im Jahr 1853 den 200,000 Be⸗</line>
        <line lrx="1878" lry="2451" ulx="368" uly="2394">wohnern der Stadt und fand die freundlichſte Aufnahme; ein Ange⸗</line>
        <line lrx="1882" lry="2518" ulx="370" uly="2460">faßter nöthigte ihn um des Regens willen, den Aufenthalt im Boote</line>
        <line lrx="1879" lry="2581" ulx="372" uly="2526">mit dem in ſeinem Hauſe zu vertauſchen. Die Leute wollten gleich</line>
        <line lrx="1880" lry="2647" ulx="372" uly="2591">eine Kapelle eröffnet haben. Aber in wenigen Wochen ſpaltete die</line>
        <line lrx="1881" lry="2715" ulx="375" uly="2657">Rebellion die Bürgerſchaft in Parteien, und in einem ſchauerlichen</line>
        <line lrx="1440" lry="2778" ulx="375" uly="2725">Gemetzel kam auch der freundliche Gaſtwirth um.</line>
        <line lrx="1884" lry="2846" ulx="488" uly="2789">Doch von Tſchiobei aus, wo der Halbgeköpfte im Segen arbei⸗</line>
        <line lrx="1881" lry="2914" ulx="375" uly="2856">tete, dauerte eine chriſtliche Einwirkung fort. Burns zwar wurde 1859</line>
        <line lrx="1883" lry="2977" ulx="376" uly="2922">von einem Mandarin, der den Geſang nicht leiden konnte, nach kur⸗</line>
        <line lrx="1883" lry="3046" ulx="377" uly="2988">zem Beſuche ausgetrieben; ein Chriſt, in deſſen Hauſe Verſammlungen</line>
      </zone>
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        <line lrx="456" lry="478" ulx="389" uly="445">170</line>
        <line lrx="1898" lry="576" ulx="386" uly="511">gehalten wurden, mußte ins Gefängniß wandern. Aber forſchende</line>
        <line lrx="1903" lry="640" ulx="384" uly="577">Seelen thaten ſich herzu, darunter ein Krämer, der die evangeliſche</line>
        <line lrx="1901" lry="708" ulx="385" uly="643">Geſchichte von einem buddhiſtiſchen Bänkelſänger zuerſt gehört und</line>
        <line lrx="1903" lry="774" ulx="385" uly="710">alsbald zu dem lebendigen Gott zu beten angefangen hatte. Im Jahr</line>
        <line lrx="1902" lry="840" ulx="388" uly="777">1861 mietheten die Tſchiobei Chriſten ein Häuschen in der Haupt⸗</line>
        <line lrx="1900" lry="908" ulx="382" uly="843">ſtadt, das ſie als Kapelle benützten. Unter wiederholten Steinwürfen,</line>
        <line lrx="1905" lry="974" ulx="382" uly="910">die Thüre und Fenſter, auch das Dach faſt zertrümmerten, nahm</line>
        <line lrx="1903" lry="1043" ulx="382" uly="977">doch die Gemeinde zu, und im Januar konnte Douglas ſechs Erſt⸗</line>
        <line lrx="1905" lry="1111" ulx="382" uly="1042">linge taufen, denen bis 1864 ſechszehn weitere Jünger folgten. Wie</line>
        <line lrx="1905" lry="1174" ulx="384" uly="1110">freuten ſich da die Tſchiobei Chriſten! Allein nun drangen die Re⸗</line>
        <line lrx="1904" lry="1240" ulx="383" uly="1176">bellen von Nanking in die Stadt, und als die Kaiſerlichen ſie wieder</line>
        <line lrx="1903" lry="1305" ulx="390" uly="1243">eroberten (Mai 1865), wurde ſie faſt zu einem Aſchenhaufen, wo</line>
        <line lrx="1903" lry="1374" ulx="385" uly="1311">kaum noch eines von zehn Häuſern übrig blieb, und vereinzelte Wei⸗</line>
        <line lrx="1903" lry="1433" ulx="382" uly="1376">ber über den Verluſt von Gatten und Söhnen klagten. — Die Miſſion</line>
        <line lrx="1717" lry="1508" ulx="388" uly="1445">iſt ſeither erneuert worden, aber durch amerikaniſche Arbeiter.</line>
        <line lrx="1905" lry="1572" ulx="499" uly="1510">Die Inſel Formoſa (Taiwan) iſt das neueſte Miſſionsgebiet</line>
        <line lrx="1951" lry="1641" ulx="388" uly="1576">unſerer presbyterianiſchen Freunde. Aus der Hauptſtadt wurden ſie⸗</line>
        <line lrx="1904" lry="1707" ulx="383" uly="1644">bald nach ihrer Ankunft durch den Neid der Aerzte und Gelehrten,</line>
        <line lrx="1904" lry="1771" ulx="388" uly="1710">die einen Aufſtand erregten, vertrieben, ſetzten ſich aber in dem</line>
        <line lrx="1902" lry="1839" ulx="384" uly="1778">Küſtenſtädtchen Takao feſt, wohin ſich auch der europäiſche Han⸗</line>
        <line lrx="1445" lry="1909" ulx="384" uly="1857">del zieht.</line>
        <line lrx="1904" lry="1969" ulx="498" uly="1910">Von Burns weiteren Reiſen möge nur die nach Peking⸗im Jahr</line>
        <line lrx="1904" lry="2041" ulx="390" uly="1977">1862 erwähnt werden, durch welche vielfache Frucht geſchafft wurde;</line>
        <line lrx="1904" lry="2108" ulx="387" uly="2044">nicht die geringſte war die, daß der britiſche Geſandte, Sir Fred. Bruce,</line>
        <line lrx="1902" lry="2175" ulx="387" uly="2110">ſich durch ihn überzeugen ließ, daß die evangeliſche Miſſion in China</line>
        <line lrx="1906" lry="2240" ulx="387" uly="2177">nicht Nichts ſei. Das erſte Presbyterium der Miſſion trat im April</line>
        <line lrx="1906" lry="2307" ulx="394" uly="2242">1862 zuſammen; darin ſitzen zwei amerikaniſche und fünf britiſche</line>
        <line lrx="1906" lry="2371" ulx="388" uly="2309">Brüder mit acht chineſiſchen Aelteſten und verhandeln alle Gemeinde⸗</line>
        <line lrx="1907" lry="2441" ulx="388" uly="2371">angelegenheiten in der Landesſprache, in Gegenwart vieler aufmerk⸗</line>
        <line lrx="1906" lry="2507" ulx="388" uly="2441">ſamen Kirchenglieder. — Die Zahl der Bekehrten in ganz China wurde</line>
        <line lrx="1907" lry="2573" ulx="389" uly="2508">im Jahr 1865 auf 3000 berechnet, die Frucht einer 23jährigen</line>
        <line lrx="1906" lry="2638" ulx="390" uly="2576">Miſſionsthätigkeit; ſie iſt ſeither ſicherlich geſtiegen. Auf Amoy kommt</line>
        <line lrx="1906" lry="2701" ulx="389" uly="2640">davon ein volles Drittheil, beſtehend aus den Gemeinden der drei</line>
        <line lrx="1907" lry="2771" ulx="388" uly="2707">dort thätigen Miſſionsgeſellſchaften; 300 Seelen etwa zählte in dem</line>
        <line lrx="1906" lry="2839" ulx="388" uly="2773">gleichen Jahre die Miſſion der engliſchen Presbyterianer. Ein kleines</line>
        <line lrx="1906" lry="2903" ulx="389" uly="2835">Häuflein, je nach dem man es betrachtet! Gewiß aber ein Haͤuflein</line>
        <line lrx="1906" lry="2971" ulx="389" uly="2906">von vorwiegend thätigen Chriſten, die auch, während wir die Berichte</line>
        <line lrx="1904" lry="3036" ulx="390" uly="2973">von ihren Leiden und Freuden geruhig leſen, da und dort eifrig be⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1999" lry="3130" type="textblock" ulx="1822" uly="3123">
        <line lrx="1999" lry="3130" ulx="1822" uly="3123">rr—</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="1858" lry="481" ulx="1800" uly="449">171</line>
      </zone>
      <zone lrx="1862" lry="785" type="textblock" ulx="351" uly="527">
        <line lrx="1858" lry="587" ulx="351" uly="527">müht ſind, den lebendigen Samen des Worts weiter zu tragen und</line>
        <line lrx="1862" lry="654" ulx="354" uly="594">für ihr gutes Bekenntniß zu leiden. Sie werden ſich am Tag der</line>
        <line lrx="1860" lry="717" ulx="352" uly="660">Ernte des kleinen Anfangs nicht zu ſchämen haben, ſondern eben</line>
        <line lrx="1132" lry="785" ulx="352" uly="728">dafür den HErrn der Ernte preiſen.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1242" lry="920" type="textblock" ulx="977" uly="896">
        <line lrx="1242" lry="920" ulx="977" uly="896">——  r—</line>
      </zone>
      <zone lrx="1374" lry="1111" type="textblock" ulx="847" uly="1035">
        <line lrx="1374" lry="1111" ulx="847" uly="1035">Miſſtons-Zeitung.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1875" lry="3029" type="textblock" ulx="350" uly="1208">
        <line lrx="1444" lry="1256" ulx="804" uly="1208">Das Miſſionsfeld in China.</line>
        <line lrx="1752" lry="1316" ulx="471" uly="1263">(Auszug aus einer von dem amerikaniſchen Miſſ. Blodget in Peking</line>
        <line lrx="1278" lry="1360" ulx="958" uly="1312">gehaltenen Rede.)</line>
        <line lrx="1863" lry="1431" ulx="410" uly="1374">Faſſen wir zunächſt die ſchon be⸗ durch den Vertrag von Nanking;</line>
        <line lrx="1864" lry="1487" ulx="356" uly="1431">ſetzten Miſſionspoſten ins Auge. ja man kann ſagen, daß mit dieſer</line>
        <line lrx="1866" lry="1542" ulx="356" uly="1485">Im Jahr 1807 fieng Morriſon, Epoche die chineſiſche Miſſion erſt</line>
        <line lrx="1865" lry="1595" ulx="357" uly="1541">ſeine Bibel in der Hand, in un⸗ recht beginnt. Eine Beſchränkung</line>
        <line lrx="1865" lry="1652" ulx="357" uly="1596">verhohlener, obgleich vorſichtiger nach der andern wurde nun auf⸗</line>
        <line lrx="1865" lry="1705" ulx="358" uly="1652">Weiſe, ſeine Arbeit in Canton an. gehoben, und mit wenigen Aus⸗</line>
        <line lrx="1869" lry="1763" ulx="358" uly="1707">Von jener Zeit bis zum Jahr 1842, nahmen herrſchte in den Städten</line>
        <line lrx="1868" lry="1816" ulx="358" uly="1762">wo der Friede von Nanking fünf und auf dem Lande unbedingte</line>
        <line lrx="1608" lry="1873" ulx="358" uly="1818">Häfen erſchloß und Hongkong in Freiheit des Verkehrs.</line>
        <line lrx="1869" lry="1928" ulx="359" uly="1873">den Beſitz Englands brachte, war Der Vertrag mit Japan im</line>
        <line lrx="1869" lry="1983" ulx="360" uly="1928">die Thätigkeit der evangeliſchen Miſ⸗ J. 1858 und der von Peking im</line>
        <line lrx="1867" lry="2036" ulx="360" uly="1983">ſionare auf Canton und ſeine Um⸗ J. 1860 vermehrten noch um ein</line>
        <line lrx="1870" lry="2093" ulx="363" uly="2037">gebung beſchränkt. Dieß war die Gutes die Gelegenheiten, dem Volke</line>
        <line lrx="1869" lry="2146" ulx="361" uly="2093">Zeit der Vorbereitung auf künftige das Evangelium nahe zu bringen;</line>
        <line lrx="1869" lry="2200" ulx="362" uly="2147">Wirkſamkeit. Die Sprache wurde es wurden daher in Folge dieſer</line>
        <line lrx="1872" lry="2255" ulx="363" uly="2203">erlernt, man überſetzte Bücher, Ereigniſſe in den letzten ſieben</line>
        <line lrx="1869" lry="2309" ulx="360" uly="2258">lernte das Arbeitsfeld kennen und Jahren auch mehrere neue Miſſions⸗</line>
        <line lrx="1872" lry="2366" ulx="361" uly="2314">rief mehr Arbeiter herbei. Dieſe ſtationen in China und zwei in</line>
        <line lrx="1870" lry="2420" ulx="362" uly="2369">ließen ſich vorerſt in den chine⸗ Japan eröffnet. Im Ganzen ſind</line>
        <line lrx="1873" lry="2475" ulx="363" uly="2425">ſiſchen Kolonieen auf dem indiſchen es deren jetzt 15, mit Einſchluß</line>
        <line lrx="1871" lry="2530" ulx="364" uly="2479">Archipel nieder. Schon in dieſer der beiden Plätze im Innern des</line>
        <line lrx="1871" lry="2586" ulx="363" uly="2534">früheſten Periode wurden unter Landes, auf denen ſich nun aus⸗</line>
        <line lrx="1871" lry="2643" ulx="365" uly="2590">vielen mangelhaften auch Schriften ländiſche Miſſionare niedergelaſſen</line>
        <line lrx="1874" lry="2697" ulx="366" uly="2645">ausgearbeitet, welche für die chi⸗ haben. Die Zahl der Miſſionare</line>
        <line lrx="1875" lry="2752" ulx="365" uly="2700">neſiſchen Chriſten muſtergiltig bleiben beläuft ſich auf etwa 100, die ihrer</line>
        <line lrx="1871" lry="2808" ulx="365" uly="2755">werden, bis das ganze Reich für Bekehrten auf mehr als 3000.</line>
        <line lrx="1872" lry="2861" ulx="350" uly="2811">den Herrn erobert iſt. Unterſchätzen wir nicht, was be⸗</line>
        <line lrx="1873" lry="2918" ulx="449" uly="2866">Einen neuen Impuls gab die reits durch die Wegräumung der</line>
        <line lrx="1872" lry="2973" ulx="368" uly="2921">Eröffnung der Hafenplätze Amoy, Vorurtheile der Eingebornen, durch</line>
        <line lrx="1875" lry="3029" ulx="366" uly="2977">Futſchau, Ningpo und Schanghai die Erlernung der Sprache, die</line>
      </zone>
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      <zone lrx="460" lry="484" type="textblock" ulx="400" uly="451">
        <line lrx="460" lry="484" ulx="400" uly="451">172</line>
      </zone>
      <zone lrx="1151" lry="579" type="textblock" ulx="394" uly="527">
        <line lrx="1151" lry="579" ulx="394" uly="527">Ueberſetzung der h. Schrift und die</line>
      </zone>
      <zone lrx="1106" lry="689" type="textblock" ulx="394" uly="583">
        <line lrx="1106" lry="635" ulx="394" uly="583">Herausgabe chriſtlicher Bücher ge⸗</line>
        <line lrx="1106" lry="689" ulx="395" uly="639">ſchehen iſt. Vor Allem aber unter⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="814" lry="846" type="textblock" ulx="395" uly="806">
        <line lrx="814" lry="846" ulx="395" uly="806">Dienern als einen</line>
      </zone>
      <zone lrx="1914" lry="579" type="textblock" ulx="1190" uly="527">
        <line lrx="1914" lry="579" ulx="1190" uly="527">Häfen Swatau, Hankau, Tſchifu</line>
      </zone>
      <zone lrx="1907" lry="801" type="textblock" ulx="394" uly="584">
        <line lrx="1907" lry="635" ulx="1149" uly="584">und Tientſin mit den zwei Binnen⸗</line>
        <line lrx="1907" lry="693" ulx="1189" uly="640">ſtädten Tung⸗tſchung und Peking</line>
        <line lrx="1151" lry="744" ulx="394" uly="695">ſchätzen wir nicht, was der Herr</line>
        <line lrx="1151" lry="801" ulx="395" uly="750">ſelbſt gethan hat, indem er Seinen</line>
      </zone>
      <zone lrx="1109" lry="854" type="textblock" ulx="865" uly="804">
        <line lrx="1109" lry="854" ulx="865" uly="804">Gnadenlohn</line>
      </zone>
      <zone lrx="1109" lry="967" type="textblock" ulx="395" uly="861">
        <line lrx="1107" lry="910" ulx="395" uly="861">ihrer Arbeit an vielen Orten ſchon</line>
        <line lrx="1109" lry="967" ulx="395" uly="916">ein Häuflein wahrhaft gläubiger</line>
      </zone>
      <zone lrx="1109" lry="1245" type="textblock" ulx="393" uly="972">
        <line lrx="1108" lry="1021" ulx="395" uly="972">Seelen ſchenkte. Vor zwölf Jahren</line>
        <line lrx="1109" lry="1078" ulx="394" uly="1026">noch kam auf je Einen Miſſionar</line>
        <line lrx="1108" lry="1131" ulx="393" uly="1082">kaum mehr als Ein Bekehrter.</line>
        <line lrx="1106" lry="1188" ulx="393" uly="1138">Durch Gottes Segen ſind der Be⸗</line>
        <line lrx="1109" lry="1245" ulx="393" uly="1193">kehrten jetzt 20 Mal mehr gewor⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1912" lry="966" type="textblock" ulx="1189" uly="696">
        <line lrx="1912" lry="747" ulx="1190" uly="696">wurden innerhalb ein bis zwei</line>
        <line lrx="1905" lry="799" ulx="1189" uly="751">Jahren nach den betreffenden Ver⸗</line>
        <line lrx="1900" lry="857" ulx="1189" uly="807">trägen von verſchiedenen Miſſions⸗</line>
        <line lrx="1909" lry="914" ulx="1191" uly="861">geſellſchaften in Angriff genommen;</line>
        <line lrx="1908" lry="966" ulx="1190" uly="917">Thai⸗wan in Formoſa wurde im</line>
      </zone>
      <zone lrx="1907" lry="1022" type="textblock" ulx="1149" uly="971">
        <line lrx="1907" lry="1022" ulx="1149" uly="971">letzten Jahr beſetzt; noch immer un⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1150" lry="1299" type="textblock" ulx="394" uly="1249">
        <line lrx="1150" lry="1299" ulx="394" uly="1249">den und ihre Zahl ſteigt von Jahr</line>
      </zone>
      <zone lrx="1105" lry="1356" type="textblock" ulx="392" uly="1304">
        <line lrx="1105" lry="1356" ulx="392" uly="1304">zu Jahr, während die der Miſ⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1111" lry="2574" type="textblock" ulx="391" uly="1415">
        <line lrx="1108" lry="1465" ulx="393" uly="1415">Noch immer ſind es zwar die Tage⸗</line>
        <line lrx="1109" lry="1522" ulx="393" uly="1471">der geringen Dinge, doch gibt es</line>
        <line lrx="1108" lry="1574" ulx="393" uly="1526">der Urſachen des Danks und des</line>
        <line lrx="1109" lry="1633" ulx="393" uly="1582">Lobs genug. Zu Schaaren von</line>
        <line lrx="1108" lry="1688" ulx="396" uly="1637">Eingebornen ſteht jetzt der Weg</line>
        <line lrx="1110" lry="1740" ulx="394" uly="1692">offen und die Miſſionare arbeiten</line>
        <line lrx="1110" lry="1796" ulx="393" uly="1747">unter ihnen, freilich mit dem tiefen</line>
        <line lrx="1110" lry="1852" ulx="394" uly="1802">Gefühl, wie viel mehr Kräfte dazu</line>
        <line lrx="1107" lry="1911" ulx="394" uly="1858">erforderlich wären. Sehnſuchtsvoll</line>
        <line lrx="1108" lry="1963" ulx="392" uly="1913">harren ſie daher der Zeit, da ein⸗</line>
        <line lrx="1107" lry="2020" ulx="392" uly="1968">heimiſche, aus Gott geborene und</line>
        <line lrx="1110" lry="2072" ulx="391" uly="2023">von Seinem Geiſt erleuchtete Lehrer</line>
        <line lrx="1106" lry="2129" ulx="394" uly="2079">ihnen helfen werden, das Evan⸗</line>
        <line lrx="1106" lry="2186" ulx="395" uly="2135">gelium des Gekreuzigten zu ver⸗</line>
        <line lrx="1111" lry="2239" ulx="393" uly="2190">künden; und ſie haben Grund, auf</line>
        <line lrx="1110" lry="2296" ulx="394" uly="2246">eine wachſende Schaar ſolcher zu</line>
        <line lrx="523" lry="2351" ulx="392" uly="2303">hoffen.</line>
        <line lrx="1109" lry="2407" ulx="448" uly="2357">Von dem, was bereits geſchehen</line>
        <line lrx="1109" lry="2461" ulx="395" uly="2412">iſt, wenden wir hiemit unſere Blicke</line>
        <line lrx="1107" lry="2518" ulx="393" uly="2468">zu dem, was noch zu thun und</line>
        <line lrx="751" lry="2574" ulx="393" uly="2523">zu erbitten bleibt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1107" lry="2683" type="textblock" ulx="395" uly="2633">
        <line lrx="1107" lry="2683" ulx="395" uly="2633">China ſind zu den vorher ſchon</line>
      </zone>
      <zone lrx="1914" lry="1300" type="textblock" ulx="1190" uly="1029">
        <line lrx="1908" lry="1079" ulx="1190" uly="1029">beſetzt ſind aber Neutſchwang in der</line>
        <line lrx="1907" lry="1135" ulx="1190" uly="1083">Mandſchurei, Tſinkiang und Kieu⸗</line>
        <line lrx="1913" lry="1189" ulx="1190" uly="1139">kiang am Yangtſe⸗Fluß, Fanſchui</line>
        <line lrx="1914" lry="1246" ulx="1190" uly="1194">in Formoſa und Kiung⸗tſcheu in</line>
        <line lrx="1912" lry="1300" ulx="1190" uly="1249">Hainan. Dieſer Liſte könnten wir</line>
      </zone>
      <zone lrx="1907" lry="1410" type="textblock" ulx="393" uly="1304">
        <line lrx="1907" lry="1355" ulx="1192" uly="1304">auch noch Hokodadi in Japan bei⸗</line>
        <line lrx="1151" lry="1410" ulx="393" uly="1359">ſionare ſich ungefähr gleich bleibt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1912" lry="2018" type="textblock" ulx="1190" uly="1361">
        <line lrx="1910" lry="1412" ulx="1190" uly="1361">fügen, das vor ſechs oder mehr</line>
        <line lrx="1907" lry="1465" ulx="1190" uly="1416">Jahren dem Handel erſchloſſen</line>
        <line lrx="1910" lry="1519" ulx="1191" uly="1472">wurde, aber noch immer keinen</line>
        <line lrx="1912" lry="1578" ulx="1192" uly="1526">evangeliſchen Miſſionar hat. Faſſen</line>
        <line lrx="1911" lry="1631" ulx="1191" uly="1582">wir dieſe Plätze der Reihe nach</line>
        <line lrx="1910" lry="1688" ulx="1191" uly="1638">näher ins Auge, um uns dadurch</line>
        <line lrx="1909" lry="1743" ulx="1191" uly="1692">ihre Bedeutung für die Ausbrei⸗</line>
        <line lrx="1910" lry="1800" ulx="1191" uly="1749">tung des Evangeliums klar zu</line>
        <line lrx="1341" lry="1852" ulx="1191" uly="1805">machen.</line>
        <line lrx="1912" lry="1911" ulx="1245" uly="1859">Hakodadi iſt der einzige Hafen</line>
        <line lrx="1906" lry="1964" ulx="1192" uly="1914">im nördlichen Theil Japans und</line>
        <line lrx="1906" lry="2018" ulx="1193" uly="1971">260 Stunden von der nächſten</line>
      </zone>
      <zone lrx="1906" lry="2128" type="textblock" ulx="1150" uly="2024">
        <line lrx="1906" lry="2078" ulx="1150" uly="2024">Miſſionsſtation in Kanagawa ent⸗</line>
        <line lrx="1291" lry="2128" ulx="1150" uly="2082">fernt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1915" lry="2463" type="textblock" ulx="1189" uly="2081">
        <line lrx="1915" lry="2128" ulx="1364" uly="2081">Die Stadt ſelbſt iſt klein</line>
        <line lrx="1911" lry="2184" ulx="1189" uly="2136">und wird kaum mehr als 10,000 Ein⸗</line>
        <line lrx="1907" lry="2241" ulx="1190" uly="2191">wohner haben; das 25 Stunden</line>
        <line lrx="1908" lry="2296" ulx="1191" uly="2246">entfernte Matſuma auf der Inſel</line>
        <line lrx="1907" lry="2351" ulx="1190" uly="2302">Yeſſo aber ſoll 60,000 Einwohner</line>
        <line lrx="1905" lry="2409" ulx="1190" uly="2357">zählen. Als einziger Schlüſſel zu</line>
        <line lrx="1907" lry="2463" ulx="1191" uly="2411">den Bewohnern Yeſſo'’s wie zum</line>
      </zone>
      <zone lrx="1909" lry="2629" type="textblock" ulx="449" uly="2466">
        <line lrx="1909" lry="2520" ulx="1149" uly="2466">ganzen Norden Ningpo's, iſt daher</line>
        <line lrx="1909" lry="2574" ulx="1149" uly="2523">das an ſich unbedeutende Hakodadi</line>
        <line lrx="1150" lry="2629" ulx="449" uly="2578">Durch die neueſten Verträge mit</line>
      </zone>
      <zone lrx="1316" lry="2685" type="textblock" ulx="1190" uly="2636">
        <line lrx="1316" lry="2685" ulx="1190" uly="2636">tigkeit.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1151" lry="2740" type="textblock" ulx="395" uly="2689">
        <line lrx="1151" lry="2740" ulx="395" uly="2689">geöffneten Häfen zehn weitere hinzu</line>
      </zone>
      <zone lrx="1107" lry="2850" type="textblock" ulx="392" uly="2744">
        <line lrx="1107" lry="2794" ulx="395" uly="2744">gekommen. Mit dieſen Hafen⸗</line>
        <line lrx="1106" lry="2850" ulx="392" uly="2799">plätzen ſtehen überdieß einige Bin⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1495" lry="2793" type="textblock" ulx="1189" uly="2746">
        <line lrx="1495" lry="2793" ulx="1189" uly="2746">vom Sitz der</line>
      </zone>
      <zone lrx="1150" lry="2909" type="textblock" ulx="395" uly="2855">
        <line lrx="1150" lry="2909" ulx="395" uly="2855">nenſtädte in ſo enger Verbindung,</line>
      </zone>
      <zone lrx="1109" lry="2958" type="textblock" ulx="394" uly="2909">
        <line lrx="1109" lry="2958" ulx="394" uly="2909">daß auch ſie von den Miſſionaren</line>
      </zone>
      <zone lrx="1150" lry="3013" type="textblock" ulx="393" uly="2965">
        <line lrx="1150" lry="3013" ulx="393" uly="2965">beſetzt werden können. Die vier</line>
      </zone>
      <zone lrx="1912" lry="3016" type="textblock" ulx="1188" uly="2578">
        <line lrx="1908" lry="2629" ulx="1189" uly="2578">für die Miſſion von großer Wich⸗</line>
        <line lrx="1912" lry="2683" ulx="1387" uly="2633">Das Klima iſt als ſehr</line>
        <line lrx="1906" lry="2741" ulx="1579" uly="2689">Die Entfernung</line>
        <line lrx="1909" lry="2795" ulx="1534" uly="2744">Regierung würde</line>
        <line lrx="1906" lry="2847" ulx="1527" uly="2800">Behörden die Ver⸗</line>
        <line lrx="1904" lry="2906" ulx="1190" uly="2856">kündigung des Evangeliums we⸗</line>
        <line lrx="1903" lry="2961" ulx="1188" uly="2911">niger ängſtlich bewachen laſſen.</line>
        <line lrx="1905" lry="3016" ulx="1191" uly="2966">Einem Reiſenden, der kürzlich dieſen</line>
      </zone>
      <zone lrx="1506" lry="2741" type="textblock" ulx="1192" uly="2690">
        <line lrx="1506" lry="2741" ulx="1192" uly="2690">geſund bekannt.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1496" lry="2848" type="textblock" ulx="1189" uly="2800">
        <line lrx="1496" lry="2848" ulx="1189" uly="2800">vermuthlich die</line>
      </zone>
    </surface>
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      <zone lrx="1871" lry="653" type="textblock" ulx="367" uly="551">
        <line lrx="1121" lry="606" ulx="367" uly="551">Platz beſuchte, ſchienen die Leute</line>
        <line lrx="1871" lry="653" ulx="1119" uly="599">wir aber in den beiden noch un⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1077" lry="659" type="textblock" ulx="365" uly="607">
        <line lrx="1077" lry="659" ulx="365" uly="607">frei von jeder Spur von Feind⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1121" lry="713" type="textblock" ulx="367" uly="657">
        <line lrx="1121" lry="713" ulx="367" uly="657">ſchaft, ein einfaches, gutmüthiges</line>
      </zone>
      <zone lrx="1082" lry="1098" type="textblock" ulx="366" uly="718">
        <line lrx="1080" lry="768" ulx="367" uly="718">Völklein. Fügen wir noch bei,</line>
        <line lrx="1080" lry="825" ulx="366" uly="773">daß gleich im Jahr 1860 England,</line>
        <line lrx="1081" lry="877" ulx="366" uly="828">Frankreich, Rußland und Amerika</line>
        <line lrx="1082" lry="933" ulx="367" uly="883">ihre Konſuln und Rom einen Prieſter</line>
        <line lrx="565" lry="989" ulx="368" uly="941">hinſandte.</line>
        <line lrx="1078" lry="1045" ulx="424" uly="992">Neutſchwang in der Mand⸗</line>
        <line lrx="1081" lry="1098" ulx="370" uly="1048">ſchurei, der zweite unſerer ſechs</line>
      </zone>
      <zone lrx="1082" lry="1155" type="textblock" ulx="370" uly="1104">
        <line lrx="1082" lry="1155" ulx="370" uly="1104">Hafenplätze, iſt gleichfalls von der</line>
      </zone>
      <zone lrx="1086" lry="1539" type="textblock" ulx="370" uly="1158">
        <line lrx="1080" lry="1211" ulx="371" uly="1158">engliſchen, franzöſiſchen und ame⸗</line>
        <line lrx="1082" lry="1266" ulx="370" uly="1213">rikaniſchen Regierung mit Konſuln</line>
        <line lrx="1081" lry="1320" ulx="371" uly="1269">beſetzt worden. Er zählt 70,000 Ein⸗</line>
        <line lrx="1085" lry="1374" ulx="373" uly="1324">wohner und iſt der Schlüſſel zum</line>
        <line lrx="1084" lry="1431" ulx="374" uly="1378">ganzen nordöſtlichen China bis</line>
        <line lrx="1086" lry="1486" ulx="371" uly="1434">zur ruſſiſchen Grenze hin. Vor</line>
        <line lrx="1084" lry="1539" ulx="374" uly="1488">den neueſten Erwerbungen Ruß⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1333" lry="1313" type="textblock" ulx="1124" uly="1263">
        <line lrx="1333" lry="1313" ulx="1124" uly="1263">China's.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1088" lry="1652" type="textblock" ulx="373" uly="1545">
        <line lrx="1088" lry="1593" ulx="373" uly="1545">lands war der Flächenraum der</line>
        <line lrx="1087" lry="1652" ulx="376" uly="1600">Mandſchurei größer, als der der</line>
      </zone>
      <zone lrx="1091" lry="2419" type="textblock" ulx="341" uly="1653">
        <line lrx="1085" lry="1703" ulx="373" uly="1653">neun nördlichen und öſtlichen Pro⸗</line>
        <line lrx="944" lry="1762" ulx="373" uly="1711">vinzen China’s zuſammen.</line>
        <line lrx="1088" lry="1817" ulx="377" uly="1765">Bevölkerung iſt dünn; nur in der</line>
        <line lrx="1088" lry="1872" ulx="376" uly="1820">Südprovinz Schenking ſind größere</line>
        <line lrx="1088" lry="1920" ulx="376" uly="1874">und kleinere Städte und Dörfer</line>
        <line lrx="1088" lry="1983" ulx="341" uly="1930">faſt ſo dicht geſäet, wie in China</line>
        <line lrx="1085" lry="2034" ulx="375" uly="1986">ſelbſt. Die meiſten Einwohner ſind</line>
        <line lrx="1085" lry="2085" ulx="378" uly="2040">Auswanderer aus den Nachbar⸗</line>
        <line lrx="1088" lry="2147" ulx="377" uly="2094">provinzen Schantung und Tſchili.</line>
        <line lrx="1089" lry="2208" ulx="369" uly="2149">Von den urſprünglichen Bewohnern,</line>
        <line lrx="1091" lry="2255" ulx="378" uly="2204">den Mandſchu's, iſt bekannt, daß</line>
        <line lrx="1089" lry="2310" ulx="378" uly="2260">ſie einſt China eroberten und es</line>
        <line lrx="1088" lry="2366" ulx="379" uly="2316">mehr als 200 Jahre lang regierten.</line>
        <line lrx="1091" lry="2419" ulx="432" uly="2370">In Betreff der von den vier</line>
      </zone>
      <zone lrx="1088" lry="1747" type="textblock" ulx="1019" uly="1709">
        <line lrx="1088" lry="1747" ulx="1019" uly="1709">Die</line>
      </zone>
      <zone lrx="1872" lry="496" type="textblock" ulx="1832" uly="463">
        <line lrx="1872" lry="496" ulx="1832" uly="463">73</line>
      </zone>
      <zone lrx="1842" lry="495" type="textblock" ulx="1794" uly="424">
        <line lrx="1809" lry="428" ulx="1794" uly="424">D</line>
        <line lrx="1842" lry="495" ulx="1810" uly="424">„1</line>
      </zone>
      <zone lrx="1874" lry="597" type="textblock" ulx="1159" uly="544">
        <line lrx="1874" lry="597" ulx="1159" uly="544">ſiſchen Volksgewimmels hinein treten</line>
      </zone>
      <zone lrx="1882" lry="1976" type="textblock" ulx="1158" uly="654">
        <line lrx="1873" lry="707" ulx="1160" uly="654">beſetzten Hafenplätzen Lſing⸗kiang</line>
        <line lrx="1873" lry="761" ulx="1158" uly="709">und Kieu⸗kiang. Beträgt doch</line>
        <line lrx="1875" lry="816" ulx="1162" uly="764">nach der letzten Volkszählung die</line>
        <line lrx="1873" lry="872" ulx="1160" uly="820">Bevölkerung der beiden angrenzen⸗</line>
        <line lrx="1877" lry="927" ulx="1162" uly="874">den Provinzen Kiangſi und Nganhai</line>
        <line lrx="1780" lry="979" ulx="1164" uly="930">allein 70,000,000 Seelen!</line>
        <line lrx="1875" lry="1038" ulx="1162" uly="985">Kiaukiang hat drei Konſulate; auch</line>
        <line lrx="1875" lry="1090" ulx="1165" uly="1041">ausländiſche Kaufleute haben ſich</line>
        <line lrx="1877" lry="1147" ulx="1164" uly="1095">ſchon da niedergelaſſen. Das Klima</line>
        <line lrx="1877" lry="1205" ulx="1167" uly="1151">iſt ungefähr daſſelbe, wie in den</line>
        <line lrx="1877" lry="1255" ulx="1167" uly="1206">andern Küſtenſtädten des mittleren</line>
        <line lrx="1878" lry="1312" ulx="1392" uly="1262">In Tſing⸗kiang wohnen</line>
        <line lrx="1876" lry="1370" ulx="1168" uly="1316">gleichfalls fremde Kaufleute und</line>
        <line lrx="1878" lry="1422" ulx="1165" uly="1371">Konſuln, und ſchon haben ſolche</line>
        <line lrx="1876" lry="1477" ulx="1167" uly="1427">auch auf die nahe einſtige Rebellen⸗</line>
        <line lrx="1876" lry="1535" ulx="1166" uly="1482">Hauptſtadt Nanking ihr Auge ge⸗</line>
        <line lrx="1879" lry="1589" ulx="1165" uly="1537">richtet. Tſing⸗kiang und Nanking</line>
        <line lrx="1879" lry="1644" ulx="1168" uly="1593">haben beide durch den Bürgerkrieg</line>
        <line lrx="1878" lry="1699" ulx="1169" uly="1648">außerordentlich gelitten, allein es</line>
        <line lrx="1881" lry="1756" ulx="1167" uly="1704">ſteht zu hoffen, daß ihnen nun ein</line>
        <line lrx="1880" lry="1807" ulx="1168" uly="1758">dauernder Friede beſcheert iſt. Die</line>
        <line lrx="1881" lry="1864" ulx="1168" uly="1814">Zeit ihrer Demüthigung iſt aber</line>
        <line lrx="1881" lry="1923" ulx="1171" uly="1869">gewiß der günſtigſte Augenblick,</line>
        <line lrx="1882" lry="1976" ulx="1169" uly="1923">ihnen das Reich Gottes nahe zu</line>
      </zone>
      <zone lrx="1881" lry="2031" type="textblock" ulx="1148" uly="1979">
        <line lrx="1881" lry="2031" ulx="1148" uly="1979">bringen und nach den Lügen ihres</line>
      </zone>
      <zone lrx="1884" lry="2092" type="textblock" ulx="1128" uly="2033">
        <line lrx="1884" lry="2092" ulx="1128" uly="2033">Propheten das Wort der Wahrheit</line>
      </zone>
      <zone lrx="1131" lry="2477" type="textblock" ulx="377" uly="2423">
        <line lrx="1131" lry="2477" ulx="377" uly="2423">Häfen Hakodadi, Neutſchwang, Fan⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1095" lry="2861" type="textblock" ulx="379" uly="2482">
        <line lrx="1089" lry="2533" ulx="379" uly="2482">ſchui und Kiung⸗tſcheu aus zugäng⸗</line>
        <line lrx="1089" lry="2588" ulx="381" uly="2536">lichen Volkszahl mag hier die all⸗</line>
        <line lrx="1091" lry="2642" ulx="381" uly="2590">gemeine Bemerkung ihren Platz</line>
        <line lrx="1089" lry="2696" ulx="379" uly="2646">finden, daß ſie nur vergleichungs⸗</line>
        <line lrx="1094" lry="2754" ulx="380" uly="2701">weiſe eine geringe iſt. Wer einige</line>
        <line lrx="1095" lry="2808" ulx="380" uly="2756">Zeit in China gelebt hat, bekommt</line>
        <line lrx="1095" lry="2861" ulx="382" uly="2810">darin leicht excentriſche Begriffe</line>
      </zone>
      <zone lrx="1922" lry="3020" type="textblock" ulx="381" uly="2865">
        <line lrx="1136" lry="2918" ulx="381" uly="2865">und meint überall gleich Millionen</line>
        <line lrx="1887" lry="2967" ulx="1135" uly="2915">zwar bis jetzt dem Handel noch</line>
        <line lrx="1922" lry="3020" ulx="1177" uly="2970">nicht erſchloſſen, aber die Regie⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1094" lry="3026" type="textblock" ulx="381" uly="2923">
        <line lrx="741" lry="2974" ulx="381" uly="2923">finden zu müſſen.</line>
        <line lrx="1094" lry="3026" ulx="439" uly="2975">Recht in die Mitte des chine⸗</line>
      </zone>
      <zone lrx="1889" lry="2911" type="textblock" ulx="1171" uly="2091">
        <line lrx="1445" lry="2141" ulx="1171" uly="2091">zu verkünden.</line>
        <line lrx="1882" lry="2193" ulx="1226" uly="2143">Fanſchui in Formoſa und</line>
        <line lrx="1881" lry="2251" ulx="1171" uly="2199">Kiung⸗tſcheu in Hainan ver⸗</line>
        <line lrx="1883" lry="2304" ulx="1172" uly="2254">dienen vielleicht nicht in gleichem</line>
        <line lrx="1886" lry="2359" ulx="1172" uly="2309">Grade, wie die bisher aufgezählten</line>
        <line lrx="1885" lry="2415" ulx="1172" uly="2364">Plätze, die Beachtung der Miſſions⸗</line>
        <line lrx="1886" lry="2468" ulx="1171" uly="2419">freunde; doch ſind auch ſie nicht</line>
        <line lrx="1886" lry="2527" ulx="1172" uly="2475">zu unterſchätzen. Formoſa hat eine</line>
        <line lrx="1884" lry="2581" ulx="1174" uly="2530">Bevölkerung von 2,500,000 Seelen;</line>
        <line lrx="1884" lry="2636" ulx="1174" uly="2586">Hainan, obgleich etwas größer an</line>
        <line lrx="1884" lry="2690" ulx="1173" uly="2640">Flächenraum, nur zwei Drittel da⸗</line>
        <line lrx="1888" lry="2747" ulx="1173" uly="2694">von. Dagegen erhält Kiung⸗tſcheu</line>
        <line lrx="1886" lry="2801" ulx="1176" uly="2750">eine beſondere Bedeutung durch</line>
        <line lrx="1885" lry="2856" ulx="1176" uly="2805">die Nähe des ſüdweſtlichen Theils</line>
        <line lrx="1889" lry="2911" ulx="1177" uly="2860">der Provinz Kwangtung. Es iſt</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="747" lry="434" ulx="321" uly="423">——  —</line>
      </zone>
      <zone lrx="1634" lry="3147" type="textblock" ulx="341" uly="3136">
        <line lrx="1634" lry="3147" ulx="341" uly="3136">—.r f fff f f f f  f fvf f</line>
      </zone>
      <zone lrx="477" lry="502" type="textblock" ulx="414" uly="468">
        <line lrx="477" lry="502" ulx="414" uly="468">174</line>
      </zone>
      <zone lrx="1925" lry="2152" type="textblock" ulx="406" uly="546">
        <line lrx="1925" lry="605" ulx="409" uly="546">rung iſt nicht ungeneigt, auch als um weithin leuchtende Herde</line>
        <line lrx="1925" lry="660" ulx="412" uly="601">dieſen Hafen zu öffnen. Fan⸗ſchui des Lichts zu werden? Gewiß hat</line>
        <line lrx="1925" lry="719" ulx="410" uly="656">und Kilung im nördlichen Formoſa Gott dieſe Thüren nicht um der</line>
        <line lrx="1925" lry="772" ulx="412" uly="713">haben bereits ihre Konſunn und Ausbreitung des Handels und der</line>
        <line lrx="1923" lry="825" ulx="412" uly="768">ihren auswärtigen Handel; dort Wiſſenſchaft oder um des Vortheils</line>
        <line lrx="1924" lry="875" ulx="409" uly="823">ſtünde alſo der Niederlaſſung eines der erobernden Nationen willen</line>
        <line lrx="1925" lry="936" ulx="410" uly="878">Miſſionars kein Hinderniß mehr geöffnet, ſondern damit Seelen für</line>
        <line lrx="1924" lry="995" ulx="410" uly="934">im Wege. Sein herrliches Reich gewonnen</line>
        <line lrx="1924" lry="1047" ulx="465" uly="989">Nanking und Kilung mit ein⸗ werden. Sollte wirklich die Kirche</line>
        <line lrx="1923" lry="1104" ulx="411" uly="1045">begriffen, haben wir nun acht Plätze Chriſti müßig hinſtehen und zu⸗</line>
        <line lrx="1923" lry="1158" ulx="412" uly="1100">aufgezählt, die rechtmäßig dem Ver⸗ ſehen, wie Sünde und Laſter die</line>
        <line lrx="1922" lry="1215" ulx="409" uly="1155">kehr mit Fremden offen ſtehen. An Gelegenheiten für ſich ausbeuten,</line>
        <line lrx="1921" lry="1273" ulx="409" uly="1211">ſechs derſelben ſind zum Schutz aus⸗ die Gott ihr zur Verkündigung des</line>
        <line lrx="1923" lry="1328" ulx="412" uly="1266">ländiſcher Anſiedler bereits Konſunn Evangeliums geſchenkt hat? Schon</line>
        <line lrx="1923" lry="1380" ulx="414" uly="1321">aufgeſtellt. Geben wir nun auch der Umſtand allein, daß ſich in</line>
        <line lrx="1920" lry="1439" ulx="408" uly="1377">zu, daß bei dem gegenwärtigen dieſen Städten jetzt Handelsnieder⸗</line>
        <line lrx="1922" lry="1493" ulx="408" uly="1432">Mangel an Arbeitern für Formoſa laſſungen bilden, iſt ein Mahnruf,</line>
        <line lrx="1923" lry="1550" ulx="409" uly="1489">eine einzige Station genügen und auch Prediger hinzuſenden, damit</line>
        <line lrx="1920" lry="1604" ulx="411" uly="1543">die Beſetzung Kiung⸗tſcheu's noch nicht dieſe aus allerlei Völkern ge⸗</line>
        <line lrx="1921" lry="1659" ulx="408" uly="1599">verſchoben werden müͤſſe, ſo bleiben miſchte ausländiſche Geſellſchaft den</line>
        <line lrx="1922" lry="1717" ulx="408" uly="1654">doch immer noch fünf Hauptplätze Werken des Fleiſches ergeben, ohne</line>
        <line lrx="1919" lry="1772" ulx="407" uly="1710">mit ihren dringenden Anſprüchen jegliche geiſtliche Pflege, dahinlebe.</line>
        <line lrx="1920" lry="1823" ulx="413" uly="1764">übrig. Was man auch gegen die Wahre Chriſten ſind überall das</line>
        <line lrx="1919" lry="1880" ulx="412" uly="1820">Ausführbarkeit oder Rechtmäßigkeit Salz der Erde; ſo könnten auch</line>
        <line lrx="1921" lry="1935" ulx="406" uly="1875">der Errichtung von Miſſionsſtationen in dieſen neu erſtehenden Kolonieen</line>
        <line lrx="1918" lry="1994" ulx="406" uly="1930">im Innern China’s ſagen mag, einige von Herzen gläubige Fami⸗</line>
        <line lrx="1920" lry="2049" ulx="410" uly="1986">hier, auf dieſen Außenplätzen iſt lien durch Wort und Beiſpiel zu</line>
        <line lrx="1870" lry="2104" ulx="408" uly="2042">der Weg geebnet. Und wozu an⸗ unberechenbarem Segen werden.</line>
        <line lrx="1687" lry="2152" ulx="409" uly="2097">ders ſind ſie erſchloſſen worden, (Schluß folgt.)</line>
      </zone>
      <zone lrx="1920" lry="3053" type="textblock" ulx="402" uly="2310">
        <line lrx="1286" lry="2365" ulx="1040" uly="2310">Literatur.</line>
        <line lrx="1920" lry="2453" ulx="408" uly="2394">Von der Elbe bis zum Volta. Sechs Jahre Miſſions⸗Arbeit in</line>
        <line lrx="1920" lry="2520" ulx="460" uly="2464">Weſtafrika, von M. Zahn, Inſpektor der Norddeutſchen Miſſions⸗</line>
        <line lrx="1918" lry="2586" ulx="460" uly="2530">geſellſchaft. Bremen 1866, zweite Auflage 1867. Bei W. Valet.</line>
        <line lrx="1889" lry="2653" ulx="459" uly="2598">4 Sgr., bei direkter Beſtellung beim Verfaſſer 12 Ex. für 1 Rth.</line>
        <line lrx="1919" lry="2719" ulx="514" uly="2665">Inſpector Zahn hatte ſchon im Jahr 1864 in einer Broſchüre</line>
        <line lrx="1919" lry="2786" ulx="407" uly="2730">„die Arbeit der Norddeutſchen Miſſionsgeſellſchaft“ nach ihren heimat⸗</line>
        <line lrx="1917" lry="2853" ulx="403" uly="2797">lichen Verhältniſſen wie auf ihren drei Miſſionsgebieten überſichtlich</line>
        <line lrx="1919" lry="2919" ulx="407" uly="2863">geſchildert. Da von dieſen das oſtindiſche (in Radſchamandri) ſchon</line>
        <line lrx="1917" lry="2986" ulx="402" uly="2930">lange in andere Hände abgegeben, das neuſeeländiſche allmählich in</line>
        <line lrx="1915" lry="3053" ulx="402" uly="2995">Paſtorate übergegangen iſt, nahm das unter ſchweren Opfern friſch</line>
      </zone>
    </surface>
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      <zone lrx="1983" lry="3062" type="textblock" ulx="361" uly="469">
        <line lrx="1872" lry="503" ulx="1810" uly="469">175</line>
        <line lrx="1874" lry="619" ulx="361" uly="547">aufblühende Werk auf der Sklavenküſte natürlich die meiſte Aufmerk⸗</line>
        <line lrx="810" lry="684" ulx="362" uly="628">ſamkeit in Anſpruch.</line>
        <line lrx="1873" lry="748" ulx="470" uly="681">In der neuen Broſchüre nun verbreitet ſich der Verfaſſer ein⸗</line>
        <line lrx="1877" lry="818" ulx="361" uly="749">gehend über den ſchweren Anfang dieſer Miſſionsarbeit, deren Gegen⸗</line>
        <line lrx="1876" lry="881" ulx="362" uly="814">wart und Vergangenheit er in dem älteren Werke kurz ſkizzirt hatte.</line>
        <line lrx="1875" lry="947" ulx="363" uly="879">Er hat gefunden, daß eine gründliche Einſicht in einen Theil des</line>
        <line lrx="1879" lry="1015" ulx="369" uly="945">großen Miſſionsfeldes das beſte Mittel iſt, den Blick aufs Ganze zu</line>
        <line lrx="1866" lry="1079" ulx="361" uly="1012">ſchärfen und das Herz für den weiteren Arbeitskreis zu erwärmen.</line>
        <line lrx="1877" lry="1145" ulx="366" uly="1077">Und es thut wahrlich Noth, manche ungeduldige Miſſionsfreunde zu</line>
        <line lrx="1604" lry="1212" ulx="370" uly="1141">belehren, was ein Miſſionsaufang eigentlich heißen will.</line>
        <line lrx="1875" lry="1278" ulx="476" uly="1211">So führt er uns denn in der Schilderung der ſechs Jahre</line>
        <line lrx="1882" lry="1343" ulx="366" uly="1278">(1847 — 53) zuerſt in die Committeeberathungen ein, nach welchen</line>
        <line lrx="1871" lry="1410" ulx="366" uly="1343">eine Miſſion am Gabun errichtet werden ſollte. Wir fahren dann</line>
        <line lrx="1879" lry="1476" ulx="365" uly="1410">mit vier muthigen Brüdern aus der Elbe (1847) nach Guinea und</line>
        <line lrx="1883" lry="1539" ulx="370" uly="1475">weiter an den Gabun, wo aber nur ein Grab für den Erſtling dieſer</line>
        <line lrx="1881" lry="1607" ulx="370" uly="1542">Sendboten ſich finden ſollte, während die franzöſiſche Beſitzergreifung</line>
        <line lrx="1882" lry="1671" ulx="370" uly="1608">den Lebenden dieſes Land verſchloß. Dieſelben entſchieden ſich in der</line>
        <line lrx="1882" lry="1742" ulx="370" uly="1674">Berathung mit den Basler Arbeitern auf der Goldküſte für das</line>
        <line lrx="1883" lry="1804" ulx="370" uly="1741">Ewe⸗Land auf dem rechten Ufer des Volta, das auch Wolf, ſchon</line>
        <line lrx="1882" lry="1869" ulx="372" uly="1807">im November der einzig Uebriggebliebene, wirklich beſetzte. In großer</line>
        <line lrx="1883" lry="1938" ulx="369" uly="1874">Vereinſamung harrte er dort im Innern, in Peki, aus, bis er 1849</line>
        <line lrx="1883" lry="2006" ulx="370" uly="1939">durch zwei Brüder, ein Jahr ſpäter auch durch die Ankunft ſeiner</line>
        <line lrx="1881" lry="2069" ulx="372" uly="2007">Braut verſtärkt wurde. Aber ſchon nach zwölf weiteren Monaten</line>
        <line lrx="1882" lry="2137" ulx="374" uly="2074">war er, waſſerſüchtig zurückgekehrt ſammt den durch Mangel entmu⸗</line>
        <line lrx="1885" lry="2205" ulx="374" uly="2138">thigten Mitarbeitern, im Hafen von Hamburg (10. April 1851)</line>
        <line lrx="1888" lry="2269" ulx="375" uly="2204">verſchieden. Die Miſſion war anſcheinend geſcheitert, zugleich raubte</line>
        <line lrx="1886" lry="2336" ulx="379" uly="2271">ihr (Auguſt 1851) der Betrug des Kaſſiers faſt alle ihre Hilfsquellen;</line>
        <line lrx="1885" lry="2401" ulx="374" uly="2337">allein Miſſionare ſtanden bereit, ſich ausſenden zu laſſen, und der</line>
        <line lrx="1889" lry="2469" ulx="374" uly="2404">HErr gab Muth zu neuem Anfang. Im Januar 1852 wurde Peki</line>
        <line lrx="1889" lry="2532" ulx="375" uly="2469">wiederum beſetzt. Allein nach langem Schwanken unter mannigfachen</line>
        <line lrx="1889" lry="2599" ulx="374" uly="2535">Kämpfen mußte doch (September 1853) eine Station an der Küſte</line>
        <line lrx="1889" lry="2667" ulx="377" uly="2600">vorgezogen werden, und ſo kam Keta zu der Ehre, die älteſte der</line>
        <line lrx="1890" lry="2732" ulx="374" uly="2668">jetzt beſtehenden vier Stationen auf der Sklavenküſte zu werden. —</line>
        <line lrx="1890" lry="2798" ulx="375" uly="2733">Das iſt der kurze Gang der Ereigniſſe, welche den ſchweren Anfang</line>
        <line lrx="1889" lry="2865" ulx="376" uly="2802">bezeichneten; er erhält ſein Intereſſe natürlich nur durch die wahrheits⸗</line>
        <line lrx="1983" lry="2932" ulx="378" uly="2867">getreue Schilderung der wechſelnden Erlebniſſe, welche in der kleinen—</line>
        <line lrx="1890" lry="2997" ulx="380" uly="2934">Schrift gegeben wird, ſo wie durch die reichen Segnungen, welche</line>
        <line lrx="1890" lry="3062" ulx="380" uly="2999">aus dieſem erſterbenden Samenkörnlein für einen Stamm unſerer</line>
      </zone>
      <zone lrx="1983" lry="3160" type="textblock" ulx="296" uly="3140">
        <line lrx="1983" lry="3160" ulx="296" uly="3140">rrr ö f f f f f  f f f — — —</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="493" lry="486" ulx="432" uly="452">176</line>
      </zone>
      <zone lrx="1944" lry="649" type="textblock" ulx="428" uly="531">
        <line lrx="1944" lry="588" ulx="428" uly="531">ſchwarzen Brüder bereits erwachſen ſind und ſicher noch weiterhin</line>
        <line lrx="806" lry="649" ulx="428" uly="597">erwachſen werden.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1989" lry="2850" type="textblock" ulx="424" uly="738">
        <line lrx="1954" lry="800" ulx="428" uly="738">Allgemeiner Miſſions⸗Atlas, nach Originalquellen bearbeitet von</line>
        <line lrx="1955" lry="867" ulx="482" uly="809">Dr. R. Grundemann, Prediger. I. Abth. 1. Lieferung: Weſt⸗</line>
        <line lrx="1958" lry="932" ulx="483" uly="875">afrika. Gotha, Juſtus Perthes, 1867. Preis 25 Sgr.</line>
        <line lrx="1955" lry="999" ulx="538" uly="942">Endlich wird doch einem längſt gefühlten Bedürfniß durch die</line>
        <line lrx="1955" lry="1064" ulx="424" uly="1009">Herſtellung eines allgemeinen Miſſionsatlaſſes Abhilfe geſchafft! Zwar</line>
        <line lrx="1955" lry="1131" ulx="424" uly="1074">ſpecielle Karten und Atlaſſe gab es ſchon länger her, aber ſie be⸗</line>
        <line lrx="1951" lry="1195" ulx="427" uly="1140">ſchränkten ſich auf die Gebiete einzelner Geſellſchaften. Ward es</line>
        <line lrx="1950" lry="1262" ulx="427" uly="1206">ſchon dem arbeitenden Miſſionsfreunde, der ſie doch kaum alle beſaß,</line>
        <line lrx="1955" lry="1328" ulx="430" uly="1273">mannigfach ſchwer, ſich auf ihnen und zwiſchen ihnen zurecht zu ſin⸗</line>
        <line lrx="1952" lry="1399" ulx="432" uly="1338">den, was ſollten die viel zahlreicheren Gönner und Intereſſenten machen,</line>
        <line lrx="1954" lry="1459" ulx="429" uly="1405">denen keine ſolche Hilfsmittel zu Gebot ſtanden? Nun aber wird uns</line>
        <line lrx="1955" lry="1526" ulx="426" uly="1471">zuerſt Weſtafrika in acht Karten zugänglich gemacht, welche deutlicher</line>
        <line lrx="1955" lry="1592" ulx="426" uly="1538">zu uns ſprechen als lange Berichte, und zugleich dienen, uns für letz⸗</line>
        <line lrx="1954" lry="1659" ulx="430" uly="1604">tere den rechten Sinn aufzuſchließen. Wie liegt nur z. B. das Ewe⸗</line>
        <line lrx="1952" lry="1725" ulx="430" uly="1670">Gebiet, von dem eben die Rede war, ſo klar vor unſern Augen nebſt</line>
        <line lrx="1951" lry="1789" ulx="426" uly="1736">allen Stationen der Goldküſte. Wir hoffen, daß Jedermann, der an</line>
        <line lrx="1957" lry="1855" ulx="425" uly="1798">den Arbeiten der Basler und Norddeutſchen Sendboten Antheil nimmt</line>
        <line lrx="1989" lry="1925" ulx="426" uly="1868">an dieſer Lieferung ſeine Freude haben und zu ihrer Verbreitung mit⸗„</line>
        <line lrx="1952" lry="1992" ulx="427" uly="1935">wirken wird. Und mit der nächſten Lieferung, die um denſelben Preis</line>
        <line lrx="1953" lry="2054" ulx="424" uly="2002">zu haben iſt, können wir dann unſern Freunden in Südafrika auf</line>
        <line lrx="1951" lry="2123" ulx="426" uly="2068">ihre ſchon viel weiter ins Innere vorgeſchobene Poſten folgen, und</line>
        <line lrx="1952" lry="2190" ulx="434" uly="2135">wiſſen dann Beſcheid um die Stationen der Brüdergemeinde, der</line>
        <line lrx="1951" lry="2253" ulx="432" uly="2200">Rheiniſchen, Berliner, Hermannsburger und Pariſer Miſſionare. Noch</line>
        <line lrx="1952" lry="2320" ulx="430" uly="2266">eine Lieferung und wir dürfen in Oſtafrika die kühnen Wanderungen</line>
        <line lrx="1951" lry="2387" ulx="425" uly="2332">des nun auch vollendeten Livingſtone und die ſchweren Anfänge ſo</line>
        <line lrx="1947" lry="2452" ulx="425" uly="2398">mancher deutſcher Brüder in Abeſſinien, am Nil u. ſ. w. verfolgen.</line>
        <line lrx="1952" lry="2519" ulx="427" uly="2464">Die Karten ſind mit großem Fleiß und ungemeiner Pünktlichkeit aus⸗</line>
        <line lrx="1951" lry="2584" ulx="425" uly="2530">gearbeitet, und die beigegebenen Erläuterungen gewähren einen ge⸗</line>
        <line lrx="1948" lry="2650" ulx="425" uly="2595">ſchichtlichen Ueberblick, der das Verſtändniß der jetzigen Zuſtände und</line>
        <line lrx="1951" lry="2717" ulx="424" uly="2661">der darauf bezüglichen Berichte bedeutend erleichtert. Darum herz⸗</line>
        <line lrx="1948" lry="2784" ulx="424" uly="2728">lichen Dank für die werthvolle Arbeit, deren Vollendung wir mit</line>
        <line lrx="1108" lry="2850" ulx="426" uly="2795">wahrer Ungeduld entgegenſehen.</line>
      </zone>
      <zone lrx="1296" lry="2963" type="textblock" ulx="1045" uly="2938">
        <line lrx="1296" lry="2963" ulx="1045" uly="2938">—  — 2</line>
      </zone>
    </surface>
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        <line lrx="2424" lry="2554" ulx="2409" uly="1376">f—</line>
      </zone>
    </surface>
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      <zone lrx="1902" lry="2314" type="textblock" ulx="373" uly="456">
        <line lrx="1895" lry="490" ulx="1833" uly="456">159</line>
        <line lrx="1894" lry="585" ulx="380" uly="521">über etwas Genaues zu wiſſen, denn viele Flüchtlinge ſind noch im⸗</line>
        <line lrx="1897" lry="648" ulx="380" uly="589">mer nicht zurückgekehrt. Wir ſchlugen unſere Zelte vor der Stadt</line>
        <line lrx="1897" lry="717" ulx="382" uly="655">auf, um den Sonntag da zuzubringen. Die Hitze abgerechnet, waren</line>
        <line lrx="1898" lry="782" ulx="380" uly="721">es köſtliche Stunden, die wir da verlebten. Nach einer Woche voll</line>
        <line lrx="1897" lry="852" ulx="381" uly="785">Mühen und Anſtrengungen that die Ruhe gar wohl; die Natur rings⸗</line>
        <line lrx="1782" lry="915" ulx="383" uly="854">umher war von wunderbarer Lieblichkeit, und Urumia ſo nahe!“</line>
        <line lrx="1896" lry="984" ulx="487" uly="921">Kaum läßt ſich die Wonne der Miſſionskarawane ſchildern, als</line>
        <line lrx="1896" lry="1047" ulx="377" uly="986">ſie endlich dem Urumia⸗See vom Norden her ſich nahten und das</line>
        <line lrx="1899" lry="1115" ulx="375" uly="1052">Ziel ihrer Reiſe vor ſich ſahen. In dem Dorfe Gawalan, der</line>
        <line lrx="1898" lry="1181" ulx="376" uly="1120">letzten Station vor Urumia, von den Eltern Mar Johanans, welch</line>
        <line lrx="1897" lry="1245" ulx="376" uly="1186">letzterer zur Begrüßung der Seinen vorausgeeilt war, mit Jubel em⸗</line>
        <line lrx="1899" lry="1311" ulx="374" uly="1252">pfangen, ſchlugen ſie in deſſen Garten ihre Zelte auf. Da ſtrömten</line>
        <line lrx="1902" lry="1380" ulx="376" uly="1318">dann die Eingebornen herbei, ſie willkommen zu heißen; auch die</line>
        <line lrx="1902" lry="1446" ulx="377" uly="1384">Brüder aus Urumia fanden ſich ein. Am andern Morgen brach die</line>
        <line lrx="1901" lry="1514" ulx="375" uly="1450">Reiſegeſellſchaft zum letzten Male auf, jetzt ein ſtattlicher Zug, der</line>
        <line lrx="1895" lry="1580" ulx="374" uly="1518">vom Volke überall mit einer Wärme begrüßt wurde, als gälte es die</line>
        <line lrx="1898" lry="1645" ulx="374" uly="1583">Heimkehr ſeiner Befreier zu feiern. Frau Stoddard war ſo über⸗</line>
        <line lrx="1900" lry="1712" ulx="379" uly="1650">wältigt von dem Gefühl, nach ſo langer Wanderſchaft endlich wieder</line>
        <line lrx="1897" lry="1780" ulx="376" uly="1715">eine Heimat erreicht zu haben, daß ſie bald lachte, bald weinte.</line>
        <line lrx="1897" lry="1847" ulx="376" uly="1782">Im Haus von Miſſ. Jones wurde ein Dankgebet gehalten und ein</line>
        <line lrx="1895" lry="1916" ulx="374" uly="1851">vereintes Loblied angeſtimmt; nach dem Thee theilten ſich ſodann die</line>
        <line lrx="1896" lry="1981" ulx="373" uly="1916">verſchiedenen Miſſionsgeſchwiſter in ihre Gäſte. Schon am übernäch⸗</line>
        <line lrx="1897" lry="2049" ulx="373" uly="1982">ſten Tag begaben ſich dieſe indeß nach Seir, um nicht gleich die</line>
        <line lrx="1899" lry="2116" ulx="373" uly="2048">Zeit der größten Hitze im ungeſunden Urumia zuzubringen, ſondern</line>
        <line lrx="1893" lry="2181" ulx="373" uly="2115">an einem kühleren Platze mit der Erlernung der Sprache zu beginnen.</line>
        <line lrx="1897" lry="2246" ulx="481" uly="2184">Im nächſten Heft werden wir in der Kürze Stoddards Berichte</line>
        <line lrx="1687" lry="2314" ulx="373" uly="2247">über die erſte Zeit ſeines dortigen Aufenthalts folgen laſſen.</line>
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        <line lrx="1277" lry="2474" ulx="996" uly="2445">— πω—</line>
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        <line lrx="1857" lry="2738" ulx="401" uly="2635">Vie engliſch-presbyterianiſche Mliſſion in Chinn.</line>
        <line lrx="1222" lry="2798" ulx="1048" uly="2755">(Schluß.)</line>
        <line lrx="1885" lry="2968" ulx="482" uly="2894">Wir kehren zu jener Miſſionsreiſe Burns (im J. 1854) zurück,</line>
        <line lrx="1886" lry="3030" ulx="377" uly="2961">auf der er den guten Samen ausſtreute, aus welchem ſo liebliche</line>
      </zone>
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        <line lrx="2754" lry="3260" ulx="2721" uly="2393">Copyright 4/1999 VxyMaster GmbH wwW.yymaster. com</line>
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        <line lrx="2749" lry="1121" ulx="2723" uly="709">VierFarbSelector Standard“</line>
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